Frage von xlxSarahxlx,

Freund mit Alkoholproblem - ist es feige ihn zu verlassen?

Hallo Community!

Ja ich weiß, das ist vllt eine etwas persönliche Frage, aber ich bin im Moment froh um jeden Rat den ich bekommen kann.

Ich bin seid 4,5 Jahren mit einem Mann zusammen. Im Laufe unserer Beziehung entwickelte er sich zum regelrechten Säufer. Ich bin ihm egal geworden, sowie unsere Beziehung. Natürlich ist es der Alkohol, der ihn so denken lässt. Es gibt ja auch immer wieder schöne Momente. Aber Streit, Diskussionen und Wut überwiegen unsere Beziehung. Eine Therapie lehnt er ab (so schlimm sei es ja gar nicht), eine Trennung kommt für ihn nicht in Frage (er wolle sich sonst umbringen).

Ich bin aber an einem Punkt wo ich einfach nicht mehr kann. Ich würde diesen Mann am liebsten verlassen. Ich möchte mich nicht weiter mit runter ziehen lassen. Da ich ihm ja sowieso nicht helfen kann bzw. nur ganz geringe Chancen habe ihm zu helfen... Ich habe diese Gedanken einigen guten Freunden erzählt... Ich war überrascht: Einige meinten zu mir, dass ich feige wäre meine langjährigen Freund mit diesem Problem allein stehen zu lassen. Dass ich nicht einfach gehen kann. Und dass er ohne mich nur noch schlechter drauf sein würde und ich alles nur schlimmer mache...

Ich habe darüber nachgedacht - so gesehen ist es wohl wirklich feige sich vor diesem Problem zu drücken. Aber auf der anderen Seite kann ich einfach nicht mehr... Und ich bekomme eben nur diese 2 Meinungen zu hören und ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Ich möchte nicht die Böse sein, Schuldgefühle haben und an seinem verkorksten Leben schuld sein, weil ich ihm nicht geholfen habe bzw. nicht alles gegeben hab...

Glaubt ihr, dass es Wege gibt die Situation zusammen zu lösen oder wäre es letztendlich doch der bessere Weg einen Cut zu machen?!

Antwort von Vinayaka82,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo.

Ich schreib Dir jetzt mal als Tochter eines Alkoholikers.

Meine Mutter war wahrscheinlich im gleichen Gewissenskonflikt, wollte meinen Vater nicht verlassen, weil sie die Familie ja nicht auseinanderreißen wollte. Auch hat er gedroht sich umzubringen wenn wir ihn bitten würde, eine Entziehungskur zu machen. Immer wieder hat er versprochen sich zu bessern. Es gab auch immer mal Phasen wo es gut war. Diese hielten aber nicht lange an.

Meine Mutter hat ihn erst verlassen, als meine Schwester und ich alt genug und aus dem Haus waren. Wir haben all die Jahre extremst unter ihm gelitten. Er war verbal aggressiv, hat uns beleidigt, Dinge zerstört und ein paar Mal fast die Bude abgefackelt, als er sich im Suff etwas zu Essen kochen wollte und dabei einschlief. Geld war nie da, das hat er versoffen. Wir hätten eine gute mittelständische Familie sein können, aber er hat alles ausgegeben. Meine Mutter wusste manchmal nicht mehr, wie sie uns was zu essen kaufen sollte. Wenn man in einem sehr kleinen Ort wohnt, kommt noch hinzu, dass sich sowas schnell rum spricht. Wir waren vielen Hänseleien ausgesetzt, besonders auch weil er sich öffentlich auf Dorffesten einnässte, oder wenn wir von Mitschülern auf seine Spielschulden angesprochen wurden. Dass wir Außenseiter waren und stark gemobbt wurden, muss ich nicht erwähnen. Das hat uns für unser gesamtes Leben geprägt-bis heute. Ich war 4 oder 5 Jahre alt als ich meine Mutter weinend anflehte "Mama, lass dich endlich scheiden." Und sie tat es nicht. Nicht aus Liebe zu ihm. Es war Abhängigkeit.

