Frage von KyleBroflovski, 125

Freudig glaubt sie hatte Begegnung mit dem teufel , brauche logische Erklärung!?

sie lebt in Griechenland und ist demzufolge christlich . ich bin eher atheistisch und will ihr verklickern das das es weder teufel , noch sonst iwas war.
Sie hat mir erzählt sie hat mit ihren Freundinnen mal so ne Art teufelsbeschwörung gemacht ( Pyjama Party , ich glaube ich muss nicht weiter drauf eingehen :D )
sie ging mit ihren Freundinnen zu ihrem Religionslehrer und hat ihr das "gebeichtet" . so wie Religionslehrer halt sind hat sie gesagt sie sollen das nie wieder tun weil sie sich sonst satan anschließen .
weiter .
sie meinte sie hat am nächsten Tag schlecht geschlafen , hatte Kopfschmerzen und hat "die Anwesenheit von der Dunkelheit gespürt" was auch immer das heist . jedenfalls denkt sie es war satan oder ein Dämon , oder was weis ich was noch ...
meine Erklärung wäre das sie so hart daran geglaubt, hat das ihr Unterbewusstsein es als echt wahr genommen hat und sie somit auch das "sah" was sie sich Vorstellte. (den Freundinnen ging es ähnlich meinte sie.)
würde sie dieses "Ritual" ( wohl eher Party Gag)  als Atheistin durchführen würde sie sich davor und danach nicht anders fühlen als sonst auch.
kennt ihr irgendeine LOGISCHE erklärung ? da es für mich 100 % psychologisch Is und nicht religiöse Zusammenhänge hat, würde ich gerne Rat von Leuten hören die auch etwas Bibel-kritischer sind :D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 29

Das worunter sie leiden ist eine Paranoia. Verfolgungswahn. Weil sie glauben da sei etwas das sie verfolgt, reagieren Gehirn und in Folge Körper darauf und sorgen für Stress und Angstzustände.

Das Gefühl da sei "eine Dunkelheit" sind einfach die Hormone, welche das Gehirn ausschüttet, weil es sich durch diese Gedanken in Gefahr glaubt. Die Hormone erzeugen ein Gefühl der Vorsicht, der Angst und des Unwohlseins, welches als Gefahr von außen interpretiert werden kann.

Das heißt die Präsenzen welche die Betroffenen spüren kommen in Wahrheit von innen, nicht von außen. Menschen haben nicht die nötigen Rezeptoren um solche äußerlichen Präsenzen wahrnehmen zu können.

Zu guter letzt widerspricht der Glaube an eine Hölle und einen Teufel dem Glauben an Gott. Da Gott als allwohlwollendes Wesen bezeichnet wird, also das absolute Gute, wäre eine Hölle ein direkter Erpressungsversuch.

"Entweder du glaubst an mich oder du brennst" ist eine andere Übersetzung von "Geld oder Leben".

Oder so ausgedrückt:

Jesus: Lasst mich ein ihr Leute!

Leute: Warum?

Jesus: Damit ich euch retten kann!

Leute: Wovor?

Jesus: Vor dem was ich euch antue, wenn ihr mich nicht reinlasst!

Klingt sehr wohlwollend und gütig, nicht wahr?

Also selbst wenn du sie vom Glauben an Gott nicht abbringen kannst, der Glaube an die Hölle widerspricht Gott nach allen Regeln der Logik.

Kommentar von KyleBroflovski ,

endlich eine hilfreiche Antwort danke .sie meinte sie hat ihre Mutter zu sich gerufen . sie hat ihr ein paar nette Worte gesagt , von wegen mach dir keine Sorgen und so . und an ging es wieder. also es ist schon ein Jahr her

Kommentar von Andrastor ,

ist ja ganz schön lange her. Aber wenn ein paar nette Worte ausreichen, dann kann es ja nicht so schlimm gewesen sein.

Aber genau aus diesem Grund sag ich immer: Wenn man auch nur zu 1% an solche Dinge glaubt, sollte man solche Beschwörungen, egal wie sie geartet sind, sein lassen.

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen :)

Antwort
von Kendall, 62

Mich würde interessieren, welches Ritual das en detail ist. Das wäre in dem Zusammenhang durchaus nicht unwichtig.

Grundsätzlich kann man sich ganz schnell in etwas hineinsteigern, besonders, wenn man einem Ereignis sehr viel Wert beimisst. Worum ging es denn in dem Ritual und was war das tatsächliche Resultat desselben? Wie lange liegt es zurück?

Wie gesagt, etwas zu "spüren" ist dann leicht, wenn man einer Sache großen Wert beimisst und sich damit auseinandersetzt.

Wie geht es denn den Freundinnen, die an dem Ritual beteiligt waren?

Kommentar von KyleBroflovski ,

so ne Mist wie 3 mal Bloody Mary sagen schätze ich. es waren 15 jährige Mädchen auf einer Pyjama Party xD .

Kommentar von Kendall ,

Ok, das ist eine alte urban legend, die sich hält. Jugendliche bringen sich in einen bestimmten Rauschzustand (sei es durch Substanzen wie Alkohol oder einer Gruppenerwartung) und arbeiten daran, sich jeweils in den Eindrücken des Anderen zu bestätigen.

Auch aus nicht-atheistischer Sicht ist das unsinnig und absolut nicht effektiv. Kein Spirit dieser Welt wird sich aufgrund dieses Bloody-Mary-Dings manifestieren. Das kannst Du ihr gerne so sagen - aus nicht-atheistischer Sicht:).

Davon abgesehen hat der Religionslehrer keine Ahnung, wovon er redet. Und hat dazu beigetragen, ihr nach diesem kindlichen Kram noch mehr Angst zu machen. Das ist halt einfach nur ein Spaß, nichts weiter.

Kommentar von KyleBroflovski ,

es war nicht dieses bloody Mary Ding . das war nur meine Annahme weil , was machen sonst Mädchen die sich auf ner Pyjama Party gruseln wollen . vermutlich haben sie etwas im Internet gesehen und nach gemacht. alles Humbug wenn du mich fragst :D

Kommentar von Kendall ,

Wie lange liegt es zurück? Wie geht es den anderen Mädels damit? Wie sehr belastet sie diese Angst? Das sind drei nicht unwichtige Fragen in diesem Zusammenhang. Auch, um das psychologisch einzuordnen.

Wenn es z.B. letztes Wochenende war, dann wird sie da relativ schnell drüber hinwegkommen und das vergessen. Aber wenn es schon lange zurückliegt und sie immer noch belastet, ist das psychisch durchaus ernstzunehmen und auch nicht mehr einfach nur wegzureden, weil es dann ja zumindest über einen langen Zeitraum für sie existent ist.

Kommentar von KyleBroflovski ,

Es war nur Ruben tag Lang . und Es war Vor einem jahr. Sid hat Es als . Ich zetiere : Es war mein grueligstes erlebnis ☺️"

Kommentar von Kendall ,

Ich war nicht in der Lage, den Teil "Sid hat Es als" zu verstehen.

Darüber hinaus habe ich hier teilweise den Eindruck habe, dass Du eher Dein Weltbild bestätigt haben, als ihr helfen möchtest. In der Hinsicht verhältst Du Dich auch nicht viel besser als ein tiefgläubiger Katholik. Wenn sie wirklich seit einem Jahr darunter leidet, dann wird ihr die Sichtweise einer Person, die auch "etwas bibel-kritischer ist:D" nicht wirklich weiterhelfen. Das ist so festgefahren und offenbar mit einem so hohen Leidensdruck verbunden, dass sie evtl. in die Hände eines Therapeuten gehört.

Was man ihr noch anbieten könnte, aber das wirst Du hundertprozentig nicht tun, so wie ich Dich erlebt habe, wäre, sich ein gutes Bannungsritual (z.B. "Das kleine bannende Pentagrammritual") herauszusuchen, das jede solcher negativen Anwandlungen vertreibt, wenn man es einmal ausführt.

Der Hauptgrund, warum ich das nahelege, ist, dass es eine psychische Wirkung hat. Wenn sie tendenziell an okkultistische Dinge glaubt, dann wird ein Bannungsritual ihr helfen, ihrer Psyche zu suggerieren, dass danach alles in Ordnung ist. Aber ehrlich gesagt, habe ich den Eindruck, dass Du selbst ideologisch so festgefahren bist wie auf der anderen Seite ein 80jähriger Priester, der dem Papst den Ring küsst, und deshalb wirklich nicht der richtige Ansprechpartner, um hier eine positive Wendung zu erreichen.

Wenn der o.g. psychische Trick nicht hilft, muss sie dringend jemanden konsultieren, der sich mit posttraumatischen Erlebnissen auskennt, weil dieses Ritual, das Du mir bis dato nicht beschreiben kannst, offenbar (ob real oder nicht) etwas mit ihr gemacht hat, das man ernstnehmen muss. Aber anstatt es ernstzunehmen, verlachst Du es in einer Tour, während Du eine wirklich schwere Problematik schilderst. Das wiederum führt mich zurück zu der Frage, ob Du Dich nur über sie lustig machen willst, damit Dein eigenes Weltbild nicht ins Wanken gerät oder wirklich eine Hilfe sein möchtest.

Antwort
von flash97, 47

Servus Atheist also ich und ich glaube es viel mit der psyche zu erklären aber gerade bei ritualen wo man den teufel beschwört glaube ich das nicht mehr also ich glaube auf keinen fall das man den christlichen teufel beschwört aber ich glaube an übernatürliches also kann es meiner meinung nach sein das sie tatsächlich in kontakt mit irwas getreten sind ( unwahrscheinlich dafür muss man das anders machen) und den rest macht ihr glauben ja das war der un der

Kommentar von KyleBroflovski ,

nen mich nicht gleich Atheist . ein bisschen von einem Agnostiker steckt auch in mir drin :D

Kommentar von flash97 ,

Das wollte ich nicht sagen ich wollte sagen das ich einer bin ;-)

Kommentar von KyleBroflovski ,

auserdem war es nicht gleich ein heidnische Ritual. war bestimmt iwas was die im Internet gelesen haben .

Kommentar von flash97 ,

ich hatte jetzt an eine seance gedacht aber was weiß ich aber was ich denke steht oben

Kommentar von KyleBroflovski ,

ok trotzdem danke :D

Antwort
von JaniXfX, 39

Hallo!

Ich finde, dass die Frage sehr anmaßend ist. Ich verstehe nicht, wieso Du Deine Bekannte erziehen willst? Weil Du Dich als aufgeklärter Jungspund für etwas Besseres hältst?

Die Menschen verstehen nicht, dass zwischen Religiosität und Atheismus kein Unterschied herrscht. Es sind zwei Paradigmen, zwei Weltanschauungen, die sich jede mit ihrer eigenen Logik begründen. Die Logik des einen funktioniert jedoch nicht im Paradigma des Anderen: Deine Physik-Sprüche greifen bei ihr nicht und ihr Satan greift in Deiner Aufgeklärtheit nicht. Schändlich ist jedoch, dass immer ein Paradigma glaubt, es habe Recht, weil es sich automatisch von dem anderen angegriffen und bedroht fühlt. Dabei könnten doch beide mit ihren verschiedenen Weltansichten nebeneinander existieren, oder?! 

Drastischer: In manchen Kulturen ist ein Ehrenmord etwas Gutes. Für unsere Kulturwelt ist es etwas schlechtes, da das Leben der zu ermordenden Schwester mehr wehrt ist, als die Familienehre. Beide Ansichten existieren auf dieser Welt - aber wer darf nun Recht behalten? Der Mächtigere, Größere? Der Lautere, der mit mehr Gewalt seine Interessen durchsetzt? EIGENTLICH dürfte zwischen beiden Ansichten kein Unterschied gemacht werden.

