Frage von missvoxsandra, 114

Frauenquote, wieso?

Denkt ihr nicht, dass Frauenquoten vor allem Frauen selbst schaden. Ja es kommen mehr Frauen auf höhere Positionen, aber zum Teil nicht wegen ihrer Fähigkeiten, sondern wegen ihrem Geschlecht. Und den Frauen, die wirklich gut sind und es auch so geschafft hätten, kann vorgeworfen werden, dass sie ein Vorteil hatten, weil sie Frauen sind.

Wäre Gleichberechtigung nicht eigentlich das Geschlecht ganz außer Acht zu lassen, wo es nicht relevant ist?

Antwort
von Kunsttier, 49

Ja, theoretisch ist eine Frauenquote Blödsinn. Natürlich sollten Mitarbeiter aufgrund ihrer Kompetenz und nicht aufgrund ihres Geschlechtes ausgewählt werden. 

Allerdings ist es in einigen männerdominierten Bereichen für Frauen oft tatsächlich überdurchschnittlich schwer, sich eine Position zu verschaffen. Wo das männliche Geschlecht über Jahrzehnte hinweg zur Gewohnheit geworden ist, ist es für Frauen sehr schwer, diese Gewohnheit zu durchbrechen, auch wenn sie ausreichend qualifiziert sind. Gewisse Positionen oder Bereiche werden nunmal mit dem männlichen Geschlecht identifiziert. 

Eine Frauenquote soll für Frauen den Einstieg in genau diese Bereiche ermöglichen bzw. erleichtern. Das weibliche Geschlecht soll sich neben dem männlichen auch zu einer Gewohnheit etablieren, so dass die Frauenquote irgendwann idealerweise wieder abgeschafft werden kann. 

Antwort
von loema, 12

Warum hast du hier die Theses,, dass Frauen nach oben gehieft werden sollen, obwohl sie nicht entsprechende Fähigkeiten haben?

Da ist ja schon deine Frage so formuliert, dass es nicht mit der Frauenquote übereinstimmt.

Frauen mit den Fähigkeiten sollen so nach oben kommen.
Weil: Frauen sind 50% der Bevölkerung.
Und wenn das nur mit Quote mal einen Anfang findet, dann bitte mit Quote.
Wenns ein Selbstläufer wäre, bräuchten wir keine Quote.

Kommentar von missvoxsandra ,

Ja ich finde, (als Frau wohlgemerkt), dass es Blödsinn ist.

Zwar ist die Gesellschaft ca. in 50% Frauen und 50% Männer aufgeteilt. Und ja, Männer und Frauen haben die selbe Chance gut in etwas zu werden. Aber in "Männerbranchen" wie zb in der Informatik sind es 80% Männer und 20% Frauen, weil sich leider so wenige Frauen dafür entscheiden. (Und damit sollte sich der moderne Feminismus beschäftigen)

Da das Geschlecht keinen Unterschied mach, und beide Gruppen gleich gut sind, ist es nur logisch, dass unter den besten 10% Informatiker 20% Frauen und 80% Männer sind.

Ja ich finde es schade, aber der Schwerpunkt sollte darin liegen Frauen zu motivieren in diesen Domänen tätig zu sein und nicht sie mit Vorteilen zu bestechen und somit den Frauen die durch schwere Arbeit nach oben gekommen sind den Ruf zu vermiesen.

Kommentar von loema ,

Warte mal ein bischen ab.
Die Frauen holen langsam auf.
Wenn sich jetzt 20% Frauen für Informatik entscheiden, dann werden es bald mehr % sein.
Wenn du bedenkst, dass es unangenehm sein kann, alleine als Frau unter Männern zu arbeiten und da eventuell noch sexuelle Anspielungen oder blöden Sprüchen ausgesetzt zu sein.
Also ich bin zuversichtlich, dass sich mehr Frauen für Männerdomänen entscheiden werden. Das Interesse ist sicher da.
Aber oft fehlt auch der Mut.