Wie ich rauslese, habt ihr keine Kinder. Ist das richtig? Ich kann Dir nur sagen... es hat keinen Sinn! Solange er selbst nicht gewillt ist eine Entziehungskur zu machen, wird sich nichts, aber auch GAR NICHTS ändern. Indem Du ihn verlässt verschlimmerst Du seine Situation kaum. Es ist sein Leben das er weg wirft! Mach Dich nicht dafür verantwortlich. Man muss solche Menschen fallen lassen-so weh das auch tut! Entweder besinnen sie sich dann endlich, oder sie geben sich die Kante. Daran kannst Du nichts ändern. Es ist nicht Deine Schuld! Mach Dich nicht kaputt! Und hör nicht darauf was die Leute sagen. Mein Vater ist nun seit fast 5 Jahren tot. Als er plötzlich verstarb, waren auf einmal all seine Geschwister da, fragten sich wie das hätte passieren können und gaben meiner Mutter die Schuld, weil sie sich scheiden ließ. Aber niemand hat hingesehen. Er war Alkoholiker solange ich mich erinnern kann. Niemand aus seiner Familie hat sich um ihn gekümmert, es gab keinen Kontakt. Man traf sich nur mal auf Familienfesten wie Hochzeiten etc. Dass er krank war, war sehr offensichtlich. Still haben es alle gewusst. Aber getan hat niemand etwas.

Niemand hat Schuld. Es ist seine Entscheidung gewesen. Und trotzdem liebe ich ihn ;-) auch wenn es böse rüber kommt, wenn ich von ihm schreibe. Ich will Dir nur deutlich machen, wie ernst es ist.

Du kannst ihm natürlich weiter Deine Unterstützung anbieten, indem Du für ihn da bist, falls er Jemanden zum reden braucht. Aber solange er nicht trocken ist, kannst Du nichts für ihn tun. Er muss es selber wollen. Alkoholismus ist mit das Schlimmste was es gibt. Man sieht seine geliebten Menschen langsam zerfallen, wie sie sich verändern und einem weh tun. Trenne Dich vorerst von ihm. Zumindest auch räumlich. Komm zur Ruhe.

Ich wünsche euch alles Gute.

Kommentar von HeikeausBerlin,

1000 X DH! Meine Mutter ist gegangen, leider hat mein Vater keinen anderen Ausweg als den Suizid gesehen, ABER sie hat mir eine Menge Leid erspart...

Antwort von BloodyBastet,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das tut mir wahnsinnig Leid sowas zu lesen, wirklich. Und ganz ehrlich, ich finde es feige von den beiden Personen, dich feige zu nennen! Sie leben ja nicht mit diesem "Problem"!

Irgendwann ist es selbst für den herzensguten Menschen an der Zeit egoistisch zu sein.

Du musst entscheiden: Opferst du dein Leben für ihn, der, der nicht zur Therapie geht und alles aufs Spiel setzt. Oder aber: Schützt du dich selber.

Wie du bereits geschrieben hast: Du möchtest dich nicht weiter runterziehen lassen. In deinem Inneren weißt du, was für dich das Beste ist.

Nun aber die Frage, ob du noch die Kraft hast, ihn dazu zu zwingen zur Therapie zu gehen? Stark zu sein für eure Beziehung? Dann versuche es, aber lass es nicht so stehen, wie es gerade ist. Es MUSS sich was verändern, sonst gehst du kaputt.

Wenn du keine Kraft mehr hast für den steinigen, ja sogar felsigen Weg, der da vor euch liegt, dann lass dir von niemanden reinreden, denn nur du selbst weißt, wie es dir geht und ob es dir alleine nicht besser geht.

Antwort von moebi64,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein es ist nicht feige, ganz im Gegenteil, wenn er dir noch etwas bedeutet gehört sehr viel Mut und noch mehr Kraft dazu dies zu tun. An deiner Stelle würde ich ihm noch einmal in aller Deutlichkeit sagen, dass das Ganze sehr wohl sehr schlimm ist und zwar für mich. Nicht, dass ich glauben würde das dies ihn zu einem Umdenken bewegen würde, allerhöchstwahrscheinlich nicht. Doch für dich ist es wichtig, das noch einem genau vor Augen geführt zu bekommen, wenn das nächste Mal einer kommt und dir gute Ratschläge geben oder dir gar Feigheit vorwerfen will. Es wird immer Menschen geben, die dir Schuldgefühle einreden wollen, es ist einfach bequemer auf andere zu zeigen als sich selbst zu überlegen wie man hätte helfen können. So lange du trotz Alkohol bleibst und so sein Leiden mit trägst hat er gar keinen Grund sich helfen zu lassen.

