eteknete am 16.03.2008 um 0:01 Uhr
Wieso braucht man für soviele Dinge in unserer Gesellschaft eine Erlaubnis oder eine Berechtigung, z. B. einen Führerschein zum Autofahren etc., aber bei der Kindererziehung kann jeder machen, wie es ihm richtig erscheint. Sollte nicht ein kleiner "Grundkurs" vor der Geburt (oder besser noch vor der Zeugung) Pflicht für alle zukünftigen Eltern sein?

Jemand soll mir beibringen wie ich Kinder erziehe. Also tut mir leid, ohne mich. Alle sogenannten Experten sind mit ihren Ratschlägen für meine beiden, sehr schwierigen Pflegekinder gescheitert, vorneweg das Jugendamt. Erziehung hat mit Gefühl zu tun und zwar Gefühl von Kindern und Eltern. Das eine Kind benötigt etwas anderes als ein anderes, bei den Eltern ist es genauso. Nein wir brauchen keine Instutionalisierung von Erziehung. Was wir brauchen, sind Behörden, die sofort reagieren wenn mit der Erziehung etwas schwer den Bach runtergeht. Die Gesetze dazu haben wir, aber die Behörden...?

Vom Prinzip her richtig, aber was machst Du mit Leuten, die sich dann "geringfügig" nicht eignen und trotzdem Kinder bekommen? Oder mit Leuten, die keinen so hohen IQ haben, aber total lieb zu ihren Kindern sind, sich aufopfern und die besten Eltern sind, nur leider in schulischen Dingen versagen. Die Frage ist grenzwertig. Aber ein Grundkurs könnte wahrscheinlich wirklich nicht schaden, aber dann müsste es an die Zahlung von Kindergeld o.ä. gebunden sein, sonst entziehen sich Leute auch dieser Pflicht. Ist nicht einfach zu beantworten und löst sicherlich Diskussionen aus.
Möchtest Du wirklich alle (werdenden) Eltern und ihre (zukünftigen) Kinder gleichschalten -- wo kämen wir denn da hin???!!
Eastside am 16. März 2008 00:31 DH!!!

Ich würd eher sagen: fast alles ist mittlerweile gesetzlich geregelt, man schreibt dir vor was du wo und wann nicht machen bzw. auf keine Fall tun darfst oder tun musst. Und jetzt sollen mir andere Leute auch noch vorschreiben dürfen wie ich meine Kinder erziehe?! Soweit kommt's noch.
Ich habe von meinen Eltern bestimmte Werte anerzogen bekommen und selbst vieles gelernt, was ich meinen Kindern weitergeben werde bzw. erspare. Das ist mein "Grundkurs".

Diesen "Grundkurs" wie du ihn nennst kannst du dir sparen, bzw. werden diese moralisch-soziologischen Verhaltensweisen ohnehin schon in der Pflichtschule gelehrt.
Es gibt immer wieder welche, die sich nicht daran halten und wenn du einen Führerschein hast, heißt das auch noch lange nicht, daß du das Autofahren in der Praxis beherrscht, bzw. in einer Extremsituation richtig reagierst.
Es gibt keine Grundregeln zur Kindererziehung, denn jedes Kind ist anders, reagiert anders und entwickelt sich anders. Als Elternteil liegt es in der Natur der Sache, daß dir das Wohlergehen des Kindes am Herzen liegt (und ich denke das ist bei 99% so) und deshalb wirst du es auch instinktiv richtig fördern und in die richtige Richtung "schubsen".
Sender am 16. März 2008 00:21 Grundregeln berücksichtigen Verschiedenheitlichkeit.
Eastside am 16. März 2008 00:24 Mich würde interessieren, wieviele von uns nicht geboren hätten werden dürfen, weil unsere Eltern diesen "Elternführerschein" nicht bestanden hätten - aus welchen Gründen auch immer.... das sollte euch mal zu denken geben!
dragon100 am 16. März 2008 06:47 DH
eteknete am 16. März 2008 00:22 99%?!? schön wäre es....
Wieselchen1 am 16. März 2008 01:08 99 %.... Das ist auch noch dein voller Ernst, nicht wahr? Und das eine Prozent, da zählst du dann zu und dankbar dürfen wir auf die Knie sinken, ob der Freude, dass deine Eltern den Darfschein bekommen haben. >Würg<. Mein Vater hätte diesen Schein nicht bekommen. Nichtsdestotrotz haben meine Eltern fünf Kinder in die Welt gesetzt, aus denen alle etwas geworden sind, in menschlicher wie in wirtschaftlicher Hinsicht. Da kenne ich aber gebildetete Akademiker, deren Kinder Jugendalkoholiker sind, die ihre Kinder schlagen und seelisch runtermachen, misshandeln, missbrauchen. Denen würde man das nicht einmal ansehen, während meine Familie immer als leicht asozial eingestuft wurde, weil wir fünf Kinder sind.
Ich hätte vermutlich keine Kinder. Zumindest nicht mit dem Vater. L.G.