Antwort
von JesterFun, 42

Ich stimmt dir total zu. Das hatte  ich damals bei der Einführung der Quotenregelung schon gesagt. Das ist ein Beweis für den übertriebenen Feminismus. Hier gilt schon gar nicht mehr "Frauen haben gleiche Rechte" sondern "Frauen haben MEHR Rechte".

Und wie du schon sagtest: In dem Fall haben sich die Damen selbst Knie geschossen. Ich merke das, wie bei Kunden oft die Mitarbeiter die Frauen gar nicht ernst nehmen. Und genau aus dem Grund. Niemand weiß ob Frauen nun für den Job wirklich qualifiziert sind.

Und am Ende passiert genau das wieder was eigentlich keine Frau wollte: Frauen werden nicht mehr ernst genommen, obwohl viele hart dafür gearbeitet haben.

Frauen haben in Deutschland schon sehr lange alle Rechte wie die Männer. Alle Rechte bedeutet nunmal leider nicht, dass man dann auch alles einfach so bekommt. Und nein, Studieren reicht da auch nicht immer. Das ist ganz normal. Dafür muss man eben kämpfen und das ohne irgendein Gesetz. Denn alles Andere zeigt leider nur wieder Schwäche.

Mich würde es nicht wundern das diese Tendenz irgendwann dazu führt, dass Frauen wieder als "schwaches Geschlecht" gesehen werden, die eine Sonderbehandung brauchen. Aber mal abwarten...

Ich kenne durchaus Frauen in meinem Freundeskreis ich ich sehr schätze für das was sie können. Aber ich muss zugeben, hier müssen sich Frauen mir viel mehr beweisen als damals. Das höre ich auch von meinen Kumpels immer wieder.

Antwort
von suessf, 46

Leider spielt hier die Realität, der "Markt" nicht richtig mit bei Fragen wie z.B. die Gleichberechtigung Mann - Frau. Daher ist es für mich gut und richtig, dass die Regierung regulierend/steuernd eingreift, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Klar kann ich mir vorstellen, dass es den einen oder anderen Fall geben wird, wo eine Stelle deswegen etwas unglücklicher besetzt wird - eben genau so, wie das auch umgekehrt der Fall ist. Aber Frauen hatten bisher ja auch viiiiel weniger Chancen, sich hier zu beweisen -> gebt ihnen diese doch endlich, dann sehen wir weiter :-)

Ansonsten wäre das wie das berühmte Erwachsenwerden: Mit 17 Jahren und 364 Tagen ist man als Jugendlicher noch derart dumm und unmündig, dass man nichts selber entscheiden darf. Aber über Nacht kommt die mystische Erleuchtung Schlag Mitternacht: Plötzlich können die jungen Erwachsenen ALLES, wissen alles, können alles selber entscheiden.... Die müssen also da nicht in einem längeren Lernprozess daran wachsen (erwachsen).
Bei den Frauenquote ist das anders -> gebt ihnen die Zeit dazu :-))

Kommentar von BottmSky ,

die Sache ist, sehr viele Frauen sind beruflich einfach inkompetent. sorry aber ist so, die sind heutzutage mehr mit ihrem aussehen, schuhe und natürlich männersuchr beschäftigt als sonst was und wenn die dann einen job suchen (weil papi den geldhahn zudreht) würden 90% von denen nie einen finden. mit der frauenquote aber schon, da die arbeitgeber frauen sowieso nur wegen der quote einstellen und nicht schauen ob die jz was kann

Kommentar von Dahika ,

so einen gequirlter Quatsch von einem Dünnbrettbohrer habe ich selten gelesen.

Kommentar von loema ,

So wie es inkopetente Frauen gibt , gibt es auch inkompetente Männer.
Und die sitzten schon seit Jahrhunderten in ihren Sesseln.
Schon aufgefallen?

