Frage von Shanoby1997, 64

Fremde Person bestellt auf meinen Nachnamen Artikel - wer haftet?

Hallo Community,

Folgendes hat sich letztens bei uns ereignet: Wir bekamen Post von einer Inkassofirma, die im Auftrag von amazon.de Schulden eintreiben will in Höhe von 1250€ für mehrere Spielekonsolen. Dies soll allerdings bereits im März der Fall gewesen sein. Das irritierende an der ganzen Sache war, dass bei den Bestellungen zwar unser Nachname und unser genauer Wohnort angegeben worden ist, allerdings wurde stets ein Vorname angegeben, welchen man in unserem Haushalt nicht findet. Wir waren bereits bei der Polizei und haben Anzeige erstattet, da der Täter auch die Pakete abgefangen haben muss. Wir gehen davon aus, dass der Täter entweder im Treppenhaus den Paketboten abgefangen hat oder gar eingebrochen ist, da die Pakete immer bei uns entgegen genommen worden sind, wie der Dienstleiter UPS bestätigt hatte. Desweiteren ist unsere Wohnung immer bis frühestens 13 Uhr leerstehend, da wir alle zur Schule/Arbeit gehen.

Folgendes Problem besteht aber nun: Die Inkassofirma fordert bis zum 15.06.2016 das Geld von uns, andernfalls wird dies via Gericht geklärt. Ist es sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten? Müssen wir überhaupt bezahlen, wenn der angegebene Vorname bei uns nicht existiert, aber man trotzdem keinen Einbruch o.Ä. durch eine dritte Person nachweisen kann?

Antwort
von peterobm, 45

die Inkasso lasst da mal raus; wendet euch an Amazon und fragt mal da nach; bzw. stellt dort klar, dass es diesen Vornamen in eurem Haushalt nicht gibt und stellt Widerspruch. Reicht auch die Anzeige mit ein. 

Einen Anwalt braucht ihr im Vorfeld noch nicht. 

Antwort
von franneck1989, 20

Du haftest zumindest nicht, denn du hast die Bestellungen nicht getätigt. Da du nach deiner Schilderung die Pakete auch nicht angenommen hast, hat die Gegenseite auch nichts in der Hand.

Lass dich bloß nicht vom Inkasso verunsichern. Einmalig das ganze zurück weisen und dann mal schauen, was kommt. Nur bei Post vom Gericht muss dann reagiert werden

Antwort
von Artus01, 29

Teilt der Inkassobude einmalig schriftlich mit daß ihr die Bestellungen nicht getätigt habt und bereits Anzeige erstattet wurde.

Auf die weitern folgenden Drohbriefe nicht mehr reagieren. Erst wenn ein Mahnbescheid (von einem richtigen Gericht) kommt, müßt ihr diesem vollumfänglich wiedersprechen.

Antwort
von FSD21, 33

Auf gar keinen Fall solltet Ihr das Inkasso-Unternehmen bezahlen.

Außerdem sollte dem Inkasso-Unternehmen verboten werden, dich erneut zu kontaktieren.

Wenn es dann vor Gericht geht benötigt Ihr einen Anwalt

Antwort
von martinzuhause, 32

erst mal brauchst du keinen anwalt. teile dem inkasso mit, das du weder ware bestellt noch empfangen hast. sie möchten dir doch bitte prüffähige unterlagen zusenden die du dann erst mal prüfen möchtest. anziege gegen unbekant hast du bereits erstattet.

gleichzeitig verbittest du dir jeden weiteren kontakt und untersagst die weitergabe und nutzung deiner daten.

das inkasso darf dann gerne vor gericht gehen. erst dann brauchst du einen anwalt

Antwort
von bronkhorst, 4

Schreibt Amazon, dass Ihr der Forderung widersprecht, da Ihr keinen Vertrag eingegangen seid und fordert sie auf, die Forderung zurückzunehmen, das Inkassobüro zurückzupfeifen und sämtliche Meldungen bei Schufa und anderen Auskunfteien zu diesem Thema zurückzunehmen.

Legt eine Kopie der Anzeige für den Vorgang bei.

Sicherheitshalber solltet Ihr in etwa zwei Wochen mal bei der Schufa eine kostenlose Eigenabfrage machen und schauen, ob das irgendwelche Spuren hinterlassen habt.

Antwort
von Mignon4, 23

Ja, es wäre gut, wenn ihr einen Rechtsanwalt konsultiert.

Möglicherweise handelt es sich um eine Namensverwechslung oder ein kriminelles Delikt. Bezahlt im Augenblick gar kein Geld. Teilt dem Gläubiger und/oder dem Inkassobüro mit, dass es sich um eine Verwechslung oder eine kriminelle Handlung handeln muß und dass ihr bereits Anzeige erstattet habt. Gebt das Aktenzeichen der polizeichen Anzeige an.

Solltet ihr noch mehr Mahnungen mit oder ohne Drohungen (Schufa-Eintrag usw) von dem Inkassobüro erhalten, ignoriert sie. Erst wenn vom Gericht ein Mahnbescheid kommt, müßt ihr innerhalb der darin angegebenen Frist schriftlich Widerspruch einlegen. Dann könnt ihr in dem folgenden Prozeß eure Argumente vortragen.

Also: Nichts bezahlen und abwarten!

Kommentar von franneck1989 ,

Ich stimme dir weitestgehend zu, nur einen Rechtsanwalt würde ich noch nicht einschalten. Das muss man erst, wenn wirklich Klage eingereicht wird. Ansonsten läuft man Gefahr auf den Kosten sitzen zu bleiben

Antwort
von maxim65, 23

Der Forderung aufjeden Fall widersprechen und warten was passiert. Wenn nötig dann später einen Anwalt einschalten


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