Freund hat Suizidgedanken?

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2 Antworten

Hallo.      

Gehe ich richtig davon aus, das er nicht nach PsychKG eingewiesen wurde sondern freiwillig in Abstimmung mit der Therapeutin sich eingewiesen hat? Denn dann stehen durchaus die realen Chancen, das er sich auch selbst entlassen könnte.     

Die Akustation einer psyhiatrischen Station, die in der Notaufnahme, konzentriert sich vorerst auf eine Herstellung der Grundstabilität in dessen Verlauf,  auf einen möglichst zeitnahen übergang in eine Therapie hingearbeitet wird, oft im offenen Bereich einer Station, letzten Endes werden die derzeitigen Fachärzte die Grundstabilität überprüfen bevor sie einen Patienten aus dem geschützten Bereich zur weiteren therapeutischen Behandlung verschieben (liebevoll gemeint). Kann eine Grundstabilität nicht festgestellt werden, werden sie verständlicherweise versuchen den Patienten weiter an die geschützte Station zu binden, die Absprachefähigkeit überprüfen und wenn diese nicht gegeben ist, wenn eine Fremd/Eigengefährdung befürchtet wird, mit einem Unterbringungsbeschluß nach dem PsychKG der weitere Aufenthalt erzwungen.     

Was kannst du Leisten? Erstmal ist es wichtig, das du selbst auf dich achtest und du dich durch die traurige Situation nicht selbst überforders, sagt dir deine Wahrnehmung das du dich selbst überforderst, gebe ein Stück der Last ab, übernehme bitte nicht die Verantwortung dafür, das hat etwas mit auf sich zu achten zu tun. 

Allein das Gefühl zu haben, da ist jemand im Backround, der für mich da ist wenn ich ihn brauche, wirkt für Betroffene oft stabilisierend und gibt Sicherheit, das vermittelst du bereits,  toll und großartig wenn man solche Freunde hat...👍     

Du hast ihm nun den Ball zugespielt, den Ball, das du zu ihm kommst und ihn vor Ort beistehst, nun muss er das für sich annehmen und zulassen können, gebe ihm die Zeit, die er braucht um damit zu arbeiten, Nachfragungen etc. können ihn durchaus unter Druck setzen,  Druck den er jetzt nicht brauchen kann.     

Die Zeit braucht er auch, um die jetzige Situation zu bearbeiten, zu reflektieren und um daraus eine für ihn stimmige Entscheidung zu treffen, impulsiv-Entscheidungen sind ineffektiv, oft kann ein Wechsel der Entscheidungsfindung beobachtet werden.     

Du solltest seine Entscheidung akzeptieren aber auch klar mitteilen das du für ihn da bist und auch (Nie vorwurfsvoll) mitteilen, das du eine weiterführende Theraoie für sinnvoll hälst und du ihn gerne dabei im Rahmen deiner Möglichkeiten unterstützten wirst.     

Liebe Grüße, FlyingDog 

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Sag ihm er soll nach einem anderen Therapeuten fragen. Mit sowas haben die Psychiater nicht zu spaßen.. Und empfehle ihm, in eine andere offene zu gehen. Offene ist aber sinnvoller als gehen..

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Kommentar von 0BladeChild0
05.11.2015, 17:05

Ja in der offenen kann er sich aber auch noch umbringen. Das ist das Hauptproblem. Ich versuche schon stundenlang ihn davon zu überzeugen, dass er da bleibt, oder wenigstens sagt, was ihm nicht passt. Leider kommt er da auf die Erwachsenenstation, da es in dem Krankenhaus keine Jugendstation gibt und da will er auch nicht hin. Bisher hat er auch gesagt, dass die Therapeuten die er bisher hatte, ihn alle nicht ernst genommen hatten, auch nicht die Sozialarbeiterin.

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Kommentar von NotHappyEnogh
05.11.2015, 17:07

Dann soll er sich eine andere Klinik suchen. Er scheint ja Hilfe zu wollen.. Es ist eher unwahrscheinlich, dass er sich in der offenen umbringen kann, nicjt, wenn er suizidgefährdet ist.

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Kommentar von NotHappyEnogh
05.11.2015, 17:13

Wie alt bist du?

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Kommentar von NotHappyEnogh
05.11.2015, 17:15

Ich weiß nicht inwieweit du da helfen möchtest, kannst etc. aber vielleicht kannst du sonst andere Kliniken ansprechen, ob die auch alutfälle aufnehmen

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