Antwort von Mariekele,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Warum sollst Du, ausgerechnet Du Rücksicht nehmen, wo er doch absolut keine Rücksicht auf Dich nimmt ?
Folge Deinem Selbsterhaltungstrieb und verlasse ihn ..... ohne 'wennn und aber' und ohne schlechtes Gewissen, das bist Du Dir selbst schuldig.

Antwort von HeikeausBerlin,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich gehe davon aus (so, wie du schreibst), dass du auch schon viel mit ihm über eure Situation geredest hast. Suchtmenschen müssen verlassen, alleingelassen werden, damit sie aufwachen! Deine Ratgeber sind wahrscheinlich eher Saufkumpanen.... Geh weg, lebe DEIN Leben..... Vielleicht wacht dein Freund auf und macht eine Therapie, und dann habt ihr nochmal eine Chance, wenn nicht, dann musst du auch kein schlechtes Gewissen haben. Natürlich steht er ohne dich schlechter da, aber nur, weil du bei ihm bleibst, kann er ja weiter seiner Sucht nachfolgen....

Antwort von Bajun,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Partner und Therapeut in Einem geht nicht. Versteh das auch wenn's hart ist! Wenn er sich einkriegt, ist es gut. Wenn nicht und Du bleibst - geht ihr beide unter. Wenn Du rechtzeitig die Reißleine ziehst, ersäuft nur einer.

Was den Alkoholismus betrifft: Er muss es von sich aus wollen - alles andere ist Quatsch. Für den Fall, dass er es will, kann man unbedingte Unterstützung anbieten. Mehr nicht! Hörst Du: Mehr nicht! Alles andere funktioniert nicht auf Dauer.

Antwort von dawala,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Einfach nur zur Frage:

Nein. Es ist ein Zeichen von Stärke ihn zu verlassen. Da kann ich mir den Text sparen. Und zu Deiner Kenntnis: Ich bin Alkoholikerin. Frühestens wenn er zwei Jahre am Stück trocken ist kann an ein neues Zusammenkommen - wenn Du das dann auch willst - gedacht werden. Punkt. Hör auf mit all den Worten. Handle.

Kommentar von Bajun,

Chapeau, liebe Dawala, Hut ab!

Antwort von jobul,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn du den Nerv hast, ihn zu verlassen (die meisten Partner von Trinkern trinken ja selber), verlier keine Zeit. Gewissensbisse musst du nur haben, wenn du trotz Alkohol zu ihm hältst, denn dadurch besiegelst du euren gemeinsamen Untergang. Es ist allerdings normal, gemeinsam unter zu gehen..... Wenn du für dich noch eine andere Perspektive siehst, solltest du nicht zögern.

Antwort von vogerlsalat,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, es ist nicht feige. Mach es bald!

Antwort von wesche50,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde vllt. nicht einfach so einen Cut machen sondern ihn vllt warnen ein Ultimatum stellen etc. sodass er es begreift.

wenn er sich darum nicht kümmert kannst du ihn auch verlassen :(

Antwort von Hanse31,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo, hier geht es doch um zwei Mernschen, um dich und deinen Freund. Sein Leben ist schon kaputt, jetzt macht er deins kaputt. Um einen Alkoholiker zu helfen, muß er erst ganz, ganz undten sein. Versprechen wird er dir in einigermaßen "normalen" Zeiten viel - aber er hält es nicht. Alleine, also ohne Hilfe wird er wohl nicht vom Alkohol wegkommen. Mit professioneller Hilfe kann es aber etwas werden. Er brauch auch keinen Arzt, Psychologen usw. Er braucht eine Selbshilfegruppe, Anonyme Alkoholiger, Guttempler oder so etwas. Schau mal ins Telefonbuch. Ich wurde so einen Mann verlassen - wenn ihm noch ein Fünkchen an dir liegt ist das vielleicht der Anlass, sich endlich helfen zu lassen. Also kein schlechtes Gewissen - denk an dich selbst, das ist nicht egoistisch.

Antwort von schuldidepp,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Selbstschutz geht vor. Trenne Dich von ihm, denn für ihn ist derzeit der Freund Alkohol der beste Gefährte.

Dein Noch Freund muss von sich aus im Kopf registrieren und akzeptieren, dass der Alkohol nur zerstört.

Tu das, was Dein Bauch und Verstand sagt.

