Frage von Knuutschkuugeel, 138

Freizeitpferd nach diesen Kriterien?

Hi ihr Lieben :) ich hab mal wieder eine Frage bezogen auf Pferde.

Eine Freundin ist momentan auf Pferdesuche, nachdem ihr Pony leider eingeschläfert werden musste.

Nun hab ich mich dazu bereit erklärt, ihr zu helfen und sie hat einiger für sie wichtige Auswahlkriterien aufgestellt.

Wir haben uns dazu entschlossen, erstmal ne Liste mit Rassen aufzustellen, die allein nach diesen Kriterien in Frage kommen würden. Natürlich kommen auch Mixe infrage, sie ist nicht auf ne bestimmte Rasse fixiert.

Die Kriterien: - zwischen 1,48 & 1,60 groß - nichts allzu zierliches (drp o.ä.) - belastbar (für wanderritte, o-ritte, zirzensik...) - western geritten (was natürlich nicht rasseabhängig ist)

Sie reitet seit 9-10 jahren und ist 1,75 groß aber schlank. Sie würde mit dem Pferd Trailaufgaben absolvieren (vielleicht auch mal in kleinen Turnieren), oritte und wanderritte machen, bodenarbeit und zirzensik, spazieren gehen und mach möglichkeit auch irgendwann fahren (nur vielleicht).

Zu welchen Rassen (oder Mixen g) würdet ihr davon ausgehend raten? Was würdet ihr sonst noch in Betracht ziehen? :) bitte schreibt alles auf was euch einfällt.

Lg Knutschii

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Reiter97, 37

Hey :) 

Also. Prinzipiell ist es gut sich vorher Gedanken darüber zu machen, was man für ein Pferd kaufen möchte und wo man hin will. 

Allerdings würde ich nicht nach den genauen Kriterien suchen. Am wichtigsten ist es, dass der Mensch mit dem Pferd harmoniert. Du musst dich auf das Pferd setzten beim Ausprobieren und denken "ja das ist perfekt. Das passt zu mir. Auf ihm fühle ich mich wohl". Das ist die Hauptsache, die die Entscheidung prägen sollte. 

Ich selbst kann da aus Erfahrung sprechen. Ich habe mit einer Freundin für sie nach einem Pferd gesucht. Und dann kamen zwei Pferde in die Halle. Das eine war ein wunderschöner Rappe. Wie aus dem Bilderbuch. Und das andere ein etwas unscheinbareres Pferd, was auch nicht unbedingt zu ihren Kriterien gepasst hatte. Und sie wollte sich auf den Rappen setzten. Es hat überhaupt nicht gepasst. Sie hat sich total unwohl gefühlt. Und dann kam das andere Pferd. Auch wenn es 20 cm größer, als ihr Wunsch war, nicht schwarz, sondern weiß. Sie hat sich darauf viel wohler Gefühlt. 
Auch bei mir war es so, als ich mein Pferdchen gekauft habe. Ich hatte keine Kriterien außer, dass es ein Wallach sein sollte und schon L/M ausgebildet. Ich hab mich drauf gesetzt und es hat gepasst. Es sah so aus, als ob er und ich schon immer zusammen geritten hätten. Und darum geht es ;)

generell ist es aber schon gut, sich zu überlegen, ob man eher eine Stute oder einen Wallach haben möchte. Sie sind ja etwas unterschiedlich im Umgang und Charakter. Die Ausbildungsweite ist auch wichtig, zusammen mit dem können des Reiters selber. Und auch das Alter des Pferdes sollte man beachten. Für einen Anfänger würde ich eher einen älteren Professor empfehlen, als ein Fünfjähriges. 

Viel Glück bei der Suche!!!!

LG Reiter97

Antwort
von VanyVeggie, 87

Man kann hierzu nicht wirklich eine Rasse empfehlen. Da käme so ziemlich jedes Pferd in Frage. Schaut mal im Internet die Kleinanzeigen in eurem Umkreis durch, besucht die Pferde, lass deine Freundin Probereiten und vielleicht macht´s ja dann Klick. 