Noch drastischer: Hitler hatte auch eine Kulturansicht, die er mit aller Durchsetzung auf dieser Welt verteilen wollte. An vielen Stellen haben wir aus dieser Geschichte noch immer nichts gelernt, sondern wollen unser Denken von "richtig und falsch" der ganzen Welt aufsetzen.

Kommentar von ralphdieter ,

Ich finde, dass die Frage sehr anmaßend ist

Wieso das? Eine Freundin hat ein Problem und bittet den Fragesteller um Rat. Nun weiß er nicht recht, wie er seine Ansicht formulieren soll und stellt deshalb hier auf GF eine Frage.

Du rätst ihm nun, die Klappe zu halten, weil seine Meinung nicht die absolute Wahrheit ist. Wärst Du konsequent, müsstest Du deinen Rat auch selbst beherzigen; sonst fallen Deine Unterstellungen auf dich selbst zurück:

Weil Du Dich als aufgeklärter Jungspund für etwas Besseres hältst

Kommentar von JaniXfX ,

Hallo Ralph! 

Lies doch bitte die Frage noch mal. Die Freundin hat ihn nirgendwo gebeten, diese Frage hier zu stellen. Sondern der Fragesteller möchte wissen, wie er seine Freundin davon abbringen kann, an den Teufel zu glauben. Und das finde ich anmaßend, seine eigene Perspektive über die der Anderen zu stellen.

Irgendwie scheint es auch state of the art zu sein, zu allem eine eigene Meinung haben zu müssen und diese mitzuteilen bzw. dem anderen aufzuzwängen. Muss doch gar nicht!

Kommentar von ralphdieter ,

Lies doch bitte die Frage noch mal

Hab' ich, und sogar noch alle Antworten und Kommentare dazu:


Kommentar von KyleBroflovski, vor 12 Std

sie will aber meine Meinung hören



Das Problem der missionierenden Atheisten kenne ich nur zu gut. Aber das ist sicher nur eine lautstarke Minderheit; es sollte nicht dazu führen, jedem präventiv aufs Maul zu hauen. Ich finde, Du hast in deiner Antwort überreagiert.

Kommentar von JaniXfX ,

in Anbetracht dieses Kommentares, ja. Ich hab die Kommentare nur überflogen... Die Frage hatte da eine für mich sehr deutliche Färbung. Und wenn sich der Fragesteller präventiv auf's Maul gehauen fühlt, kann er ja gern mit mir reden. Das muss kein dritter User tun, der für ihn in die Bresche springt.

Kommentar von KyleBroflovski ,

wie gesagt . sie will meine Meinung hören und diese ist nunmal Psychologisch geprägt Und nicht gläubig

Kommentar von JaniXfX ,

so versteht die interkulturelle Psychologie zuerst, dass Kulturen verschieden sind.

Kommentar von JaniXfX ,

Ich habe aber noch mal geguckt - dann hat Dir ja eigentlich keiner eine wirkliche Antwort gegeben, was Deine Frage betrifft. Ups. Und auch die Andrastor-Antwort ist wirklich unwissenschaftlich.

OK, sollte ich vielleicht doch etwas brauchbares schreiben. Kannst Du, KyleBroflovski, noch mal genauer wiedergeben, was das für ein Erlebnis war? Sie hat mit Freundinnen gespielt und fühlt sich nun verfolgt? Ist sie mit den Freundinnen noch im Austausch? Das Ur-Erlebnis war vor einem Jahr, gab es da wiederholungen? Wann kam es zu den Verfolgungs-Erscheinungen? Zufällig NACHDEM sie mit dem Religionslehrer drüber sprach?

Kommentar von ralphdieter ,

Zufällig NACHDEM sie mit dem Religionslehrer drüber sprach?

Genau das kam mir beim Lesen zuallererst in den Sinn. Aber da schwangen alte Erinnerungen mit, was mich zu einem denkbar schlechten Ratgeber macht. Deshalb habe ich meine Antwort nicht abgeschickt.