Kommentar von NetzBeratung ,

Die müssen in den Sesseln aber mittlerweile nur noch aus Knochen bestehen. Alles andere dürfte verwest sein.

Antwort
von thetee99, 31

Leider führt das auch zu einer gesellschaftlichen Kluft zwischen Mann und Frau. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass nicht nur allein die aktuelle Arbeits-/Wirtschaftssituation, in der ein Mann als Alleinverdiener mehr und mehr ausstirbt, die Schuld an der heutigen demografischen Lage in den Industrienationen trägt.

Die meisten Frauen halten selbst an konsevativen Standards fest und wollen bei der Partnerwahl noch oft "erobert" werden, also demnach wohl von einem klassisch dominant-auftretenden, maskulinen, selbstbewußten Mann. Auf der anderen Seite sollen eben diese Männer sich Frauen in Führungspositionen ohne wenn und aber unterordnen können. Tut er das nicht, wird ihm auch dafür mangelnde Männlichkeit und Selbstreflektion vorgeworfen.

Ich halte das zwar auch selbst für eine antiqierte Sichtweise, aber es ist doch sehr ambivalent.

Es ist schon sehr spannend, wie sich die Menschen in dem Bezug weiterentwickeln werden :) Am besten wir werden irgendwann alle zu andrgynen Wesen um umgehen das gesellschaftliche Problem auf die Weise ;)

Kommentar von drea67 ,

Im Privatleben finde ich es gerade deswegen schön, Frau sein zu dürfen, weil ich im Beruf meinen "Mann" stehen muss!

Kommentar von loema ,

Und was möchtest du damit sagen?
Zu Hause bist du dann plötzlich schwach und sentimental?
Schwanger und trägst kurzen Rock?

Antwort
von Schneckly, 10

Quotenfrauen sind kein gutes Aushängeschild!

Antwort
von Dahika, 36

Wenn wir so weit wären, dass das Geschlecht außen vor gelassen werden könnte, dann ja. Ich finde es gut und richtig, dass wenn sich zwei gleich gute Bewerber um eine führende Stellung bemühen, dass dann die Frau genommen werden soll.

Bisher ist es nämlich so, dass nicht immer die bessere Person eine Stelle bekommt, sondern die männliche Person, obwohl die Frau vielleicht besser ist.

Es geht bei der Frauenquote nicht darum, eine unfähige Frau in eine leitende Stellung zu bringen, sondern fähigen Frauen eine Chance zu geben.

Man hat es ja lange versucht, ohne Frauenquote auszukommen, aber es funktionierte nie, weil einfach die Männerseilschaften zu stark sind.

Von daher finde ich die Frauenquote, solange sie nötig ist, gut.

Antwort
von Gustavolo, 36

Sandra:

Stephanie zu Gutenberg, Welt am Sonntag 15.11.2009

"Ich sag immer, man muss lernen, als Frau erfolgreich zu sein. Also nicht, in dem man versucht, in Bereichen, wo die Männer schon per naturam besser sind, sie zu übertrumpfen. Sondern aus den eigenen weiblichen Stärken wachsen wie zum Beispiel Kommunikation oder tausend Dinge gleichzeiitg bewältigen, überhaupt den längeren Atem haben.

Da sind wir Frau unübertrefflich. Wir sollten bei uns bleiben und feminin auftreten.

Nur wer authentisch ist, kann auch andere überzeugen."

Ein kluge Frau.

Kommentar von loema ,

"feminin auftreten".
Wollen gar nicht alle Frauen.
Also bitte hier jede so lassen sie wie mag.

Antwort
von martin0815100, 31

In der Praxis kommen aber weniger Frauen nach oben als es sein sollte. Man sieht ja beispielsweise an den Uni Abschlüssen wer da die Nase vorn hat. Aufsteigen werden in der Regel aber doch nur die Männer.

Wie auch immer. Die Quote ist dennoch keine richtige Lösung des Problems. Daher finde ich die Regelung trotzdem schlecht. Aber Gründe für ein Umdenken wären genug vorhanden.