Kommentar von Knuutschkuugeel ,

Naja, so ziemlich jedes auf keinen Fall. 

Weder zierliche drps, noch große sportpferde wie die meißten Hannos, Trakehner usw.....

Kommentar von VanyVeggie ,

Deswegen auch so ziemlich. 

Es bringt meist nix sich auf eine Rasse zu versteifen, ausser deine Freundin schwärmt von einer. Schaut doch was in eurer Nähe ist. Da gibt es bestimmt was Passendes. 

Expertenantwort
von MissDeathMetal, Community-Experte für Pferde, 44

Das kann so gut wie jede Rasse, bzw sollte es können. Wenn sie das zierliche nicht mag, dann eben Haflinger, Freiberger, Connemaras vom etwas stämmigeren Schlag, Tinker, sämtliche Alt-Schläge von Warmblütern, die sind nicht so "zierlich", Norweger, Isländer, Merens, evtl ein groß geratenes Dales-pony, Quarter oder Appaloosa falls die nicht unter zu zierlich fallen... 

Von der Rasse her ginge da alles. Es gibt ja auch in der Rasse oftmals stämmigere Linien oder Alt-Schläge die nicht ganz so schmal ausfallen wie die Neuzuchten. Auch leichte Kaltblüter sind bei Wanderreitern nicht unbeliebt. Wichtig ist eher auf Exterieur und Charakter zu achten. Das Pferd muss gerade stehen, darf die Beine nicht drehen oder rudern, eine breite Brust ist von Vorteil. Dazu ein kompakter Rücken, nicht zu lang aber auch nicht zu kurz, sonst bekommt ihr das Gepäck nicht unter. Gute Zähne, nicht Rehegefährdet, insgesamt muss das Pferd natürlich gesund sein. Klar im Kopf, neugierig, mutig, intelligent, cool und gelassen. Mit einem hitzköpfigen Pferd hat man auf Wanderritten keinen Spaß. Auf unseren O-Ritten sieht man quer Beet alle Rassen, bei Wanderritten ebenfalls, wobei da kleinere Rassen bis 1,50m beliebter sind. 

Ich selbst habe für ähnliche Zwecke eine Vollblutaraberstute. O-Ritte, Wanderritte, Distanzritte, Trail, Springen alles kein Problem. Ein recht bekannter Wanderreiter (guck mal auf der Taunusreiter-Seite im Inet) hat ebenfalls einen Araber. Da eignet sich wirklich alles was gesund steht, gesund ist und klar im Kopf ist. Guckt euch einfach mal auf gewissen Verkaufsportal um, meist merkt man dann schon in welche Richtung es einen zieht. Und zur Info: Ich wollte zuvor auch ein Connemara, und keinen Schimmel. Mein Pferd ist ein OX und weiß.... es kommt eh immer anders als man denkt ;) 

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 19

Als ich mein Pferd suchte, hatte ich ähnliche Wünsche. Habe also stm, Geschlecht und Alter in die Suchmaschinen eingegeben, zum Teil noch erweitert und einen großen eleganten haffi und einen kleinen tinker für uns gefunden. Eventuell kommt noch ein großer Isländer dazu... weil ich den tölt Therapeutisch brauche. (Gestorben waren Isländer und Araber) Seid offen , euer Pferd findet Euch, wenn ihr es zulasst. Davon bin ich inzwischen überzeugt. Verrückt? Ja, ein wenig, aber ich stehe dazu!

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 75

Du, das ist ganz arg lieb von Dir!

Aber ich weiß nicht, ob das die ideale Herangehensweise isr, wenn man ein neues Pferd kaufen möchte. Das ist doch kein Neuwagen, den man sich nach Katalog zusammenstellt. 

Vielleicht muss sie auch erst mal den Tod des alten Ponys verarbeiten - und dann schaut man sich einfach um. Grade für ein Freizeitpferd ist einfach Sympathie viel mehr entscheidend als irgendwelche " Auswahlkriterien" .

Ich würde die wichtigsten " Eckdaten " festhalten ( Preis, Größe, Haltungsform, Reitweise, Erfahrung ), aber die hat man ja eh im Hinterkopf, und mich in der Umgebung gemütlich umsehen.

Wenn einem ein Pferd sympathisch ist, überlegen, ob was dagegen spricht - wenn ja, ob man damit leben kann ( dass die Farbe nicht optimal, das Pferd nicht verladefromm ist, oder was auch immer).

Kommentar von Knuutschkuugeel ,

Hey, danke für die Antwort :) 

Ihr Pony wurde vor 6 monaten eingeschläfert und sie hatte Zeit, sich darauf vorzubereiten. 

Wir wollten nur wissen, nach was wir uns umsehen könnten. Vielleicht findet sie ja das für sie perfekte Pferd in einer Rasse (/Mischung) die sie vorher gar nicht in Betracht gezogen hätte? 

Kommentar von Urlewas ,

Manche Reiter sind in eine bestimmte Rasse vernarrt- wenn das nicht der Fall ist, würde ich mir da überhaupt keine Gedanken zu machen. Einfach ,al sehen, welche Gestüte oder Hädler in der Nähe sind und sich dort umsehen. Auch auf diese Weise " stolpert " man mal leicht über etwas völlig unerwartetes.

Für oben genannte Aufgaben würde ich wahrscheinlich nicht unbedingt bei Kaltblütern suchen, sondern eher etwas leichteres, wendigeres bevorzugen.

Auch für typisch für den Spring - und Dressursport gezüchtete Großpferde ferde tun sich sicher schwerer, rückwärts durch ein Stangenlabyrinth bugsiert zu werden, weil sie da einfach durch ihre Länge benachteiligt wären.

Ein Pferd zu finden, was den Ansprüchen, die man so hat, gerecht wird, ist eh ,eist nicht einfach. Da würde ich der Rasse eigentlich gar keineBedeutung zumessen.

Antwort
von Boxerfrau, 27

Naja, Haflinger, Paint, Quater, Araber mix, Mustang, Appi, hafi mix, pinto. Aber mit der Rasse hat das wenig zu tun. Wichtig ist das dass Pferd gesund ist und gesunde Hufe bzw einen gesunden Körperbau hat. Leider sind gerade die Typischen Westernrassen oft stark überzüchtet. Quater und co haben auf Grund der Masse oft Probleme mit den Beinen, Füßen und dem Rücken. Bei den ganzen Pferdeseiten kann man die Kriterien eingeben ohne Rasse. Macht es doch einfach so... Da findet sich bestimmt was nettes....

Antwort
von Isildur, 42

Hallo,

was spricht gegen die "klassischen" Westernrassen? Alles mit viel Blut fällt ja meistens schona auf Grund des "nicht zierlich" weg. Für Wanderritte sind natürlich Pferde ideal, die eine "energiesparende" Gangweise haben.

Ich würde keine Rasseliste aufstellen, sondern entweder zu guten, seriösen Händlern fahren und dort einfach mal schauen (da springt einem vllt. ja sogar die ein oder andere Rasse an) und auf den gängigen Marktprotalen einfach die Kriterien eingeben

Kommentar von Boxerfrau ,

da spricht doch einiges dagegen. weil die teils einfach platt gezüchtet sind. schon mal mit den Abstammungen beschäftigt? Da ist der Bruder von der Mutter der Vater und teilweise haben Mutter und Vater den selben Abstammungsweg... mittlerweile holen sie sich ja etwas frisches Blut. Allerdings ist es in den Usa nicht unbedingt besser.

Kommentar von Urlewas ,

Was bedeutet platt gezüchtet? Haben die alle Senkhufe?

Antwort
von UnicornsDream, 55

Haflinger, Welsh Cob, Tinker, Norweger, Freiberger, kleinere Holsteiner, kleinere Hannoveraner, Deutsches Reitpony:)

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 25

Freiberger. Quarter Horse.

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