Die Aussage, er bringe sich um, solltest Du ihn verlassen, ist schlichtweg fade. Schlieslich bist Du es, die ihm die Wäsche machst, dass Essen kochst, Dich um die Wohnung kümmerst etc........ während er im Bett seinen Rausch ausschläft.

Sieh Dich nach einer Selbsthilfegruppe um, Blaues Kreuz und so weiter. Traue Dich. Denn Du bist eine Betroffene, hole Dir von denen Rat, die wissen wovon Sie reden und können Dir helfen.

Selbsthilfegruppen sind zur anonymität Verpflichtet.

Mein Rat an Dich, geh dahin, ist kostenlos, vielleicht ein Paar Euro in die Kaffeekasse sind da über, aber ich wette, dass die Dir nix abnehmen. Informiere Dich zwingend was FÜR DICH J E T Z T das beste ist.

Antwort von zittipower,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also,die Selbstmorddrohungen solltest Du ernst nehmen.Oft ist es aber "ERPRESSUNG".Zuerst solltest Du Dich um Dich kümmern,etwas für Dich tun. Die AL-Anons bei den Anonymen Alkoholikern ist eine Selbshilfegruppe für Angehörige von Alkoholihern.Dort wird Dir klar werden wie Du Dich verhalten solltest um mit ruhigem Gewissen Deine nächsten Schritte verantworten zu können.Trennen kannst Du Dich immer noch.Die Freundinnen dort wissen genau wie es Dir geht und geben Dir Rat.Dort sitzen die Fachleute,alle haben die gleichen Probleme gehabt,oder haben sie immer noch. Als meine Partnerin dort hingegangen ist und die Hilfe in Anspruch genommen hat ,hat sich mein denken gedreht und ich bin auch zu den Anonymen Alkoholikern gegangen.Und weißt Du was dann passiert ist?Ich bin trocken geworden und seit ziemlich 4 Jahren ohne einen Tropfen Alkohol. Wir sind wieder ein harmonisch lebendes Paar und fühlen uns unsagbar glücklich.

Antwort von winterschmacht,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du steckst in einem Gewissenskonflikt, den viele Menschen kennen: Einerseits liebst du deinen Partner und willst ihm helfen, andererseits belastet dich die Situation und eine Trennung erscheint dir vernünftiger.

Vor allem solltest du dich von dem Gedanken lösen, dass du an einer Selbsttötung Schuld tragen würdest, wenn du deinen Partner verlässt. Diese Ankündigung kommt bei Menschen mit Alkoholabhängigkeit häufig vor. Sehr oft passiert nach einer Trennung rein gar nichts, außer dass das Trinken weitergeht. Und selbst wenn etwas passieren würde: Was dein Partner macht, ist allein seine Entscheidung. Vielleicht überlegst du dir, wie viel du deinem Partner tatsächlich bedeutest, wenn er dich derart zu erpressen versucht - nichts anderes ist eine solche Ankündigung.

Du bietest deinem Partner Unterstützung an, und wenn es erstmal "nur" die Bitte ist, doch mal eine Therapie zu versuchen. Mehr kannst du nicht tun. Es ist seine Entscheidung, ob er es versuchen will oder nicht. Wenn er sich dagegen entscheidet, kannst du nichts dagegen tun. Löse dich auch von dem Gedanken "wenn er mich lieben würde, würde er die Therapie machen". In seiner Situation verliert er zunehmend die Kontrolle über seine Entscheidungen. Solange er trinkt und sich aus seiner Sicht nichts wesentliches verschlechtert, steigt der Leidensdruck nicht an. Ohne Leidensdruck gibt es aber keine Motivation für eine Veränderung.

Wenn du erstmal weiter Unterstützung anbieten willst, such dir selbst Unterstützung. Es gibt in allen größeren Städten (Selbsthilfe-)Organisationen, die Hilfe für Alkoholiker anbieten. Zum Teil gibt es dort spezielle Angebote für deren Angehörige und Freunde. Vielleicht kann man dir dort Tipps geben, was du noch versuchen könntest.

Setz dir aber auf der anderen Seite auch selbst eine Frist, bis wann du eine Entscheidung treffen wirst. So ehrenwert deine Motive sein mögen: Irgendwann kommt der Punkt, an dem jeder weitere Hilfeversuch sinnlos ist. Manche Menschen wollen einfach keine Hilfe. Falls dein Partner dazu gehört, trägst du an seiner Situation keine Schuld und brauchst dich nicht erpressen lassen. Es ist alles andere als feige, in einer sinnlos gewordenen Situation einen Schlussstrich zu ziehen, bevor du selbst in einen Strudel gerätst. Du hast Hilfe angeboten und tust es vielleicht noch eine Weile. Aber dann muss der Punkt kommen, an dem du entweder weiter mitgehst oder deinem Partner durch dein Fortgehen deutlich zeigst, dass du mit dieser Situation nicht mehr leben kannst.

So hart die Trennung für dich vielleicht klingt: Manchmal brauchen Menschen so einen klaren Schnitt, um ihr Problem einzusehen und dann doch die Kurve zu bekommen.

Antwort von Apfelsine858,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das ist nicht feige. Warum sollst du dir von deinem Freund dein Leben kaputt machen lassen? Es ist DEIN Leben! Lass dich nicht mit runter ziehen. So lange dein Freund nicht einsieht, dass er ein Problem hat und Hilfe braucht, kannst du eh nichts machen. Trenn dich von ihm, damit du wieder glücklich werden kannst.

Antwort von HaD89,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei sowas musst du zuallererst an dich selbst denken. wenn es dich kaputt macht, mach n cut. Hast du angst er könnte danach extreme dummheiten machen, konsultier n psychologen... in härtefällen kann man suizidgefährdete Leute bzw. Menschen mit psychischen Störungen einem psychologischen Gutachten unterziehen lassen (angeordnet) um festzustellen ob er wirklich suizidgefährdet ist.

Im endeffekt musst du dir im klaren sein, dass es dich wahrscheinlich noch mehr zerstört wenn du bei ihm bleibst als damit zu leben was irgendwann mal aus ihm wird.

Es ist keinesfalls feige sich von einem Alkoholiker zu trennen wenn es einem während der beziehung immer schlechter geht Mein Stiefvater ist trockener Alkoholiker, hat damals viele fehler gemacht (gewalt). seine damalige frau hat ihn mit den kindern verlassen und er hing 5 jahre im tiefsten seelischen sumpf bis er sich dann doch aufgerappelt hat und gemerkt hat dass das so nicht weitergeht. Sieht dein Freund nicht ein dass er ein Problem hat, kannst du ihm auch nicht helfen

zumindest ist das meine Meinung

Viel Glück noch! :)

Antwort von treblis,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Trenne dich. Löse dich von der Co-Abhängigkeit.

Antwort von Rheinflip,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Würdest du dir von einem Nichtalki sowas bieten lassen? Wenn die Beziehung kaputt ist, dann ist es Zeit zu gehen.

Sioux sagen: Wenn Pony tot, absteigen! Wenn Reiter besoffen, Medizinmann rufen.

Antwort von Undsonstso,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

m.e. nach ist es wie bei der ersten hilfe........ selbstschutz geht vor.....

du hast deine möglichkeiten ausgeschöpft, was das helfen bzw. aufzeigen von lösungsansätzen betrifft..... ein alkoholkranker muss auch wollen....

in deinem fall ist dem aber nicht so..... also dreht ihr euch immer im kreis in punkto verhaltensmuster...... das macht dich fertig, dieses treten auf der stelle....

darun sage ich, du kast dich trennen...... frag dich einfach, was dich kaputter macht..... das gehen oder das bleiben....

und mal ehrlich, das drohen mit selbstmord ist eine erpressung bzw. eine macht ausüben wollen.... mit liebe hat so etwas nie zu tun.... man will den anderen dominieren oder eine art pseudo-verantwortung aufdrücken....... es ist leichter andere zu erpressen als selbst etwas an sich zu ändern...

