Ich wollte es eigentlich erst per PN's mit Leuten klären, die sich damit auskennen. Aber die sind kaum online und ich brauche gute, aber auch schnelle Antworten. Deswegen frage ich jetzt direkt.
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Es gibt da ja so Gruppentherapien. Jedenfalls habe ich das gehört. Muss man da wirklich mitmachen? Oder kann man sagen, man möchte nur die Einzeltherapien machen?
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Und ich habe gehört, dass es Gruppenzimmer da gibt. Kann man da auch ein Einzelzimmer bekommen?
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Das wäre echt voll lieb, wenn ihr mir helfen würdet.

Besprich das alles mit Deinem Arzt. Oder Du schaust Dich mal in einem Depressionen-Forum um.

Hallo : ) In der offenen Psychiatrie musst du nicht direkt an Gruppensitzungen teilnehmen; jedenfalls bei uns nicht.
Erst sind sowieso Einzelgespräche an der Tagesordnung, um herauszufinden, wo deine Probleme sind und was dir guttut u auch hilfreich ist, um alles wieder in den Griff zu bekommen.
Einzelzimmer wird nicht möglich sein denke ich. Es sei denn, du hast Wahlleistungen mit deiner Krankenkasse abgeschlossen. Aber ich finde, 2-Bett Zimmer (eigentlich die Regel) auch in Ordnung.
Alles Gute dir : )
Es geht nur darum, dass ich manchmal so meine Probleme habe. Das kann ich hier jetzt so "öffentlich" nicht gut erklären.
niniel68 am 18. Dezember 2008 17:38 Das glaub ich dir; aber du gehst ja dahin, um an den Sachen zu arbeiten. Lass erst mal alles auf dich zukommen. Du wirst da viel Unterstützung u Halt finden; also keine Angst. Finde es toll, dass du den Mut hast, so darüber zu reden. Das allein ist schon ein gutes Zeichen.
Das kann sein, aber ich weiss es nicht. Aber es gibt viele Sachen, die da sind, jedenfalls hab ich das so gehört, die einfach zu viel für mich sind. Das geht über meine Grenze hinaus und dann bekomme ich Panik.
niniel68 am 18. Dezember 2008 17:47 Jeder, der mal in einer Psychiatrie war, erlebt die Dinge auf "seine" Weise; gleiche Traumen werden ja auch unterschiedlich erlebt u verarbeitet. Hör nicht darauf. Lass es einfach erst mal auf dich zukommen.
Hallo, also: Es gibt unter anderem Gruppentherapien, aber auch Einzelgespräche. Du wirst zu nichts gezwungen, es wird Dir aber sicherlich dazu geraten, auch an Gruppentherapien mitzumachen. Viele haben Angst davor, dass musst Du wissen, den anderen geht es ähnlich! Aber eigentlich alle Patienten, die ich erlebt habe, sind mit einem guten Gefühl gegangen und waren froh, dass sie an der Gruppe teilgenommen haben. in der Gruppe werden KEINE schlimmen Erlebnisse erzählt. Es ist viel mehr ein Erfahrungsaustausch. Wenn Du das Gefühl hast, Du möchtest etwas sagen, dann hast du Platz. Wenn Du Dich aber zurückhalten möchtest, dann kannst Du das auch machen. Du kannst auf jedenfall sehr viel lernen von den anderen und profitierst um einiges mehr, als von Einzeltherapiesitzungen. Manchmal kann man sich auch mit den Mitpatienten zusammen gegen den Therapeuten stellen. Das ist z.B. auch sehr hilfreich. Wie das mit den Betten aussieht, weiß ich nicht genau. Ich glaube, in der Regel mind, zwei Personen. Ist aber bis jetzt auch bei allen gut gegangen. Wenn es Streitereien gibt oder man es nicht mehr aushält, weil der andere schnarcht oder so, dann immer zum Personal gehen und versuchen, was zu ändern. So lernt man viel fürs Leben, was ja das Ziel sein sollte! Ich glaube, die größte Sorge ist immer, dass man Angst hat, man müsse jetzt mit den schlimmsten, intimsten Sachen rausrücken und das auch noch vor mehreren Menschen. Oft geht es aber da gar nicht mehr drum! Versuch Dir da so wenig wie möglich Gedanken drüber zu machen (auch wenn es schwer fällt) und das sollte kein Grund sein, nicht hin zu gehen. Wenn Du Dir viele Gedanken machst, wie das abläuft und bei Dir ein Horrorstreifen draus wird, versuch doch mal mit der Station Kontakt aufzunehmen und frag, wie das ist, erzähl, was Deine Sorgen sind. Das ist ein guter Start in die spätere Arbeit. ... wenn es überhaupt um Dich geht... Ich hoffe, ich konnte Dir etwas Last nehmen. Nur Mut!
Ich habe nur halt mit bestimmten Sachen Probleme und bekomme Panik wenn mir das aufgezwungen wird. Ich kann nur hier so öffentlich nicht besonders gut darüber reden.
niniel68 am 18. Dezember 2008 17:42 Aufgezwungen wird dir nichts. Nur sehr behutsam "nahegelegt" : )Du musst dich in gewisser Weise den Dingen ja stellen; u ab u an muss man da leider gegen sich gehen. Das geht jedem so.
Es wird ja auf Dich eingegangen. Dort gibt es Möglichkeiten, sich auf die Patienten einzustellen. Die haben Erfahrungen mit völlig unterschiedlichen Krankheitsbildern, Ängsten, Traumata etc., d.h. es wird auf Dich Acht gegeben. Niemand will Dich da zu etwas zwingen...das ist ja auch nicht der Sinn. Es ist immer jemand da, der ein offenes Ohr für Dich hat und auf Dich eingeht. Glaub mir, vielen vielen anderen, die da sind, geht es auch so und alle haben Angst, dass die anderen das nicht verstehen!
Aber es gibt einfach Momente, da will ich alleine sein und einfach nur da sitzen. Die Türe zu und dann brauche ich mal ein paar Minuten Ruhe. Aber ich kann die anderen oder den anderen ja nicht einfach aus dem Zimmer werfen.
Abers findet man immer welche. Rückzugsmöglichkeiten gibts auch und die anderen sind Menschen, mit denen man reden kann. Such nicht nach möglichen Ausreden, sondern probiers einfach mal aus und geh es an!
Psychiatrien sind auch nur Krankenhäuser. Normal sind dort 2- und 3-Bett-Zimmer. Einzelzimmer sind die Ausnahme.
Wenn du in ein Krankenhaus gehst, dann solltest du den Ärzten soweit vertrauen, dass die wissen, welche Therapieform für dich gut ist. Normal gibt es einen Mix aus Einzelgesprächen mit dem Arzt/Therapeut und verschiedenartigste Gruppentherapien. Wenn du dich gegen Therapieformen wehrst, kann der Arzt auch die ganze Therapie abbrechen - also solltest du es erst versuchen und dann mögliche Bedenken in Einzelgesprächen mit deinen Betreuern dort besprechen.
Soweit ich weiß, sind Gruppentherapien nicht obligatorisch. Zumindest ist das bei einem Psychologen so.