Ich befürchte, dass die Albträume nicht vom Ritual verursacht wurden, sondern von den Äußerungen ihres Religionslehrers.

Denkst Du in die gleiche Richtung? Dann wäre ich Dir dankbar, wenn Du diese Theorie hier sachlich erörtern könntest.

Kommentar von JaniXfX ,

lass uns mal noch warten, was der Kyle sagt... ich hab schon genug gemutmaßt ...

Kommentar von KyleBroflovski ,

dann hast du schlecht geguckt . diese Antwort fand ich hilfreich :
Das worunter sie leiden ist eine Paranoia. Verfolgungswahn. Weil sie glauben da sei etwas das sie verfolgt, reagieren Gehirn und in Folge Körper darauf und sorgen für Stress und Angstzustände.
Das Gefühl da sei "eine Dunkelheit" sind einfach die Hormone, welche das Gehirn ausschüttet, weil es sich durch diese Gedanken in Gefahr glaubt. Die Hormone erzeugen ein Gefühl der Vorsicht, der Angst und des Unwohlseins, welches als Gefahr von außen interpretiert werden kann.
Das heißt die Präsenzen welche die Betroffenen spüren kommen in Wahrheit von innen, nicht von außen. Menschen haben nicht die nötigen Rezeptoren um solche äußerlichen Präsenzen wahrnehmen zu können.
Zu guter letzt widerspricht der Glaube an eine Hölle und einen Teufel dem Glauben an Gott. Da Gott als allwohlwollendes Wesen bezeichnet wird, also das absolute Gute, wäre eine Hölle ein direkter Erpressungsversuch.
"Entweder du glaubst an mich oder du brennst" ist eine andere Übersetzung von "Geld oder Leben".
Oder so ausgedrückt:
Jesus: Lasst mich ein ihr Leute!
Leute: Warum?
Jesus: Damit ich euch retten kann!
Leute: Wovor?
Jesus: Vor dem was ich euch antue, wenn ihr mich nicht reinlasst!
Klingt sehr wohlwollend und gütig, nicht wahr?
Also selbst wenn du sie vom Glauben an Gott nicht abbringen kannst, der Glaube an die Hölle widerspricht Gott nach allen Regeln der Logik.

Kommentar von KyleBroflovski ,

auserdem weis ich sehr wohl was ich ihr antworten würde . kann aber schlecht formulieren und habe gehofft jemand hat von Psychologie ne Ahnung und kann alles auf den Punkt bringen  

Kommentar von KyleBroflovski ,

und Vergleich mich nicht mit Hitler -.-

Kommentar von JaniXfX ,

Hallo Kyle - die Antwort, die Du hier kopiert hast, fand ich wenig hilfreich (und auch kein stück wissenschaftlich/ Psychologisch). Einfach zu sagen, da gäbe es ein Gehirn und auch Angst und Hormone erklärt die Situation einfach kein Stück.

Zunächst würde ich mir angucken, was das für eine Gruppe ist, in der sie lebt. Das heißt eine religiöse Gemeinde ist durchaus stark kohäsiv, also hat große interne Bindungen, oftmals moralisch fixe Normen und weiß genau zu unterscheiden, wer dazu gehört (ingroup) und wer nicht (outgroup). Genau so weiß sie auch, was sie für gut befindet und was schlecht ist. Religionen zeichnen sich dadurch aus, dass die existierenden (moralischen) Wertbilder besonders verschärft sind. Das schafft ein stärkeres Kohäsionsgefüge, macht den Zusammenhalt stärker, erschwert es jedoch auch auszutreten und macht es umso dramatischer wenn man nicht mehr dazu gehört, da ein ganzes Weltbild zusammenbricht. So viel zunächst dazu, welchen Stellenwert das Ganze für sie hat.

