Frage von Schneeburg82, 23

Fragen zum Unterhalt. Ausgangsposition: Zusammendlebend, nicht verheiratet, 1 gemeinsames Kind. Beide Arbeiten (Verdienst ist unterscheidlich)?

1.) Ab wann muss ich Unterhalt für das Kind bezahlen? 2.) Angenommen ich muss nichts zahlen solange beide Arbeiten. Kann ich nachwirkend zur Kasse gebeten werden oder funktioniert das nur wenn beide gleich viel verdient haben? 3.) Angenommen man trennt sich: Ab wann kann ich den Unterhalt meinem Kind selbst überweisen oder geht das immer direkt an die Mama auch wenn das Kind schon längst erwachsen ist? 4.) Zu Düsseldorfer Tabelle. Wenn es mehrere Kinder sind dann ist der Betrag entsprechend mal x richtig? Muss ich den Betrag x immer bezahlen oder nur lange die Frau weniger oder gar nichts verdient? 5.) Angenommen ich werde 2 Jahre arbeiotslos und verdiene danach wieder ordendlich. Muss ich dann die 2 Jahre rückwirkend zahlen? 6.) Angenommen es existieren bei mir nur Sachwerte (Immobilie z.B.) aber kein Bargeld. Muss ich dann diese verkaufen um Unterhalt zahlen zu können wenn ich länger arbeitslos werden sollte

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Antwort
von Menuett, 10

1. Wenn Du mit der Partnerin zusammenlebst, gar nicht.

2. Nein, solange ihr zusammenlebt kannst Du für diesen Zeitraum nicht rückwirkend zur Kasse gebeten werden.

3.Ab dem 18. Geburtstag bist du dem Kind gegenüber barunterhaltspflichtig.

4. Die Düsseldorfer Tabelle ist nach der Anzahl der Kinder und dem Alter gegliedert.

Das Gehalt desjenigen, bei dem das Kind lebt spielt i.d.R. keine Rolle. Wenn große Unterschiede bestehen und derjenige, bei dem die Kinder leben sehr viel mehr verdient (zB. 1500€ vs. 6000) kann evtl. der Unterhalt gesenkt werden. Das sind aber absolute Einzefallentscheidungen.

Der Unterhalt richtet sich nach Deinem Gehalt, nicht nach dem der Mutter, wenn die Kinder bei ihr leben.

5.) Wenn Du nachweisen kannst, dass Du unverschuldet weniger verdienst, dann kannst Du eine Abänderungsklage einreichen. Einfach weniger zahlen geht nicht. Lässt Du den Unterhalt nicht offiziell absenken, wird auch rückwirkend gefordert.

Sobald Du wieder mehr verdienst ist dann auch wieder mehr Unterhalt fällig.

6. Der Unterhalt richtet sich nach deinem Gehalt. Verdienst Du unverschuldet nichts, dann schuldest Du auch keinen Unterhalt.

Sieht der Richter das mit dem "unverschuldet" anders als Du kann er ein fiktives Gehalt festsetzen und danach den Unterhalt berechnen.

Der wird dann gepfändet und da können dann auch Sachwerte gepfändet werden.

Hier noch die Düsseldorfer Tabelle: Da steht das meiste drin, gut durchlesen.

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_tabelle/Tabelle-01_08_2015...

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