Ich kenne einen Fall, bei dem es Einzelzimmer gab, aber die verschiedenen Therapien waren Pfilchtprogramm. Aber ich denke, das es in jedem Krankenhaus anders geregelt ist

Es gibt dort Gruppen und auch einzeltherapien,Ergo,Sport,Trommeln,entspannungstraining ect.

Die Antworten auf dieser Seite empfinde ich als sehr gut. Danke! Wenn du ein Forum suchst mit ausschließlich Psychiatrie-Erfahrenen - also (ex-)Patienten - dann wende dich an den BUNDESVERBAND PSYCHIATRIE-ERFAHRENER e.V. (BPE), Bochum = www.bpe-online.de
Die haben Mitglieder und Regionalverbände sowie Selbsthilfegruppen in allen Bundesländern bzw. größeren Städten. Dort gibts vor allem Know-How aus Betroffenensicht, während viele andere Quellen / Stellen meist nur die rein medizinische Sicht vermitteln. Alles Gute!
auch ich mag mich den bisherigen ausführungen anschließen. beide fromen der therapie sind bestandteil des programms. sicher mußt du dich nicht äußern, sicher mußt du dich nicht offenbaren, sicher wirst du nicht in selbstverletzender weise dazu gebracht, dein gesicht zu verlieren. dennoch soll man an allen bestandteilen des therapieprogramms teilnehmen/anwesend sein. schließlich willst du eine heilung erzielen und das konzept hat einen grund. man will ein zusammengehörigkeitsgefühl erreichen, das bewußtsein öffnen das man nicht alleine ist, das begreifen der zusammenhänge wie es zu dem problem kam - die sicht nach außen ist oft um vieles leichter, als der blick auf sich selber. zu der frage mit dem einzelzimmer - als privatpatient kannst du ein einzelzimmer in anspruch nehmen und auch eine behandlung durch den oberarzt, wenn du aber bei der gesetzlichen krankenkasse bist, hast du darauf kein recht. wenn du z.b. zu konflikten im zwischenmenschlichem bereich neigst und daher angst vor kontakt mit anderen hast, wird gerade das ein bestandteil der therapie sein, deine sozialen fähigkeiten zu verbessern und die probleme im einzelnen beobachten zu können, um diese zu behandeln.
wenn du einen leidensdruck empfindest - so das du den wunsch hast, das du endlich einfach nur lebst und nicht nur existierst, oder es überlebst, wenn du persönlichkeitsstörungen hast die sich spürbar für dich negativ äußern, wenn du gefangen in deinen ängsten und zwängen bist und ausbrechen willst, dann kann ich dir nur raten - nimm deinen mut zusammen. therapie macht keinen spaß, sie ist keine party und doch wenn du die dinge die du vermittelt bekommst annehmen und auf dein leben umsetzen kannst, wirst du nicht einen augenblick bereuen und dankbar sein für jede träne, für jeden konflik, für jeden ärger - denn es bringt dich aus deinem problem und der lösung mit jedem tag ein stück näher. trau dich und du wirst sehen was es heißt sein leben zu leiten und nicht geleitet zu werden. lg