Dieser Grundkurs sollte von den Eltern von klein auf vermittelt werden. Vorleben und Werte vermitteln, die Kinder stark machen für das Erwachsenenleben und für das Elterndasein. Das wäre Grund- und Fortgeschrittenenkurs in einem.
Was passiert mit Menschen, die eure vielgelobte Prüfung nicht schaffen? Nimmt man denen die Kinder dann weg? Nur weil sie nicht in eure Normen passen?
Ihr solltet euch was schämen. Anstatt die überforderten Eltern anzuprangern, solltet ihr ihnen lieber Unterstützung zukommen lassen.
Eure hochgepriesenen "Schulungen und Prüfungen" wird ein Psychopath z.B. mit Bravour durchstehen, während ein einfach gestrickter Mensch vielleicht durch mangelnde Ausdrucksfähigkeit als "Asi" abgestempelt wird und "durchfällt".
Das hier, was ich hier vor mir lesen musste, erinnert mich doch zu sehr an bestimmte Eliteideologien. Als erstes ist es die "Elternfähigkeit", als nächstes die Körperliche Unversehrtheit, dann das äußere Erscheinungsbild und zu guter Letzt die politische Gesinnung....

Habe ich mich bereits sehr oft gefragt !!!!! Aber... Die Natur lässt sich auch mit - oder ohne - Intellekt nicht stoppen...
justika am 16. März 2008 00:06 Genau, das habe ich noch vergessen zu sagen!

Den Grundkurs hast Du doch von Deinen Eltern bekommen. Was Du zu tun und zu lassen hast, wie Du erzogen worden bist u.s.w. Du hast es von Deinen Eltern erhalten und gibst es Deinen Kindern weiter...und sie geben es ihren Kindern weiter.
Qetan am 16. März 2008 00:23 So einfach ist das nicht. Ich kann und werde nicht auf meine eigene Erziehung zurückgreifen.
littletiger am 16. März 2008 00:31 Doch. Und wenn auch nur, damit du deine Kinder anders erziehst als du erzogen worden bist. Auf Erfahrungen greift man immer zurück - positiv wie negativ.
Ein guter Gedanke. Teilnehmen werden die Eltern, die mit ihren Kindern gut klar kommen. Die anderen erwischt Du damit nicht. L.G.
Diese Frage erinnert mich erschreckend an die Zeit vor ca. 65 Jahren. Da hat eine soziale, nicht staatliche, aber vom Staat gefoerderte Organisation, es gibt sie noch heute, den Zigeunern die Kinder weggenommen, da Zigeuner mit ihrer Lebensweise nicht geeignet waren, Kinder Heim, Schutz und Erziehung zu geben. Familien wurden willkuerlich auseinadergerissen, jahrzehne spaeter fanden die Kinder ihre Eltern wieder... Widerlich. Es war eine Einmischung in das Leben von Menschen aus Besserwisserei, einem Duenkel hoeheren Status und man raubte den Kindern das Glueck, Eltern zu haben. Nein, Haende weg von Einmischung irgendwelcher Art. Hilfen gibt es genuegend, fuer die die Probleme haben und die Hulfe annehmen wollen. Den andern ist eh nicht zu helfen, noch den Eltern, vielleicht spaeter den Kindern, wenn sie sich selbstaendig machen, abnabeln, vielleicht auch ihnen nicht, da zuviel schief lief.Das nenne ich Schicksal und jeder Mensch versucht aus seinem Schicksal das Beste zu machen. Das Beispiel ist aus der Schweiz.