alles gute für dich

Antwort von Jungeropa5450,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Guten morgen, Ich bin so glaube ich die 22 Person die antwortet und glauben Sie mir, es ist mir ganz wichtig zu antworten nachdem ich Ihr Problem gelesen habe. Mein Rat sollte für Sie jetzt auch nicht das Maß aller Dinge sein aber ich denke als trockener Alkoholiker bin ich relativ kompetent. Auch habe ich später sehr lange in der Suchtselbsthilfe gearbeitet. Mein rat ist es, folgen Sie Ihrem Wunsch Ihn zu verlassen. Die Androhung von Selbstmord ist schlicht und einfach Erpressung. Wenn es wirklich die Absicht hat wird es keiner verhindern können. Er macht es sich auf Ihrem Buckel bequem. Die Leute die Ihnen Feigheit unterstellen haben es einfach denn die sind nicht in der Situation wie Sie. Die klugschei...ern, drehen sich um und gehen nach Hause, das Elend lassen die bei Ihnen. Es gibt eine Möglichkeit der Hilfe, man nennt es " Helfen indem man nicht mehr hilft" das heißt, er muß sich in seinem eigenen Elend rumsuhlen damit er merkt was mit Ihm los ist, das niemand mehr sich erpressen und belügen läßt, das lediglich eine Therapie das Blatt wenden kann. Sie müßen gehen denn wenn Sie auch noch mit abstürzen können Sie garnicht mehr helfen, nichtmal sich selber. Helfen ist relativ, wenn Sie zum Beispiel jemandem über die Straße helfen dann nur bis zur anderen Straßenseite, die Person verlangt ja auch nicht das Sie Ihr das ganze Leben lang den Arm reichen weil Sie sich andernfalls umbringt. Ich hätte da noch so viel zu schreiben aber wenn Sie möchten können Sie sich melden, gerne schreibe ich mehr.

Ich wünsche Ihnen die Kraft das Richtige zu tun, aber eins ist sicher, wenn Sie gehen sind Sie nicht feige.

Antwort von tavi94,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo! Ich erzähle dir erst etwas von mir: Mein Freund und ich sind eineinhalb Jahre zusammen. Bis zu einem Jahr unserer Beziehung saufte mein Freund bei Partys, trank viel bis zu zu viel und das nicht einmal. Es ist fast jeden Monat so gewesen. Ich hatte von Anfang an nichts dagegen, dass er trinkt. Ich will es ihm ja nicht ganz verbieten. Ich schaute mir das an und ich war mir sicher, dass es so nicht weiter gehen kann. Mir macht es nichts aus, dass er etwas Alkohol trinkt, aber dass er übertreiben muss oder er sich übergeben muss deswegen oder dass das auch noch öfters vorkommt oder dass er stock besoffen nach hause kommt, das sehe ich mir nicht weiter an. Er kann so viel trinken wie er mag, 1l Alkohol oder 10l Alkohol, ich schreibe es ihm nicht vor, hauptsache er kommt mir nicht besoffen nach hause an. Wenn er seine Grenzen nicht kennt, dann kann ich sie ihm zeigen. Und genau das tat ich auch. Ich sagte ihm genau das was ich bisher geschrieben habe. Wenn das einmal im Jahr vorkommen sollte, dass er sich betrinkt, OK es ist einmal, aber es muss auch nicht mehrmals im Jahr passieren. Ich habe ihm klar gemacht, dass ich ihn nie wieder besoffen zuhause ankommen sehen will. Und nachdem wir das geklärt haben, ist das auch nicht wieder vorgekommen. Er weiß jetzt wo die Grenzen bei mir sind. Und das ist wichtig. Ein Mann soll von Anfang an wissen wo die Grenzen sind. Wenn du ihm diese nicht zeigst, dann wird es später zu spät sein. Und genau das ist der Fall bei dir. Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich ihm helfen, ihn zu einer Therapie bringen und das zusammen durchstehen. Ich würde noch für unsere Beziehung kämpfen. Aber wenn sich nichts tun würde, er weiterhin nur säuft und sich für unsere Beziehung nicht interessiert, egal ob er wach oder blau wäre, würde ich doch die Beziehung beenden. Es wäre das Beste für mich vor allem!

Antwort von Specht,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich mach es kurz:: Sag Ihm, wenn er sich nicht Helfen lassen will, dann trennst Du Dich von Ihm. Wenn er dann merkt, dass Du es wirklich ernst meinst, wird er Dir ALLES versprechen, aber darauf solltest Du nicht reinfallen (Taktik). Erst wenn er in einer Suchtberatungsstelle war und eine stationäre Therapie macht würdest Du eventuell zu Ihm zurück kehren. Die Selbstmord Aussage solltest Du nicht so ernst nehmen, denn das ist "nur" um Dich in eine Situation zu bringen bei Ihm zu bleiben. Wenn er nicht sofort etwas ändern will, dann trenn Dich !!! Schweres Thema ( Gefühle+ Logik)