Bei meinem Arbeitgeber waren schon unabhängig von der Quote 40% Frauen im Vorstand (TecDax Unternehmen, solide Zahlen gutes Wachstum in den letzten Jahren).

Kommentar von feinerle ,

weniger Frauen nach oben als es sein sollte.

Das erinnert mich an die Grundschule meiner Tochter. Jahrelang ohne Schulleiter/in.

Die ganzen Lehrerinnen dort gedachten nicht, den Job zu übernehmen. Hätte nur eine ja gesagt, wäre die es sofort geworden.

Zum Schluß, nach Jahren, hat man von außen jemand gefunden, der gerne Schulleiter wird, ein Mann.

Kommentar von JesterFun ,

Da gab es auch mal eine Umfrage, ob Frauen gerne mehr Gehalt hätten. Natürlich schon. Interessant dabei war aber auch, dass viele aber dann nicht bereit waren beim Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen...

Also es liegt nicht an irgendwelchen Gesetzen oder Ungerechtigkeiten. Sondern an der Frau selbst.

Und vielleicht - aber nur vielleicht - ist es einfach so das viele Damen doch nicht für unsere Arbeitsweil so wie sie gerade ist geeignet sind.

Nur mal angenommen, jeder Job würde gleich bezahlt werden... So würden Frauen die Jobs besser und viel lieber machen die heute nicht gut bezahlt sind. Wie Erzieherin oder was sie eben sonst gut können.

Also wir sollten eben nicht dafür sorgen das Frauen die gleichen Jobs machen MÜSSEN, wegen dem Geld oder der Anerkennung. Sondern das die Jobs die vor allem die Damen besonders gut machen vor allem geschätzt werden. Ich spreche von sozialen Jobs. Da sind eben sehr die Frauen einfach besser.

Kommentar von thetee99 ,

Es geht aber in der Praxis, vorallem in Führungspositionen, nicht ausschließlich um fachliches oder theorethisches Wissen. Es gibt noch eine Reihe anderer Kompetenzen oder Soft-Skills, wie das Auftreten etc., die eine wichtige Rolle spielen.

Wenn man ein Unternehmen bspw. autoritär führen möchte, weil die Unternehmensstruktur diesen Führungsstil einfach benötigt, macht u. U. ein Mann mit entsprechendem Auftreten einfach mehr Sinn.... wenn ich an meine Freundin denke, weiß ich zwar, das es natürlich auch Frauen gibt die sowas umsetzen könnten, aber meistens weniger durch entsprechende Austrahlung, als wenn sie erst mit dem Reden anfangen.... :,,,-(

Kommentar von Busverpasser ,

Ich denke auch, dass es auch sehr daran liegt, dass Frauen oft andere Lebensinhalte suchen als die Karriereleiter empor zu steigen. Zumdinest ist es das was ich beobachte... ;-)

Antwort
von MarcoAH, 41

Die Qualifikation sollte entscheiden und nicht das Geschlecht, ob man den Job bekommt.

Kommentar von Dahika ,

Aber bisher hat halt das Geschlecht entschieden, ob man (die leitende) Stelle bekommt. Nur dass das Geschlecht männlich war. Jetzt, wo das jetzt nicht mehr so ganz einfach ist wie früher, heulen die Männer auf. "Rabäääh, wir sind benachteiligt."

Kommentar von MarcoAH ,

Werd mal hier nicht kindisch. Ich habe es so geschrieben, wie ich es sehe. 

Zur Info: Ich habe keinerlei Interesse, in einer leitenden Funktion zu sein. Mir ist es viel wichtiger, als studierter Mann, einen einfachen Job zu haben, wo ich gerne hingehe, wo das Betriebsklima stimmt und, wenn ich eine Frau kennen lerne, die ich heiraten und mit der ich Kinder haben möchte auch, die Familie zu ernähren.

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