Ich denke mal, die Masse macht es schon gut und richtig. Hat auch Unterstützung von den eigenen Eltern usw. Und so müßte es vollkommen ausreichend sein, wenn das Jugendamt nur eingreift, wenn es Anzeichen gibt, daß Eltern das nicht richtig machen.
Das es inzwischen irgendwie häufig passiert, daß Eltern die Kinder nicht erziehen können, hat bestimmt etwas mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Nur die Gesetzgebung ist nicht immer sofort mit neuen Gesetzen im Anmarsch, nur weil auf einmal gehäuft, so eins von Vorteil wäre. Inzwischen ist es ja soweit, daß über die Notwendigkeit eines Elternführerscheines nachgedacht wird.
Die besten Gesetze sind das Paier nicht wert, auf dem sie stehen, wenn die Kontrollorgane nicht bestehen oder versagen.

Was hilft ein "Grundkurs"? Wenn die Eltern dann doch machen was sie wollen. Da hilft kein Grundkurs, werdende Eltern müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und sein. Das ist eine Frage des Charakters. Und den kann man nicht mit Kursen formen oder gar ändern. Wie man in den Medien liest/sieht, ist noch nicht mal ein hoher Bildungsstand Grund, seine Kinder nicht zu misshandeln.
eteknete am 16. März 2008 00:20 Na ja, vielleicht wird manchen Personen durch einen "Einführungskurs in Sachen Kinder" klar, dass es ja doch eine recht anstrengende und verantwortungsvolle Angelegenheit ist, Kinder aufzuziehen, und setzen sich dann mit dem Thema selbstständig ernsthafter auseinander, oder aber stellen fest, dass sie doch lieber keine Kinder haben möchten oder sollten, was im Endeffekt besser für alle ist.
Wieselchen1 am 16. März 2008 01:14 Eteknete, ich kann deine Ansichten wirklich nicht nachvollziehen. Der Mensch ändert sich. Ständig. Gefühle und Ansichten sind ständig in Bewegung. Menschen, die mit 20 den Elternführerschein machen, alle Tests bestehen, können durch ein traumatisches Ereignis oder nur durch ihr Leben an sich mit 21 Jahren bereits durch das Raster der Elternfähigkeit durchfallen. Kinder, die bei pädagogisch geschulten Menschen aufwachsen, haben ebenso häufig Störungen und Verhaltensauffälligkeiten. Nicht die Theorie, das Leben bildet dich zu Eltern aus. Mein Mann ist erst mal durch unser Kind richtig verantwortungsbewusst und erwachsen geworden. Vorher hätte ihn noch nicht einmal jemand babysitten lassen wollen. Heute ist er in der Spielgruppe tonangebend.
Ich verstehe ja dein Anliegen, dass es sehr bedrückend ist, wie viele Kinder aufwachsen müssen und wie viele Kinder diese Chance erst gar nicht bekommen. Aber wenn Paaren das Kinderkriegen erst einmal verboten wird, bekommen die potentiellen Kinder dieser Paare erst recht keine Chance.
mia68 am 16. März 2008 00:20 DH!

Wieviele "Führerscheine und Vorschriften brauchen wir noch,um nicht mehr selbständig denken und handeln zu müssen???