Antwort von maier01,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Waren das gemeinsame Freunde von euch die das gesagt haben? Dann haben sie auch an ihn gedacht, aber du brauchst nur auf dich selbst hören und das was für dich am besten ist. Er ist mit dir in einer Beziehung und säuft sich weg, anstatt das er sich denkt, ich habe die tollste Frau der Welt, ich brauche den Alkohol nicht als Ersatz für irgendetwas, weil ich eine Frau habe die ich über alles liebe. Diese Einstellung hat er anscheinend nicht, denn er weiß ja, dass du es nicht für gut befindest. Ruinier dir doch nicht dein Leben durch solche Leute, dass Problem wird nicht besser werden und immer schlimmer werden und du wirst sehen wie er neben dir zugrunde geht. Glaube mir, es ist am besten du sagst ihm klipp und klar, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört, dann trennst du dich von ihm, weil du es nicht einsiehst, dass er dich so belastet.

Antwort von MarcAurel1965,

Hallo!

Ich bin seit 22 Jahren Alkoholiker. Trocken, aber Alkoholiker bleibe ich immer. Und mein Rat ist: Geh!

Warum? Weil er nicht aufhören will zu saufen! Du wirst ihn nicht vom Saufen abhalten wenn Du bleibst, aber dein Leben verpfuschen! Und Du hast ein Anrecht darauf ein Leben zu führen das dir gefällt!

Vielleicht bringt er sich um. Es ist sein Leben. Vielleicht säuft er noch mehr da überhaupt keine Kontrolle mehr da ist. Auch gut. Aber vielleicht sucht er sich Hilfe weil er merkt das er alles verliert. Aber erpressen lassen solltest Du dich auf keinen Fall! Dieses hässliche Spiel könntest Du doch auch umgekehrt machen: Du bleibst wenn er nichts mehr trinkt! Und was deine Freunde betrifft: Jemanden in einer Krankheit beizustehen ist gut, aber auch wenn Sucht eine Krankheit ist, wenn der Betreffende das nicht einsieht das er krank ist, dann bist Du nicht verpflichtet dein Leben dafür zu geben. Frag doch einen deiner Freunde ob sie nicht mal für vier Wochen mit dir tauschen wollen...?

Du kannst ihm nicht durch deine Anwesenheit helfen! Er wird nicht in einem Jahr sagen "Danke dass Du bei mir geblieben bist, jetzt trinke ich nie wieder". Im Gegenteil: In der Regel verlängern Angehörige in bester Absicht die Sucht! Sie tun viel für den Betreffenden und merken dabei nicht, dass das einzige was der Alkoholiker noch zu tun hat ist, sich auf das saufen zu konzentrieren! Er muss auf die Schnauze fallen! Das klingt gemein, ist aber die einige Möglichkeit in soweit zu bringen dass er nachdenkt! Im Augenblick säuft er wie er will und hält dich durch Erpressung bei sich. Ich vermute Du kümmerst dich um alles...? Und er konzentriert sich auf das was er kann....

Jeder Alki hat seinen persönlichen Tiefpunkt. Diesen muss er erreichen um eine Entscheidung zu treffen....

Dem einen reicht die Drohung das ihm gekündigt wird, dem anderen die Drohung der Partnerin das sie geht, der nächste wird erst wach wenn er in der Gosse liegt.

Wenn der persönliche Tiefpunkt erreicht ist, trifft jeder Alki eine mehr oder weniger bewusste Entscheidung: Entweder entsteht der Wunsch das vorherige Leben zurück zu bekommen also aufzuhören und neu anzufangen, oder aber es wird weiter gesoffen um alles zu vergessen.

Wenn jemand über die Menge die er trinkt nicht die Wahrheit sagt, heimlich trinkt, Ausreden wie "ich kann jederzeit aufhören wenn ich will, aber ich muss mir nichts beweisen" , die Beziehung vernachlässigt, sich und/oder die Arbeit vernachlässigt, trotz Ermahnung weiter trinkt, aggressiv bei diesem Thema wird, dann ist das ein Hinweis auf Sucht!

