Freude für demenzkranke Großmutter?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Kannst du Musik für sie Zusammenstellen und eine Pflegerin bitten, ihr die Musik vorzuspielen? Demenzkranke haben manchmal noch Freude an Liedern ihrer Jugend. Versuch Schlager aus ihrer Jugendzeit zu finden, aber auch Volkslieder, die sie vielleicht in der Schule gesungen haben könnte.

Auch wenn Demenzkranke intellektuell nicht mehr erreichbar sind, so sind sie emotional noch lange ansprechbar, z. B. durch Musik, die Erinnerungen wecken könnte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo endura,

versuch doch Deine Großmutter einfach mit kleinen Quizs, also leichten Fragen von früher oder einfachen Rätseln zu fordern (aktivieren) und sie so zum Erinnern und Erzählen zu animieren. Das kannst ihr (laut) vorlesen oder wenn es von den Augen noch geht auch mal Kärtchen zuordnen lassen. Das macht Deiner Großmutter (und vielleicht auch Dir?) sicher Spaß!

Bei Demenzkranken ist meist das Langzeitgedächtnis noch gut intakt, d.h. alles was vor 20 Jahren (oder viel länger) war ist gut im Gedächtnis präsent und häufig mit freudigen Erinnerungen assoziiert!

Du könntest z.B. die Titel von alten Schlagern oder alten Werbesprüchen vervollständigen lassen oder Fragen zu Märchen stellen (z.B. aus welchem Märchen kommt "Knusper Knusper ..... wer nagt an meinem Häuschen"), oder nach Kochtricks fragen (z.B. was ist egalisieren, was ist tranchieren), berühmte Paare (wer gehört zu wem (Adam zu Eva, Hänsel zu Gretel, Siegfried zu Roy, ...) etc .... Je nachdem halt was Deine Großmutter früher gerne getan hat!

Viele Ideen und Vorlagen dazu findest Du bei http://www.aktivierungen.de - das ist eine tolle Seite und die Vorlagen können für gerade mal 1 oder 2 Euro einfach als PDF heruntergeladen werden! Dort sind jetzt mehr als 250 fertige Vorlagen und damit ein unersetzbarer Fundus an Ideen.

Und wichtig: diese Art der Aktivierung sollte auch Dir und ggf. Deiner Mutter Spaß machen, damit ist es einfacher eine Kontinuität der Beschäftigung für Deine Oma zu erreichen.

Viel Erfolg - und ich freu mich auch auf eine Rückmeldung zu den Ideen,


Tabu


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich weiß, wovon du sprichst. Ich habe meine Mutter 5 Jahre zusammen mit meinem Mann (er war schon in Rente, ich bin noch voll berufstätig) gepflegt und 8 Jahre im Pflegeheim betreut.

Es tut schon weh, wenn man den körperlichen Abbau sieht.

Ich habe mit meiner Mutter immer Puzzels gemacht (mit großen Teil), habe ihr vorgelesen, Bilder von früher gezeigt, sie im Rollstuhl umeinandergefahren, ihr einen Joghurt gefüttert, oder einfach nur die Hand gehalten und ihr gesagt, dass ich sie ganz arg lieb habe.

Was von diesen Dingen bei deiner Oma geht, weiß ich jetzt natürlich nicht.

Alles Gute dir und viel Kraft!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?