Immer wenn ich von Eltern lese die Ihre Kinder vernachlässigen, bzw. töten oder verletzen, stelle ich mir diese Fragen auch.
Dennoch bin ich der Meinung das das nicht der richtige Weg ist und schließe mich verschiedenen Antworten oben an.
Vielleicht wäre es eine Möglichkeit in der Schule Unterichtseinheiten einzubauen die ab einer gewissen Altersstufe darauf hinarbeiten den jungen Leuten die Augen zu öffnen, was alles mit dem ich will ein Kind haben zusammenhängt. Institutionen gründen wo Eltern geholfen wird die überfordert sind - und zwar bevor sie ihre Kinder verletzen !!! Die Gesellschaft sensibilisieren für die Probleme vor der eigenen Haustüre. Das fängt aber meiner Meinung nach schon im KINDI an.
Wieselchen1 am 17. März 2008 06:41 DH! Das sagt alles aus, was ich diesbezüglich denke und fühle!
Hier haben sich schon Leute Gedanken gemacht:
JA Aufjedenfall, ich bin auch schon lange dafür, das wenn ein Paar Kinder haben möchte, einen Elternführerschein machen sollten, und jenachdem wird entschieden ob ja oder nein. ist doch wahr: für ein auto, braucht man nen führerschen, aber kinder darf jeder in die welt setzen, egal ob asi, alki, junky oder sonst was...gut dass, das mal jemand anspricht.
Eastside am 16. März 2008 00:21 ..und was willst du mit denen machen, die den Elternführerschein nicht kriegen - zwangssterilisieren???
Übrigens wäre ich dann nicht auf der Welt, denn mein Vater war leider Alkoholiker...
eastside, gut gab es den Schein nicht, denn es ist schoen, dass es Dich gibt
Wieselchen1 am 16. März 2008 00:48 Eastside, allein um deinetwillen bin ich froh, dass es diesen Führerschein noch nicht gibt. Möge er auch nie in Kraft treten.
Eastside am 16. März 2008 00:53 dankeschön... und ich hoffe mit dir!!!
Wieselchen1 am 16. März 2008 00:54 Dass der Führerschein u.U. notwendig wäre, sieht man an deinem Beispiel. Deine Eltern hätten dir mal ein wenig mehr Respekt vor dem Leben und vor anderen Menschen beibringen sollen. Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen, und die, die du hier so "liebevoll" als Junky, Alki oder Asi titulierst, sind unter Umständen liebevoller und wertvoller als du. DR für so eine Ansicht!
Wieselchen1 am 16. März 2008 01:18 Dieser Kommentar bezieht sich auf Danny, nicht auf Eastside.

So etwas fände ich auch sehr angebracht. Selbstverständlich müsste der Staat für diese Kosten aufkommen.
Wieselchen1 am 16. März 2008 01:16 Na klar. Für was denn noch alles? Und für die Kinder von denen, die unerlaubter Weise dann Kinder bekommen, kommt der Staat dann auch auf, ja? Und in welcher Form? Abtreibung finanzieren oder Kind von der Mutter wegnehmen und in einem seelenlosen Heim aufwachsen lassen? Mich schüttelts.
HerrLich am 16. März 2008 10:37 Tanzwiese, Kopfschütteln reicht wegen B. Antwort vollkommen. Eine nicht zu Ende gedachte Antwort, die jeglicher Realität entbehrt.
Der Staat sind die Buerger und die sollen jedes Hirngespinst bezahlen ? Tolle Mentalitaet. Wie waers mit Selbstveranwortung ! Oder gleich nach dieser Mentalitaet auf die Welt stellen und erziehen, die staatliche Hilfe im Hirn einpflanzen. Graus.

Elternführerschein? Finde ich nicht richtig das man vorgeschrieben bekommt ob man Kinder bekommen darf. Ich war gerade 18 als ich schwanger wurde ich hätte keinen Elternführerschein bekommen würde es das geben, aber trotzdem bin ich eine gute Mutter. Viel wichtiger ist sich hilfe zu holen wenns zu viel wird.
DH! Die "Herzensbildung" ist gefragt. Und zwar bei allen Beteiligten, d.h. bei jedem, der mit Kindern zu tun hat.
So ist es. LG