Mache Nägel mit Köpfen! Entweder sucht er sich Hilfe (diese Woche! Nicht 2020!), oder Du gehst! Und das solltest Du dann auch tun! Was dann geschieht ist seine Sache. Er ist erwachsen. Und würde er nicht saufen wäre im das auch bewusst: Er ist für sich selbst verantwortlich! Noch etwas: Mit jeder Entgiftung ist es deutlich schwerer aufzuhören. Einfach deshalb weil sich die Sucht immer stärker manifestiert! Das es mit der ersten Entgiftung gleich klappt ist eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Die Einsicht das für die meisten Alkohol Genuss ist, aber dies eben nicht für einen Alki gilt dauert in der Regel länger! Viele Alkis träumen noch während der Entgiftung vom ersten Bier danach! Nur alkoholfreies, des Geschmackes wegen... Das geht keine vier Wochen gut. Und sie sind wieder dort wo sie vorher waren. Andere sind überzeugt kontrolliert trinken zu können. Das behaupten sie auch noch nach der 30. Entgiftung! Und es gibt genug Alkis die es auf deutlich mehr bringen! Hoffnungslose Fälle! Bitter Angehörige und Freunde, aber die Wahrheit!

Meiner persönlichen Ansicht nach sind Alkis die so handeln (Alkoholfreies Bier oder kontrolliertes Trinken) uneinsichtig. Sie sagen was die Therapeuten und Angehörigen hören wollen, aber sie wollen nicht aufhören. Die Einsicht das nur ein absoluter Verzicht auf Alkohol die einige Chance ist dauerhaft trocken zu bleiben fehlt ihnen. Und denen die so denken und handeln kann man nicht helfen! Die Einsicht und der Wille Trocken zu werden muss von innen heraus kommen.

Fazit: Arzt, Entgiftung, Reha. Oder packe deine Koffer und gehe!

Antwort von salome77,

Trenn Dich von ihm. Es ist auf keinen Fall feige. Die Freunde, die das behauptet haben, sollen sie sich doch ständig um ihn kümmern, damit Dein Freund besser drauf ist.

Mein Freund hat ähnliche Probleme gehabt. Er hat nicht eingesehen, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat. Er hat ständig behauptet, dass er nur Bier trinken würde und keine harten Sachen und das er es auch unter Kontrolle hätte. Hatte er aber nicht. Zum Feierabend musste es Bier sein, es ging nicht ohne, und feiern ohne Alkohol ging auch nie, auch wenn ich ihn darum gebeten hatte. Das Hauptproblem war, dass er einen Freundeskreis hatte und noch immer hat, bei dem es normal ist, sich volllaufen zu lassen. Und wenn man nicht trinkt, ist man uncool.

Am Anfang habe ich es noch ertragen. Ich habe mir auch eingeredet, das es nur Bier wäre. Irgendwann habe ich mir aber eingestanden, dass ich es nicht weiter ertragen kann und habe mich von ihm getrennt. Er hatte bei der Trennung ähnliche Drohungen ausgesprochen wie Dein Freund. Aber das war mir egal, für mich war eine Grenze überschritten und ich konnte und wollte nicht mehr zurück.

Ich bin froh, dass ich es getan habe. Mein Freund hat sch nicht umgebracht. Er hat aber immer noch den selben Freundeskreis und säuft noch immer. Von unseren gemeinsamen Freunden, die anders mit Alkohol umgehen, hat er sich gelöst.

Antwort von Minihawk,

Ich möchte mal kurz nachfragen, um was für Alkoholmengen es hier geht. Davon würde ich die Entscheidung abhängig machen, ob eine Trennung Sinn macht oder halt nicht.

Ist es viel zu viel Alkohol, so kann niemals von Feigheit die Sprache sein, Freunde, die von Feigheit sprechen, die würde ich als Freunde abschreiben, hohles Geschwätz, das können keine echten Freunde sein.

Kommentar von xlxSarahxlx,

Wir reden von Plus/Minus 9 Bier am Tag. Am Wochenende, wenn er feiert kann es gerne mal noch mehr werden...

Kommentar von Minihawk,

Das ist heftig. Ich würde drei bis vier Bier am Abend als handhabbar in einer Beziehung ansehen, mehr eher nicht ...

Kommentar von SingleMama,

Auch 3 Bier jeden Abend zu viel...

Kommentar von Minihawk,

Na, ich bin froh, dass du das nicht zu entscheiden hast und auch nicht die Wahrheit gepachtet hast ...

Antwort von CuriousGirl2,
  1. Fasse dich kurz. Das tue ich jetzt mal:

  2. Sind es seine Alkoholprobleme oder deine ?

Kommentar von MysterioserMann,

Hä?

Antwort von hannaso,

ihr redet auch manchmal miteinander?

Kommentar von xlxSarahxlx,

Ehh ja?

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