Frage von mAin0x, 72

Fragen zur Aok- Krankenversicherung und zur Huk-Coburg- Krankenversicherung?

Erstmal: Ich bin 17 und habe noch kein halbes Jahr gearbeitet. Ich war früher über meinen Vater Famielienversichert bei der Huk- Coburg. Ab dem 1.9.15 war ich dann bei der AOK. Am 7.2.16 brach ich wegen eines psychischen Zusammenbruchs die Ausbildung ab.

Ich versuchte dann über ganze 4 Monate, wieder Krankenversichert zu werden, natürlich bei der Huk-Coburg über meinen Vater, was klar sein müsste. Jetzt nach Monatelangem Briefe- Austausch sagt die Huk- Coburg, sie nimmt mich nicht in die Familienversicherung rein, da eine Folgebehandlung wegen des Zusammenbruchs angeraten wurde.

Ich war die gesamten 4 Monate nicht ein einziges Mal krank. Nun sagt die Aok, ich war bei ihr noch "Folgeversichert" oder so. Das heißt, ich müsste ein Vermögen nachzahlen, nur dafür, das nichts passiert ist.

Mein Vater meinte nun, die Huk würde mich alleine versichern, eventuell sogar ab dem 7.2., wodurch ich dann statt die AOK die Huk bezahlen müsste, was laut seinen Worten günstiger wäre.

Fragen:

  1. Kann ich mich irgendwie von den Kosten der 4 Monate befreien, da ich ja nicht verlangte, Folgeversichert zu werden und es auch keinen Anlass gab?

  2. Wie kann es sein, das man jemanden wegen eines psychischen Zusammenbruchs nicht versichert? Ich fühle mich dadurch höchstgradig persönlich angegriffen!

  3. Was wäre die günstigste Möglichkeit und kann ich mir vielleich sogar die Familienversicherung erklagen? (Habe von sowas mal gehört)

Antwort
von sassenach4u, 35

Zuständig für die Weiterversicherung ist die Krankenkasse, bei der man zuletzt versichert war. Damit lehnt die HUK Coburg die Weiterversicherung zu Recht ab. Bei der AOK sind, wenn man keinen anderweitigen Anspruch auf Versicherung durch einen Arbeitgeber z.B. hat, man verpflichtet, die Beiträge selbst zu entrichten.

1. Eine Befreiung von der Folgeversicherung gibt es nicht, seit 2007/2009 besteht Krankenversicherungspflicht in Deutschland, d.h. mann MUSS sich folgeversichern- auch, wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat.

2. Sie sind nicht "nicht versichert" sie sind bei der AOK versichert.

3. Die kostenfreie Familienversicherung gibt es nur innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Da ihr Vater privat versichert ist, waren sie dort auch nie "familienversichert" sondern selbst und er hat in der Vergangenheit Beiträge für Sie dort bezahlt.

Eine Klage hat keinen Zweck.

Sprechen Sie mit der AOK, der günstigste Beitrag liegt dort bei ca. 170,-- Euro/ Monat. Hat man sie höher eingestuft, dann bitten Sie um Abänderung.

Um die Zahlung selbst werden Sie nicht herumkommen, es sei denn, Sie beginnen eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder beziehen Leistungen vom Jobcenter, die Ihnen allerdings nicht zustehen werden, da Sie erst 17 Jahre alt sind und Ihre Eltern sicher selbst keine Leistungen vom Jobcenter beziehen.

Ist so, aufregen hilft nicht und tut Ihrer Psyche nicht gut.

Antwort
von NochWasFrei, 43

1. Nein die Kosten für den Zeitraum komplett zu umgehen ist nicht möglich. Und natürlich gab es einen Anlass dich dort weiter zu versichern: die allgemeine Versicherungspflicht. Es wäre gegen das Gesetz gewesen dich NICHT weiter zu versichern.

2. Das kann nicht nur so sein, das ist einfach so. Das Kostenrisiko ist aus Sicht der Versicherung zu hoch. Um dieses zu decken müsste ein extrem Hoher Beitragszuschlag verlangt werden. Wenn dieser einen gewissen Satz überschreitet, wird er gar nicht mehr angeboten sondern es erfolgt die Ablehnung.

3. Am günstigsten wäre wohl, wenn du eine neue Ausbildung findest...

"Mein Vater meinte nun, die Huk würde mich alleine versichern, eventuell sogar ab dem 7.2."

Die HUK hat dir doch schon gesagt, dass sie dich nicht wieder aufnimmt. Die gesundheitlichen Probleme die dazu geführt haben, sind auch dann die gleichen wenn du dich selber dort versicherst.

Kommentar von NochWasFrei ,

Auch hier nochmal:

Die HUK kann dir lediglich den Versicherungsschutz im bisherigen Tarif verweigern. Sie müssen dich im sog. Basistarif versichern (dieser entspricht grob gesagt der gesetzlichen Krankenversicherung). Stelle einen entsprechenden Antrag.

Die AOK darf deine dortige Mitgliedschaft nicht aufheben, bis du eine andere Versicherung nachweist (da du irgendwo versichert sein MUSST). Logischerweise verlangen die dann auch Geld für den Zeitraum in dem du dort versichert warst. Wenn dich die HUK rückwirkend wieder aufnimmt (im Basistarif) kannst du das Geld für den Zeitraum von der AOK zurückbekommen. Aber irgendwo musst du für diesen Zeitraum Beitrag zahlen, auch wenn du nicht krank warst.

Nochmal: Such dir ne neue Ausbildung...

Kommentar von sassenach4u ,

Due HUK nimmt ihn nicht, es gilt das Prinzip der "letzten Kasse" war die AOK!

Kommentar von NochWasFrei ,

Hab ich auch erst so gesehen, aber das Problem wird doch wohl sein, dass die Vorversicherungszeiten nicht erfüllt sind und er somit sich nicht freiwillig gesetzlich versichern kann.

Kommentar von nersd ,

Seit es die Versicherungspflicht und die obligatorische Anschlussversicherung gibt, ist die Vorversicherungszeit bei gesetzl. Versicherungsende nicht mehr relevant ;)

§188 Abs. 4 SGB V

Antwort
von MiaMaraLara, 23

1. Nein du hast nicht deinen Austritt erklärt und eine Folgeversicherung nachgewiesen, somit bist du freiwilliges Mitglied bei der AOK. Das ist nicht nur das gute Recht der AOK sondern auch deren Pflicht dich weiter zu versichern. Wenn du dich wieder privat Versichern willst musst du Kündigen (Achtung Kündigungsfristen) und eine private Versicherung nachweisen.

(die Worte freiwilliges Mitglied können hier evt verwirren. Das Wort freiwillig beschreibt nur deinen Status) 

2. Ja das kann sehr gut sein, dass dich deine private KV nicht in deinem alten Tarif versichert. Es ist nunmal eine private KV die die Kosten kalkuliert.

3. Nein.

Antwort
von schleudermaxe, 8

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn die HUK kennt keine Familienversicherung in ihren Tarifen.

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