Frage von rikki787, 34

freiheit vor sicherheit oder sicherheit vor freiheit?

was würdet ihr sagen? das im leben machen, wass man will und wofür man lebt, oder sich der klischeehaften norm des arbeitsleben auszusetzen? oder einen weg finden, das zu tun, im beruflichen sinne, was einem spaß macht, was ja jedoch nicht einfach ist. wofür lebt man? ich bin heute sehr philosphisch gestimmt und würde gerne eure meinung hören!

Antwort
von Enzylexikon, 4

Ich denke nicht, dass sich "Freiheit" und "Sicherheit" immer absolut ausschließen und das durchaus ein Gleichgewicht möglich ist.

Mit "Freiheit" meinen die meisten Menschen vermutlich eine Form von Individualismus, von freier Entfaltung und Erfüllung der Ziele und Wünsche.

Doch tatsächlich sind viele Wünsche und Ziele künstlich von der Werbeindustrie geschaffen, oder beruhen auf gesellschaftlichen Erwartungen.

Eine wirkliche "Freiheit" ist für mich mehr, als seine persönlichen Vorlieben und Neigungen nach Lust und Laune ausagieren zu können.

Zu machen "was man will" kann zu Verantwortungslosigkeit führen und man begeht Handlungen, die Anderen ungewollt Schaden zufügen.

Unser gesamtes Wohlbefinden basiert praktisch immer auf dem
Leiden der Anderen und in der Regel ist uns das nicht einmal bewusst.

Deshalb ist persönliche Freiheit ohne Verantwortungsgefühl etwas potentiell gefährliches und gelebte Individualität keineswegs immer positiv.

Ähnlich sieht es meiner Ansicht nach auch beim Begriff der "Sicherheit" aus. Damit ist meist die soziale Absicherung gemeint.

In der Tat fühlen sich viele Menschen mit einem geregelten Einkommen, einer Rente und verschiedenen Versicherungen wohler und "sicherer".

Doch dieses Konzept der Sicherheit ist trügerisch, denn bereits ein einzelnes einschneidendes Erlebnis kann dieses Gefühl von Sicherheit zerstören.

"Sicher" ist eigentlich nur der Tod. Alles andere sind Wahrscheinlichkeiten.

Lebenskrisen gefährden sogar beides zugleich - die individuelle Freiheit und das Bedürfnis nach Sicherheit. Sie können in einem einzigen Moment dahin sein.

Deshalb sollte man seine Individualität nicht überbetonen und sich wichtiger machen, als man eigentlich ist. Egal ob als Geschäftsmann, oder Hippie.

Ich halte es für entscheidend, für sich selbst herauszufinden, ob "Freiheit" als Form des unbegrenzten Selbstausdrucks tatsächlich ausreicht, oder ob man nicht noch nach anderen "Freiheiten" streben sollte.

Freiheit nicht nur für mich...sondern vielleicht auch für Andere?

Freiheit nicht nur für "ich will"...sondern auch für "ich verzichte" ?

Vielleicht sogar...Freiheit von seinen Konditionierungen, Erwartungen, Konzepten, Vorurteilen und Wünschen?

Freiheit...von sich selbst?

Antwort
von Bluemeli99, 7

Wenn du auf der sicheren und ruhigeren Seite stehen willst, musst du die klischeehafte Weise wählen. Dabei hast du Verluste und erlebst nicht das ganze Leben. Du lebst sozusagen für Geld und nicht für Freiheit.

Wenn du allerdings Freiheit willst, widersprichst du automatisch der heutigen Gesellschaft. Du schwimmst sozusagen gegen den Strom an und musst dich immer verteidigen und wirst immer "Gegner" haben. Aber dafür bist du frei, kannst machen was du willst und das Leben leben. Dir muss aber bewusst sein, dass du nicht im Geld schwimmen wirst und auch keine Sicherheit hast.

Wofür du lebst, kannst nur du entscheiden. Es ist ein langer Weg das herauszufinden, aber sobald du glücklich mit deinem Leben bist, hast du es gefunden. Und so lange musst du dein "Glück" suchen, es gibt auf die Frage kein richtig oder falsch ;)

Antwort
von DGsuchRat, 12

Ohne Sicherheit gibt's keine Freiheit.
Es muss eine ausgewogene Balance gefunden werden.
Man soll sich auf keinen Fall auf eine Sache beschränken oder sich beschränken lassen von jemanden.

Antwort
von Kartoffelbluete, 7

eine Gegenfrage: Möchtest du leben oder gelebt werden?

Antwort
von Philippus1990, 12

Freiheit ohne Sicherheit ist wertlos.

Antwort
von max1949, 15

Freiheit vor. Sonst ist das kein Leben mehr.

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