Frage von DjNickn, 91

Fragen zur Unfallversicherung, ja hab schon nach meiner gesucht?

Also.... Es ist so Ich hatte 20.02.2015 ca einen Motorrad unfall

Damals hatte ich meine Kniescheibe und blut gesehen habs desinfiziert und auf mutti gehört wird wieder bis du heiratest. So mir is in dem Jahr immer mehr aufgefallen das genau das knie an der stelle wo der unfall war weh tut. Nun war ich 2 Wochen beim Arbeiten also 8-9h stehen am Tag 5 Tage die Woche mal 2. Jetzt humpel ich nur noch durch die gegend und war beim Arzt. Dem alles gesagt was war usw. Er meinte könnte Miniskus oder Knorpelschaden sein ich muss zum Unfall Chirurg

So Viel bla bla eigentliche Frage

Kann ich das jetzt noch bei meiner Unfallversicherung melden? Ich bin 17 falls es hilft.

Mir is extrem aufgefallen das ich Tag für Tag beim Arbeiten schlechter laufen konnte. Und das in so jungen Jahren.

Was kann ich tun?

MfG euer Dj

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 32

Hi lieber DjNickn,

einen Unfall kannst du immer melden - nur ob es dir noch was nützt ist fraglich! Also melden solltest du einen Unfall bei deinem Versicherer unverzüglich - dies heißt natürlich nicht, damit 1 1/2 Jahre zu warten...

Es gibt jedoch Ausnahmen wie überall, will heißen: kommt drauf an wie kulant dein Unfallversicherer ist !?!

Du solltest allerdings deine Fristen unbedingt einhalten: in der Regel kann ein Dauerschaden bzw. eine Invalidität frühestens 12 Monate nach dem Unfalltag durch einen Arzt festgestellt werden und muß spätestens 15 Monate (diese Frist könnte z.B. auch 24 Monate heißen, je nach Versicherer und dessen AUB) nach dem Unfalltag dem Versicherer gemeldet werden!

Also unbedingt schnell mal einen Blick in deine AUB (Allg. Unfallbedingungen) und deine Fristen nachlesen!!!

Wurde bei dir ein Dauerschaden festgestellt oder auch nicht, dann gilt eine letzte Frist mit 3 Jahren nach dem Unfalltag (gesetzlich geregelt; also diese Frist gilt immer, egal was in deinen AUB drinsteht!).

Diese Frist gilt für den Versicherer gleichermaßen wie für den Versicherten: der Versicherer kann bis zu 3 Jahre wg. einer Verbesserung der Invalidität den Geschädigten zum Arzt schicken und der Versicherte im Gegenzug bis zu 3 Jahre nach dem Unfalltag wg einer Verschlechterung selbst zum Arzt gehen und dies durch den Arzt bestätigen lassen!

So viel aus meinen betreuten Leistungsfällen in der Unfallversicherung als ehem. Versich.maklerin.

Ein Beispiel aus meiner Versich.maklerzeit: Ein Skiiausflug-Unfall wurde aus Nichtwissen nur dem Schulversicherer gemeldet und der Verunfallte hat von diesem Leistungen wg. Dauerschaden erhalten.

Erst bei Kündigung der privaten Unfallversicherung wurde dieser Versicherer auf den längst vergessenen Unfall aufmerksam gemacht und aus Kulanz sämtliche Ansprüche aus Invalidität bzw. Dauerschäden nachgezahlt nach über 5 Jahren!

Gruß, gute Besserung u. viel Erfolg damit wünscht dir siola55

PS: Bei welchem Versicherer hast du denn deine Unfallversicherung wg. der evtl. unterschiedlich gereglten Fristen im Unfallvertrag?

Kommentar von DerHans ,

Der Unfall wurde ja damals überhaupt nicht einem Arzt vorgestellt. (So lese ich das jedenfalls).

Wenn sich jetzt, wegen der versäumten rechtzeitigen Behandlung, ein Dauerschaden heraus stellt, ist das zum großen Teil selbst verschuldet.

Kommentar von siola55 ,

Ja - kann sein, aber ich würde nichts unversucht lassen - manche Versicherer sind oft kulanter als man/frau denkt. Man/frau muß vllt. nur den richtigen Umgangston bzw. eine Begründung finden für das falsche Vorgehen ;-)

Kommentar von siola55 ,

Du solltest allerdings deine Fristen unbedingt einhalten: in der Regel kann ein Dauerschaden bzw. eine Invalidität frühestens 12 Monate nach dem Unfalltag durch einen Arzt festgestellt werden und muß spätestens 15 Monate (diese Frist könnte z.B. auch 24 Monate heißen, je nach Versicherer und dessen AUB) nach dem Unfalltag dem Versicherer gemeldet werden!

siehe mein Beispiel der ARAG-Unfallversicherung als Bildanhang

Kommentar von DerHans ,

In deinem obigen Beispiel wurde der Unfall aber durch die Schülerunfallversicherung  dokumentiert. Kann also nachvollzogen werden, wie sich der Zustand verändert hat.

Das kann mit dieser Frage hier kaum vergleichen

Kommentar von DjNickn ,

also...man kann es nich und hätte es nich behandeln können laut arzt...Versicherung von mir die debeka

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 17

Hi lieber Dj, da mußt du dir schon selbst die Mühe machen und in deinen AUB die Fristen nachlesen!

Diese können bestenfalls bis zu 3 Jahre (36 Monate ab dem Unfalltag) gehen und nur die letzte Frist wg. einer Änderung der Invalidität ist einheitlich per Gesetz auf 3 Jahre bestimmt als Verjährung der Leistungen.

