Frage von Ashleeeeeee99, 45

Freunde nehmen Erkrankung nicht ernst. Was tun?

Liebe Community!

Kurz zur Vorgeschichte: Ich bin 26 und habe im Feber meinen Masterabschluss an der Uni gemacht und in den letzten 2 Semestern bemerkt, dass ich kaum noch mit Stress klar komme, selbst die kleinste Anforderung war manchmal schon zu viel. Zudem sind immer wieder so Art "Anfälle" gekommen, im Kino, in der Bahn, im Flugzeug, etc., die ich selbst 6 Monate lang als irgendetwas Neurologisches interpretiert und schon die schlimmsten Befürchtungen gehabt habe. Von meinem Hausarzt habe ich dann allerdings die Diagnose Panikattacken bekommen. Seitdem bin ich in Therapie.

Ich schäme mich nicht, habe aber nur ein paar Freunde eingeweiht, da wir leider auf dem Land wohnen und über solche Sachen sehr, sehr gerne getratscht wird und mein Vater auch noch Bürgermeister ist. Das Problem ist, dass meine Freunde das in keinster Weise Ernst nehmen. Ständig muss ich mir Sachen anhören wie "Ach, und jetzt hast du keine Angst? Komisch.", "Aso das? Ja, das hab ich auch immer, das ist nix Besonderes." oder "Also ich habe dich noch nie in so einer Situation gesehen." - so als müsste ich es erstmal beweisen, dass ich sowas habe. Diese Sichtweise bestürzt mich ein bisschen, da ich mich wirklich bemühe und meine Kraft darin investiere, so normal wie möglich zu leben und kein Vermeidungsverhalten zu entwickeln.

Wie würdet ihr auf sowas reagieren?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Ashleeeeeee99,

Schau mal bitte hier:
Freunde Krankheit

Antwort
von conelke, 19

Diese Panikattacken kommen aus heiterem Himmel und man merkt dies, wenn dieses Unwohlsein, das die Panikattacke auslöst langsam an die Oberfläche kommt. Hat man keine Panikattacke, dann lässt es sich eigentlich unbeschwert leben, außer das untergründig immer die Angst vor einer neuen Attacke mtispielt. Dass Du in Therapie bist, ist schon mal sehr gut, denn dort erfährt man vieles über sich und lernt zu verstehen, warum man diese Attacken hat und wie man sie wieder wegbekommt. Viele können mit "Krankheiten" nur umgehen, wenn sie sichtbar sind. Lass die Freunde reden, die die wirkliche Freunde sind, haben auch Verständnis.

Antwort
von jakkily, 3

Du schreibst von so Art "Anfällen. Wie laufen die denn bei dir ab?, denn es gibt auch sogenannte PNEA, das sind psychogene, nicht epileptische Anfälle, die zwar den epileptischen Anfällen ungefähr gleich kommen, jedoch unterschiedlichen Ursprungs sind. Psychogen bedeutet halt von der Psyche her und da kann Stress auch eine große Rolle spielen...

lg, jakkily

Antwort
von PascalJerome, 21

Das sind doch keine "Freunde". Ich habe zwar nicht mit so einem Problem zu kämpfen, aber ich bin mir mehr als sicher, dass meine Freunde das so akzeptieren würden und mir sofort glauben würden. 

Dementsprechend würde ich an deiner Stelle reagieren --> alle die, die mich nicht ernst nehmen, aus meinem Leben streichen.

Antwort
von FuehledasMeer, 9

Deine "Freunde" nehmen dich und die Krankheit einfach nicht ernst... kenne das selber. Meine Familie hat mich auch nicht ernst genommen... meine Schwester hat sich sogar ne Woche ins Krankenhaus gelegt und folgendes zu mir gesagt: "So tun als wolle ich mich umbringen kann ich auch... aber ich gehe deswegen nicht in die Klapse..." Ich war nämlich wegen eines Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Klinik. Von solchen Menschen muss man einfach Abstand nehmen

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