Frage von XmyxquestionsX, 24

Fressattaken in der Klinik. Was tun dagegen??

Bin ja wegen Bulimie in der Klinik. Habe zwischen den Mahlzeiten immer mega die Fressattaken. Ich weiß echt nichtmehr weiter. Wiege schon 53kg auf 1.66m. Ich fühle mich so unwohl!

Antwort
von Seanna, 24

In der Klinik gibt es professionelle Ansprechpartner für genau solche Fragen, die auch deine individuelle Situation kennen.

Was sollten wir dir hier mehr sagen können als die?

Antwort
von howelljenkins, 18

wenn du wegen essstoerung in einer klinik bist und probleme hast, die mit der essstoerung zu tun haben, frag doch einfach mal die aerzte/therapeuten vor ort, hm?

Antwort
von ackerland003, 15

Sofort muss Schokolade her oder eine Tüte Chips! Plötzlich läuft der Körper wie ferngesteuert, der Drang nach Essen oder bestimmten Lebensmitteln ist kaum mehr kontrollierbar. Das kann mehrere Ursachen haben. Vielleicht ist der Magen leer oder der Blutzuckerspiegel im Keller. Manchmal fehlt Flüssigkeit.Oft genug geht es gar nicht ums Essen, sondern Stress, Frust oder alte Gewohnheiten brechen sich Bahn. Heißhunger-Attacken lassen sich mit regelmäßiger Ernährung vermeiden. Wer lernt, die plötzlichen Essgelüste richtig zu deuten, ist ihnen nicht mehr schutzlos ausgeliefert.Heißhunger signalisiert MangelHunger entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Signale. Dehnungs-Sensoren merken, dass der Magen leer ist. Chemorezeptoren erkennen, ob genug Nährstoffe da sind.Auch die Fett- und Zuckerreserven spielen eine Rolle. Ist der Blutzuckerspiegel zu niedrig, wird das Signal „Hunger“ ausgelöst. Gut gefüllte Fettspeicher signalisieren dagegen langfristige Sättigung. Nicht zuletzt sind Hormone und Neurotransmitter beteiligt, die im Gehirn das Gefühl von Hunger oder Sättigung entstehen lassen.Ein leerer Magen rebelliertHeißhunger kann bedeuten, dass lange nichts gegessen wurde und der Magen leer ist. Die wichtigste Heißhunger-Bremse ist regelmäßiges Essen. Ideal sind drei bis fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Wer abnehmen möchte, isst einfach kleinere Portionen. Auch bei einer Diät sollten mindestens 1.200 Kalorien pro Tag aufgenommen werden.Ballaststoffreiche Lebensmittel füllen den Magen und verzögern so das Hungergefühl. Vollkorngetreide, Gemüse und Obst liefern dabei relativ wenig Kalorien. Achten Sie auf genügend Eiweiß. Eiweißreiche Speisen benötigen mehr Zeit zum Verdauen und bleiben länger im Magen. Fettarme Milchprodukte und Käse sowie fettarmes Fleisch und Fisch enthalten viel Eiweiß, aber wenig Kalorien.Blutzucker gleichmäßig haltenGlukose im Blut dient als schneller Energiespender. Der Körper versucht die Menge dieses Zuckers im Blut konstant zu halten. Kommt kein Nachschub, meldet er „Hunger“. Jetzt bitte nicht zu Süßem greifen! Aus Süßem gelangt der Zucker zu schnell ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Sofort wird reichlich Insulin ausgeschüttet, um den Zucker abzutransportieren. Durch diese Überreaktion sinkt der Blutzuckerspiegel sogar unter den vorherigen Wert.Besser als Süßes sind kohlenhydratreiche Lebensmittel, in denen die Zuckerbausteine in komplexer Form vorliegen. Das können zum Beispiel Nudel-, Getreide- oder Kartoffelgerichte mit Gemüse sein. Wer unbedingt etwas Süßes möchte, isst eine Quarkspeise oder Milchreis mit Obst. Auf die Schnelle hilft ein Fruchtjoghurt, Obst oder Trockenfrüchte.Flüssigkeit füllt den MagenManchen Menschen fällt es schwer, zwischen Hunger und Durst zu unterscheiden. Wer unsicher ist, sollte erst einmal etwas trinken. Das dehnt auf jeden Fall den Magen und lindert oft Heißhunger fürs Erste. Ein Glas Wasser vor dem Essen führt außerdem dazu, dass man weniger Nahrung und weniger Kalorien zu sich nimmt. Auch eine Brühe oder Suppe hilft bei plötzlichem Hunger. Am besten trinken Sie mindestens 1,5 Liter über den Tag verteilt.Seelischen „Hunger“ stillenHeißhunger überfällt uns auch mal, wenn wir gestresst oder frustriert sind, wenn wir uns langweilen, einsam oder traurig sind. Wer es gewohnt ist, sich in solchen Situationen mit Essen zu verwöhnen, wird bald statt Frust oder Langeweile körperlichen Hunger verspüren.Fatal dabei: Essen hilft nicht gegen den seelischen „Hunger“. Meistens verstärkt es das schlechte Gefühl zusätzlich. Achten Sie mal darauf, in welchen Situationen der Heißhunger kommt. Finden Sie heraus, was Sie wirklich brauchen. Vielleicht tut Ihnen ein Spaziergang oder Sport gut, vielleicht ein nettes Telefonat, gute Musik oder ein Entspannungsbad.Gute Gewohnheiten, keine VerboteGewöhnen Sie sich einen regelmäßigen Mahlzeiten-Rhythmus an. Alle drei bis vier Stunden ist zumindest ein kleiner Snack fällig, damit der große Hunger gar nicht erst aufkommt. Essen Sie langsam und bewusst. Auch Lieblings-Leckereien haben ihren Platz im Speiseplan, denn Verbote verstärken nur das Verlangen. Genießen Sie Ihre Lieblingsspeise ab und zu in kleinen Mengen. Wenn Sie Süßes direkt nach dem Essen verzehren, gerät der Blutzuckerspiegel nicht aus dem Ruder. So sind sie gut gegen Heißhunger-Attacken gewappnet.Das hilft, Heißhunger zu vermeiden:

- Regelmäßig essen, spätestens alle drei bis vier Stunden.- Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse bevorzugen.- Genug Eiweiß aufnehmen. Ideal sind kalorienarme Varianten wie fettarme Milchprodukte und Käse, fettarmes Fleisch und Fisch.- Keine Lebensmittel komplett verbieten. Süßes in kleinen Mengen bewusst genießen, am besten nach dem Essen.- Ausreichend trinken.- Langsam essen, damit das Signal „satt“ rechtzeitig ankommt.- „Hunger“ hinterfragen: Was brauche ich wirklich? Aufmerksamkeit, Trost, Anregung, 

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