Frau zieht aus reicht aber nicht die scheidung ein?

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4 Antworten

Das Trennungsjahr muss nach dem Gesetz eingehalten werden, aber in der Praxis kann man den Scheidungsantrag auch schon nach 10 Monaten Getrenntleben stellen. Wenn Ihr beuide Euch einig seif, dass Ihr beide schnelllstmöglich geschieden werden wollt, könnt Ihr auch übereinstimmend ein früherers Trennungsdatum angeben. Das ist möglich, weil das Gericht bei einer einvernehmlichen Scheidung keinerlei Trennungsnachweis verlangt, sondern nur nach den mündlichen Angaben beider Eheleute geht. Deshalb ist auch die melderechtliche Situation völlig unerheblich. Wenn Ihr beide also z.B. aussagt, dass die Trennung im Januar 2016 war (ein noch früherer Trennungszeitpunkt wäre schlecht für für Steuerklasse), könnte die Scheidung also bereits Anfang November eingereicht werden. Da die Ehe dann länger als drei Jahre gedauert hat, ist zwar grundsätzlich der Versorgungsausgleich durchzuführen. Ihr könnt aber beide auf den Versorgungsausgleich verzichten. Ihr könntet dann schon im Januar geschieden sein.

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Wenn DU die Scheidung möchtest, dann solltest auch DU die Scheidung beantragen, dass geht aber erst kurz vor Ablauf des Trennungsjahres.

Eine Eheberatung beim Anwalt = Finanzberatung beim Maurer

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Du kannst doch erst nach einem Jahr Trennung die Scheidung einreichen.

Und da Du Dich getrennt hast, wäre es doch sinnvoll, wenn Du die Scheidung einreichst.

Beim Anwalt bekommt man keine Eheberatung. Hast Du ihm gesagt, dass Du die Scheidung einreichen willst? Deine Ex muß das nämlich nicht.

Was Du bei deinem Anwalt festhältst ist schnuppe, da gilt das Datum der Ummeldung.

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Kommentar von Blackjake15
19.06.2016, 21:33

nicht eheberatung sondern Erstberatung wurde es genannt war mein fehler. Also muss ich nun 1 Jahr warten bis ich die scheidung einreichen kann ?

Aber das scheidungsjahr läuft ab dem Zeitpunkt wo sie die Wohnung verlassen hat oder ?

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Hallo, 

Frage 1 - bezüglich des Scheidungsantrags: auf das Trennungsjahr wurde ja bereits eingegangen (nach frühestens ca. 10 Monaten nach der Trennung kann der Scheidungsantrag bei Gericht gestellt werden).

Frage 2 - bezüglich des Versorgungsausgleichs:  Der Versorgungsausgleich wird von Amts wegen, das heißt automatisch, durchgeführt. Dazu holt sich das Gericht die enstprechenden Auskünfte bei den Rentenkassen. Das passiert dann nicht , wenn es sich um eine kurze Ehedauer von unter drei Jahren handelt. Dann wird der Versorgungsausgleich nur auf Antrag durchgeführt. Bei der Berechnung der Ehedauer wird aber das Trennungsjahr der Sache nach mit einberechnet/ mitgezählt. 

Aber es ist durchaus auch ein Ausschluss oder eine Modifikation des Versorgungsausgleich durch notariellen Vertrag oder gerichtlichen Vergleich möglich:https://www.online-scheidung-deutschland.de/scheidungsrecht/versorgungsausgleich

Ich hoffe, ich konnte helfen

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