Antwort
von Fotoespana, 63

Du solltest heiraten 😂 Hat Mutti doch gesagt 

Nee Spaß bei Seite. Theoretisch könntest du es,  allerdings musst du beweisen, dass es daher kommt. Da wird es schwer,  denke ich.

Allerdings - Mehr als ablehnen können die nicht. 

Kommentar von DerHans ,

Man kann NICHT nach 1 1/2 Jahren einen Unfall anzeigen. Inzwischen könnte ja sonst was passiert sein.

Kommentar von Fotoespana ,

Bis zu 3 Jahre geht das, man muss nur nachweisen, dass es daher kommt.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 27

Ein Unfall muss natürlich "zeitnah" dem Versicherer angezeigt werden. Nah über einem Jahr kannst du da keine Ansprüche mehr stellen.

Kommentar von siola55 ,

Nach über einem Jahr kannst du da keine Ansprüche mehr stellen.

Ansprüche kann man/frau immer stellen und dies sollte der Dj auch machen! Erstens kennst du seine Fristen nicht und zweitens gibt es vllt. doch noch ein paar kulante Versicherer???

Ausserdem ist die gesetzlich vorgeschriebene letzte Frist von 3 Jahren nach dem Unfalltag noch nicht überschritten...

Also unbedingt den Unfall mit evtl. Dauerschaden von einem Arzt feststellen lassen und dem Versicherer unbedingt melden!

Gruß siola55

Antwort
von Apolon, 29

Fragen zur Unfallversicherung, ja hab schon nach meiner gesucht?

Und hast du sie gefunden?

Wenn ja - rufe einfach bei deiner Unfallversicherung an und stelle dort deine Fragen!

Antwort
von qugart, 26

Der Unfall hätte spätestens innerhalb von 15 Monaten der Unfallversicherung gemeldet werden müssen. Erfolgt das nicht, hat man keine Chance mehr.

Steht auch so in den Versicherungsbedingungen deiner Unfallversicherung.


Kommentar von siola55 ,

Hey qugart, so einfach ist dies zum Glück für den Dj nicht:

  1. gibt es unterschiedliche Fristen je nach Versicherer und dessen AUB (manche Versicherer gewähren hier 24 Monate - also bitte nicht alles über einen Kamm scheren)...
  2. gibt es evtl. eine Kulanzregelung bzw. die Frist ist noch gar nicht abgelaufen...

3. gibt es bei Unstimmigkeiten den für Dj kostenlosen Versicherungsombudsmann ;-)

Ansprechpartner hierzu: www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Kommentar von DerHans ,

KULANZ gibt es vielleicht mal bei einem Haftpflicht- oder Hausratschaden für 50 €.

Welcher Versicherer zahlt "aus Kulanz" eine u.U. lebenslange Rente? Da dürften die anderen Beitragszahler richtig begeistert sein.

Kommentar von siola55 ,

Steht auch so in den Versicherungsbedingungen deiner Unfallversicherung.

Woher bitte kennst du seine AUB (Allg. Unfallbedingungen)???

Antwort
von alarm67, 37

Ich verstehe die Frage so, dass Du damals die Unfallversicherung nicht informiert hast!?

Melden kannst Du es, aber wird vermutlich nichts bringen!

Als Vertragspartner hast auch Du Verpflichtungen! Zu diesen Verpflichtungen/Obligenheiten gehört, was auch logisch ist, das ein Schaden/ein Unfall unverzüglich gemeldet wird! Das hast Du nicht gemacht. Vermutlich hast Du dadurch Deine Ansprüche verloren!

Kommentar von siola55 ,

Ansprüche gehen niemals verloren, wenn diese fristgerecht beim Versicherer eingereicht werden! Hiezu gibt es unterschiedliche Fristen zu beachten je nach Unfallversicher und dessen AUB (Allg. Unfallbedingungen). Nur die letzte 3-Jahresfrist ist gemeinsam, da gestzlich vorgeschrieben!

siehe auch meine Antwort hierzu bzw. den Link hier:
www.finanztip.de/unfallversicherung-invaliditaet-feststellung-frist/

Kommentar von alarm67 ,

Meines erachtens irrst Du dich hier! Wenn ich die Frage richtig verstehe, hat der Fragesteller seinen vor über 1,5 Jahren ereigneten Unfall seiner Unfallversicherung NICHT gemeldet!

Somit hat er die Verjährungsfrist aufgrund seiner Nichtmeldung überhaupt nicht zum Laufen gebracht! Ganz im Gegenteil! Durch diese Obligenheitsverletzung, nämlich diesen Unfall der Versicherung unverzüglich anzuzeigen, hat er seine Ansprüche wohl verloren! Kulanz ist eine andere Geschichte, kann und sollte er probieren!

Siehe auch hier:

http://www.unfallversicherungen-24.de/tipps/unfallversicherung-meldefristen.php

Kommentar von alarm67 ,

Oder hier:

https://www.geldtipps.de/versicherungen/lebensversicherung/wer-frist-zur-schaden...

Selbst diese großügige Frist hat er mittlerweile verpasst!!

Kommentar von DerHans ,

KULANZ gibt es vielleicht mal bei einem Haftpflicht- oder Hausratschaden für 50 €.

Welcher Versicherer zahlt "aus Kulanz" eine u.U. lebenslange Rente? Da dürften die anderen Beitragszahler richtig begeistert sein.

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