Frage von lalih25, 29

Fragestellung zu Bertrand Russel - Probleme der Philosophie?

Ich muss für ein Seminar ein Essay über einen Teil von Bertrand Russel - Probleme der Philosophie schreiben. Ich habe überlegt über etwas aus dem 1.Kapitel Erscheinung und Wirklichkeit zu schrieben. Mir fällt aber keine Fragestellung ein die ich formulieren könnte. Irgendwelche Ideen?

Antwort
von Grautvornix16, 14

Hi, leider nein. Mit Russel hast du sowas wie die A...-Karte gezogen. Aber trotzdem vielleicht soviel: Ich habe B. Russel während meines Philo-Studiums als klugen Scharlatan erlebt, (vielleicht war ich zu blöd für ihn / aber wahrscheinlich eher nicht) der allerdings als heller Kopf für den Bereich der sog. "Analytischen Philosophie" auf Definitions- und Schlüssigkeitsprobleme aufmerksam machen konnte während andere den Bereich der Logik noch für vollkommen hielten.(insbesondere bei der Mengenlehre). Das war ähnlich wie in der Mathematik. Zusammen mit Whitehead hat er sich ja an dem Versuch beteiligt, die Widerspruchsfreiheit der Mathematk nachzuweisen - wie wir wissen ohne Erfolg, was Gödel dann endgültig klärte. Aus meiner Sicht hat Russel bewirkt zu erkennen, daß eine starrer kategorialer Aufbau logischer Aussagen nicht möglich ist sondern logische Aussagen als Elemente von Klassen spätestens im Bereich der Mengenhierarchie als Teilmengen oder "transitiv" das heißt als begriffsübergreifende Zuweisung von Eigenschaften zu verstehen. Soll heißen: Der Begriff Löwe ist selbstredend nicht der reale Löwe selber und wenn ich dem Begriff andere Eigenschaften zuweise als dem "realen" Löwen habe ich prompt eine Antinomie. Wenn ich den realen Löwen als als Element einer Klasse, welche wiederum Teilmenge einer Menge von möglichen Löwenbegriffen ist sehe lößt sich das Problem in Luft auf. Das Spielchen hat Russel aber auch in der Auseinandersetzung mit Kant usw. gemacht. Wenn es also eine Überschrift oder roten Faden zu deiner Aufgabenstellung gäbe dann vielleicht: B. Russel und die Grenzen der analytischen Philosophie oder B. Russel und die Scheinprobleme der Analytischen Philosophie oder B. Russel: Anstoß zur Entdeckung der Fuzzy-Logik. - Sorry, aber mehr geht da aus meiner Sicht nicht. Vielleicht geht was mehr wenn du dich traust Russel kritisch zu sehen und dein eigenes Denken einzubringen, etwa: B. Russel: Kritischer Diskurs zur Analytischen Philosophie.

Gruß

Antwort
von berkersheim, 13

Ich würde fragen, ob man nach Lekture dieses Kapitels sich fragen muss, was die Aufgabe der Philosophie ist. Jaspers sagt, dass Philosophie die Welt erhellen soll. Russel demonstriert, dass seine Philosophie in der Lage ist, die einfachsten Dinge der Welt zu verwirren. Bezogen auf den Titel "Probleme der Philosophie" stellt sich die Frage, ob es an der jeweiligen Art, zu philosophieren, liegt, dass die Philosophie als problematisch und im Grund nutzloses Geschwätz erscheint. Man stellt sich die Frage, ob Philosophen nicht in der Lage sein sollten, echte Probleme zu sehen, die in der Welt real jeden Tag existieren und zu ihrer Lösung beizutragen, statt Phänomene, die relativ unproblematisch sind, zum Problem zu machen. Unter "normalen Menschen" nennt man das Wichtigtuerei, Aufgeblasenheit, leeres Geschwätz.

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