Nun kommt ein Abend, der genau diese Grenzen austestet. Mit ein paar Freundinnen (also einer vielleicht konkurrenten oder rebellischen Gruppe) wird an den Grundfesten des ersten Gefüges gefeilt. Du musst verstehen: Da geriet etwas sehr bedeutsames für sie ins wanken! Alleine hätte sie sich das niemals getraut. Die Spielchen, die die Mädels gemacht haben, sind darauf ausgelegt, dass sie mysteriös und spukhaft wirken. Mit einem gewissen Vorbehalt in dieses Spiel zu gehen (Halo/ Priming) sorgt dafür, dass sämtliches Geschehen des Spiels umgedeutet wird (Heuristik). Folglich kommt es ihr so vor, dass tatsächlich der Spuk oder Teufel sie erwischt hat.

Zunächst ist ein einmaliges Erlebnis noch nicht schlimm. Traumata entstehen erst durch Wiederholungen. Die Wiederholung könnte an dieser Stelle der Lehrer sein, der das Tragische des Spieles nochmals hervorgehoben hat. Die ohnehin schon existierenden Moralvorwürfe (und dass sie dafür bestraft gehört) verschärfen sich. Die eigentlich Wut und Frustration, die sie hegt, kehren sich gegen sie selbst. Sie hat das Gefühl verfolgt zu werden (in allen paranoischen Ausprägungen liegt fast immer, dass die Klienten eigentlich selbst Aggressionen hegen, diese aber umgekehrt gegen sich selbst gerichtet sehen).

So viel vielleicht zu der Erklärung, was da passier sein KÖNNTE.

Nun kann man sie nicht einfach aufklären, sondern muss (siehe Anmerkung interkultureller Psychologe) eine für sie und in ihrer Welt gültige Übersetzung schaffen. Das würde zunächst bedeuten, dass wir die Ur-Situation sowie den verstärkenden Religionslehrer einbeziehen müssten, um den Konflikt zu lösen. Umkehrritual oder dass der Lehrer das Spiel als nicht schlimm deklariert. 

Kommentar von JaniXfX ,

und sorry... das mit dem Hitler war provokant, bezog sich übrigens auf alle, die gerade in der westlichen Welt leben.

Und übrigens: ich bin Psychologe.

Kommentar von KyleBroflovski ,

ok . also das einzige Muster was ich hier erkenne ist das der Lehrer schuld ist . stimmt's ? :D

Kommentar von JaniXfX ,

ne. Steht da auch nicht. Psychologen beantworten nie die Frage nach Schuld, sorry. Es Traumata brauchen einfach mehrfach wiederholte Verkehrungen. Und beim Lehrer passierte eine davon. Man kann mit ihm gemeinsam aber gut an der Ur-Situation (Dem Spiel) arbeiten, das bietet sich hier an.

Antwort
von JohannVanLindt, 32

Man kann glaubende Menschen nicht mit Argumenten und Fakten beikommen, sonst würden sie ja nicht glauben.

Kommentar von KyleBroflovski ,

sie will aber meine Meinung hören

Antwort
von PersiaPrince, 20

Wenn Gott wollte, er könnte dich zu sich führen, aber du hast zuviel Müll in deinen Gedanken, tja, das Schlechte hat dich eben fest im Griff und wenn du Gott eigenschaften unterstellst, die nur der abschaum der Menschheit besitzt, dann bist du definitiv ein Höllenbewohner, denn du tust es, obwohl du verstand besitzt. Gott interessiert sich nicht für deine Geheimnisse, sondern für deine Taten, für dein Verhalten gegenüber dieser Welt, gegenüber ihm. Und an Jesus musste zwangsläufig glauben, denn es gab ihn, ob du willst oder nicht...

Kommentar von KyleBroflovski ,

hinfort mit dir 😂😂😂

Kommentar von KyleBroflovski ,

wenn Gott wollte , würde er alle kriege und allen Hunger auf der Welt beenden ? warum sollte ich ihn interessieren , gibt genug anderen Sch*iß auf der Welt den er durchgehen lässt ...

Kommentar von PersiaPrince ,

Das stimmt so nicht ganz, denn er hat uns den freien Willen gegeben, und dass, was im Moment passiert ist der Preis dafür...

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