Freiheitsdressur wie anfangen?

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4 Antworten

Du kannst am Halfter anfangen mit Führtraining anfangen und wenn das klappt, steigst du auf einen Halsring und dann auf ganz frei um.

Oder du lässt dein Pferd einfach mal laufen und schaust, was passiert, wenn du dies oder jenes mit deiner Körperhaltung machst. 

Am Besten holst du dir aber einen Trainer. 

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Ist das die RB, für die du am 27.1. eine Frage wegen des Probereitens gestellt hast ? 

Falls ja, verabschiede dich von dem Gedanken, nach nur 6 Tagen mit Freiheitsdressur anfangen zu wollen. 

Das Vertrauen eines Pferdes gewinnt man über den normalen Umgang. Sei IMMER Konsequent, bestrafe das Pferd nie unberechtigt und lass nie irgendwelche Launen am Pferd aus ! 

Bodenarbeit - gerade am Anfang - sollte man meiner Meinung nach mit einem Trainer ERLERNEN ! Bodenarbeit beinhaltet zu einem großen Teil Körpersprache. Diese sollte von einer außenstehenden Person "kontrolliert" werden. Wie oft wundert man sich, das irgendwas nicht funktioniert oder das Pferd unangebracht reagiert und stellt fest, dass es an der falschen Körperhaltung oder Stand der Person zum Pferd lag. Meiner Meinung nach lässt sich sowas NICHT aus Büchern lernen, denn wie will man hier diesen Faktor kontrollieren ? 

Stundenlange Bodenarbeitslektionen nutzen auch nicht viel, wenn man sich nach dieser Arbeit dann wieder uneinschätzbar für das Pferd verhält. Wie soll es den Menschen dann einschätzen ? 

An Freiheitsdressur kann man meiner Meinung nach erst denken, wenn Pferd und Mensch wirklich eine Beziehung haben. Dies ist aber nicht von jetzt auf gleich möglich, ebenso gibt es keinen 10-Punkte-Plan, den man abarbeiten kann, der das Vertrauensverhältnis beschleunigt. Einmal falsch reagiert, kann lang erarbeitetes Vertrauen auch gleich wieder schrumpfen (oder gar weg sein).

Bevor man mit Freiheitsdressur oder Zirkuslektionen oder ähnlichen anfängt, bespricht man dies auch mit dem Pferdebesitzer. Ich würde ausrasten, wenn jemand mit meinem Pony Zirkuslektionen einüben würde, ohne dass ich das wüsste. Gleiches gilt für den Kauf von irgendwelchen Ausrüstungsgegenständen. Wollte ich was kaufen, würde ich den Besitzer fragen - falls dieser Einverstanden ist, kann ich dann auch gleich wegen Größen etc. fragen. 

Sauer wäre ich, wenn ich herausbekäme, dass meine RB statt direkt mit mir zu sprechen, ständig Tipps aus dem Internet versuchen würde, umzusetzen. 

Man hat hier mit einem Tier zu tun, das nicht immer so reagiert, wie der Tippschreiber es "voraussagt". Reagiert das Pferd anders als man es gelesen hat und agiert dann falsch, kann es sein, dass du entweder ein unerwünschtes Verhalten eingebaut hast oder das Pferd vertrauen verliert. Deshalb bin ich sehr dafür, wenn man lernen möchte, es unter professioneller - wobei das kein "Profi" sein muss, sondern nur jemand, der einfach selber ERFAHRUNG mit Bodenarbeit etc. hat - Anleitung lernt. Alles andere dürfte über kurz oder lang Probleme machen. Entweder mit dem Pferd oder mit dem Besitzer :-)

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Kommentar von Caramel1234
02.02.2016, 13:57

Nein, die Freiheitsdressur wollte ich mit meiner anderen RB/ bzw Pflegepferd machen da er Im Moment nicht reitbar ist :( ich kenne ihn seit fast 4 Jahren. Aber danke dass du mich darauf hingewiesen hast ;)

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Wenn ihr so etwas habt, dann bring dein Pferd auf einen Longierzirkel oder in eine freie Halle. Mach dein Pferd ab und lass es laufen. Irgendwann fängst du an es vom Boden aus zu treiben, ob mit Strick, kurzer Gerte oder Longierpitsche (das musst du individuell aufs Pferd abstimmen)

Wenn dein Pferd Anzeichen zum lösen zeigt (schnauben, entspannte Kopfhaltung, Lippen lecken), drehe dich weg. Stelle dich etwas schräg , gucke das Pferd nicht mehr an, sonst fühlt es sich wie von einem Raubtier fokussiert. Meistens kommt das Pferd ein Stück auf dich zu. Es ist nicht schlimm wenn es nicht direkt hinter dir steht. Gehe ein paar Schritte, dein Pferd sollte jetzt immer ein Stückchen näher kommen.

Wenn es dich erreicht hat prüfst du ob es sich die tatsächlich unter geordnet ist. Gehe also wieder ein Stück, Wechsel die Richtung. Folgt es dir, mit dem Kopf auf Schulterhöhe, hast du es geschafft! Lobe dein Pferd, das ist ein wichtiger Grundschritt. Sollte es dich anrempeln, überholen und/oder unaufmerksam sein, schicke es erneut weg und wiederhole die Schritte.

Sprich das vorher mit dem Besitzer ab. Ich hoffe ich konnte helfen.

Lg

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Kommentar von LyciaKarma
02.02.2016, 06:55

Das ist keine Freiheitsdressur sondern Join Up und psychische Brutalität. 

Warum möchtest du eine Methode für Wildpferde an einem Hauspferd anwenden?  

Wenn das schief geht - und es wird schief gehen, weil du beim Hauspferd keinen Grund hast, sowas zu tun - dann wird dieses Pferd eine lange Zeit keinem Menschen mehr vertrauen. Willst du das?  

Diese Methode sagt dem Pferd "Entweder du ordnest dich mir bedingungslos unter oder du stirbst", denn das Pferd hat keinen Ausweg. Von wegen mit "das Pferd entscheidet selbst, ob es reinkommt", denn der Mensch hört ja nicht auf, wenn das Pferd sich dagegen entscheidet. Er schickt und scheucht so lange, bis es aufgibt.  

In der Natur machen Pferde sowas auch untereinander, das stimmt. Dann kannst du ja naturgetreu versuchen, sowas auf einer großen Weide zu machen. Da wirst du dann schon merken, dass wir keine Pferde sind und dass jedes Pferd einfach weggeht oder dich angreift, wenn du mit so einem Müll ankommst.

Ich würde eine RB rauswerfen, die sowas macht.   

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Kommentar von Sesshomarux33
02.02.2016, 08:19

Ausversehen positiv bewertet... das ist eine schlechte Antwort, du rätst zu aktive Tierquälerei. Weißt du das? Du hast anscheinend noch nie mit Pferden zu tun gehabt.

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Ist das mit der Besitzerin abgeklärt? Auch dir dafür am besten einen Trainer

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