Frage von Laraaaa234, 49

Freistellung vor Ablauf des Arbeitsvertrags?

Hallo alle zusammen, Vorweg möchte ich sagen dass ich keinerlei Ahnung von diesem Thema das ich jetzt erkläre habe, deswegen entschuldigt mich falls ich Dinge frage die für den einen oder anderen klar sind. Und zwar geht es um folgendes: Ich arbeite seit geraumer Zeit in einem Unternehmen, und da feststeht, dass ich zum 31.8.2016 SPÄTESTENS das Unternehmen verlassen werde, und auch ebenfalls nicht dort bleiben möchte (da mein Vertrag nicht verlängert wird, weil ich weniger als 1 Jahr dort gearbeitet habe) wie das mit der sogenannten Freistellung aussieht. Meine Chefin sagte zu mir, dass ich ab dem 31.7-31.8 (Ablaufdatum des Arbeitsvertrages) freigestellt werde. Und zwar habe ich jetzt die Frage, eine Freistellung ist sozusagen ein Monat "frei" haben mit normalem Gehalt ? Ich habe auch etwas von einer widerruflichen und einer unwiderruflichen Freistellung gehört, aber daher ich sicher das Unternehmen verlassen werde und sie selbst kein Interesse haben mich zu behalten, handelt es sich bei meinem Fall dann automatisch um eine unwiderrufliche Freistellung? Und jetzt zum Hauptproblem: ich habe nämlich vor in diesem Monat (31.7-31.8) in den Urlaub zu gehen. Ich gehe gebaugenommen auch schon früher als der 31.7, nämlich am 26.7..Jetzt würde ich mir von diesem Zeitraum (26.7-31.7) Urlaub nehmen, also meinen resturlaub, sprich vom Urlaub direkt in die Freistellung, und dann in dem Monat wo ich die Freistellung habe einfach gar nicht im Land sein. Darf ich das ? In einer Freistellung das Land verlassen ? Daher es ja wie ich vermute eine unwiderrufliche sein wird, sprich ich auf keinen Fall in die Firma zurückgehe, darf ich das Land verlassen da sie mich nicht mehr "brauchen" werden. Ich meine ja das wäre das logischste was ich machen könnte, 1 Monate Bezahlung und ich muss nichts dafür tun? Wie gesagt, jetzt ist nur meine Frage an euch, ob ich das alles so machen darf/kann. Und vorab schonmal ein Dankeschön an die die den laaaaangen Text lesen werden und mir hoffentlich auch eine wissende Antwort geben werden :)

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 17

Die Frage, ob eine Freistellung "widerruflich" oder "unwiderruflich" ist, hat nichts damit zu tun, ob Du vorhast, nochmals in die Firma zurück zu kehren oder nicht.

Die Erklärung "widerruflich" oder "unwiderruflich" (oder gar keine Erklärung) trifft alleine er Arbeitgeber, der die Freistellung ausspricht.

Bei einer als "widerruflich" erklärten Freistellung hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, Dich jederzeit während der Freistellungsphase wieder zur Arbeit zu beordern. In diesem Fall darf er Urlaub, der Dir noch zustehen sollte, nicht auf die Freistellungsphase angerechnet werden, da Du einen Urlaub ja gar nicht antreten (also zum Beispiel verreisen) könntest, weil Du damit rechnen müsstest, wieder arbeiten zu müssen; der Urlaub müsste Dir dann also ausgezahlt werden. Das gilt auch in dem Fall, dass eine entsprechende Erklärung überhaupt nicht abgegeben wurde. Der Arbeitgeber kann seine Freistellungserklärung also widerrufen, und Du müsstest dann wieder arbeiten bis zum Ende der Kündigungsfrist (wenn Dir kein Urlaub gewährt werden kann).

Bei einer als "unwiderruflich" erklärten Freistellung verzichtet der Arbeitgeber eben "unwiderruflich" auf die Möglichkeit, Dich während der Freistellungsphase doch wieder zur Arbeit aufzufordern. In diesem Fall darf er auch eventuell noch offene Urlaubsansprüche auf die Freistellung anrechnen - und Du kannst über die Zeit der Freistellung völlig frei verfügen!

Du könntest vor dem Beginn der Freistellungsphase also nur dann in einen "richtigen" Urlaub gehen, der in diese Freistellung hinein reicht, wenn Dir der Urlaub auch für eben diese Zeit, die er in die Freistellungsphase hinein reicht, regulär genehmigt wurde oder wenn die Freistellung als "unwiderruflich" erklärt worden ist.

Für die Anrechnung von geleisteten Überstunden auf die Freistellungsphase spielt es übrigens - anders als bei der Anrechnung von Urlaub - keine Rolle, ob die Freistellung "widerruflich" oder "unwiderruflich" ist.

Der Arbeitgeber darf übrigens nur dann einseitig eine Freistellung erklären, wenn das vertraglich so vereinbart wurde oder wenn er - ohne eine solche Vereinbarung - ein berechtigtes Interesse an einer Freistellung des Arbeitnehmers hat (denn der Arbeitnehmer hat ein grundsätzliches Recht auf Arbeit).

Antwort
von 2001Jasmin, 23

was ist jetzt genau die frage?

Antwort
von oppenriederhaus, 20

liegt im Ermessen des Arbeitgebers

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten