Frage von beklg4, 55

Fragen zum Physik/ Mathe Studium?

Ich hätte ein paar Fragen zum Studium der Physik/ Mathematik. Wäre spitze wenn hier auch jemand etwas aus eigener Erfahrung schildern könnte. Von daher gehts mal schnell zur Sache: 1. Wie schwierig ist das Studium? Reicht Interesse und Fleiß um es zu meistern? 2. Ist Physik schwieriger als Mathematik? Es ist ja auf jeden Fall nicht so beliebt :D. 3. Wie sieht es aus, wenn man Physik in der Schule gar nicht mehr hatte und Mathe nicht mal als LK? 4. Kann man danach wirklich in den Bereichen arbeiten? Also in der Forschung? Gerade in der Astrophysik? 5. Allgemeine Berufschancen nach dem Studium?

Antwort
von chris1717, 36

(Informatik)

1)Schwierig? Absolut. Allerdings nichts, dass man mit Begabung oder Fleiß nicht lösen könnte.

2) /

3) Mathe: Vor Studienbeginn wird im Normalfall ein Vorbereitungskurs angeboten. In diesem wird das wichtigste aus der Gymnasialbildung nochmals wiederholt. Wieder gilt: Entweder Begabung oder Fleiß, oder natürlich man kennt es bereits.

4) Abhängig vom erreichten Abschluss

5) Momentane Lage des Arbeitsmarktes kann ich nicht beurteilen, kann mir allerdings nur schwer vorstellen, dass es da mit vernünftigem Abschluss Probleme geben sollte.

Antwort
von Sulphur, 22

Moin,

1. Schwierigkeit ist etwas subjektives. Wenn man schon immer gut im rechnen war, bzw. fast wichtiger, abstrakt und logisch denken kann, dann fällt einem ein Mathematik- bzw. Physikstudium naturgemäß leichter. Wichtig dabei ist, dass das nicht automatisch heißt gut in der Schule gewesen zu sein bzw. dabei Spaß gehabt zu haben. So wie die Schulstrukturen sind, erschwert es bestimmten Typen von Menschen ihre eigenen Talente zu entdecken. Das momentane Schulsystem ist auf eine bestimmte Art von Mensch zugeschnitten bzw. macht es diesen systembedingt leichter. Andere Typen haben Probleme, was aber nicht automatisch heißt, dass diese unintelligent wären.

Interesse und Fleiß sind wichtige Eigenschafte, schützen aber vor Talentlosigkeit leider nicht und man kann diese auch nicht undendlich kompensieren. Vorallem, wenn man merkt, dass es allen anderen leichter fällt und man merkt, dass man nicht wirklich begabt dafür ist. Wenn einem das nichts ausmacht, kann man prinzipiell jedes Studienfach schaffen (ungleich das man auch gute Noten hat)

2. Auch eine subjektive Frage. Physik ist komplexer von der Struktur. Man hat mathematische Modelle (theoretische Physik) und die eigentliche "naturwissenschaftliche" Arbeit des experimentierens (Experimentalphysik). Das eine kommt ohne das andere nicht aus.

Inhaltlich ist die Physik auch viel breiter. Man kämpft sich durch Elektrodynamik, Optik, Quantenmechanik, Mechanik, Festkörperphysik etc. All das fordert einen auf unterschiedliche Weise.

Mathematik ist da "strukturierter". Ein Matheprof. hat mal gesagt (natürlich etwas überspitzt), dass der Inhalt in einem Mathestudium 1000 Seiten umfasst, wenn man das kann, kann man das Diplom machen.

Es gibt natürlich auch in der Mathematik verschiedene Bereiche, aber in der Mathematik geht es weniger um inhaltliche Fülle, als um systematisches und übergreifendes Verständnis der Struktur in der Mathematik selbst.

3. Es ist natürlich immer besser, wenn man Mathematik und Physik im LK oder GK hatte, für ein Physikstudium. In der Mathematik sieht das anders aus, da du Mathematik in der Schule nie in der Form praktiziert hast, wie du es an der Universität tust. Da geht es um Beweise und dergleichen. Gerechnet wird eher weniger, das wäre schon die Anwendung des Ganzen.

4./5. Beruflich sieht es in den Bereichen eher mau aus. Das heißt, wenn man sich kein angewandten Fachbereich sucht, wird man es schwer haben. Ein Astrophysiker, wird kaum in der Industrie unterkommen. Ein Festkörperphysiker oder ein Physiker, der sich mit Optik befasst hat, eher schon. Ein Mathematiker, der sich mit höherer A n a l y s i s befasst hat oder mit anderen "weltfremderen" Bereichen, wird eher nicht in der Industrie unterkommen, jemand, der sich mit Wahrscheinlichkeitstheorie, Statistik oder Informatik befasst, wohl eher doch.

Wer sowieso in die Industrie möchte, sollte sich vielleicht eher was angewandteres Aussuchen, wie Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau etc. Da hat man es auch leichter in den Beruf einzusteigen, gerade wenn man auch eher introvertiert ist.

Wenn man in die mathematische Forschung oder in die Forschung der Physik will, sollte man schon das Fach studieren, sich aber klar sein, dass die Aussichten mau sind. Ein Plan B schadet nicht, falls es nicht klappt und man sollte sich auch mental darauf vorbereiten.

Antwort
von Reggid, 26

1) und 2) kann man nicht beantworten. wie schwierig es für dich ist und welches für dich schwieriger ist hängt ganz alleine von dir ab.

3) sollte kein problem sein. macht vielleicht ganz am anfang ein bisschen mehr arbeit. du solltest aber schauen ob ein vorkurs an der uni deiner wahl angeboten wird.

4) eine zeit lang schon. permanente stellen in der forschung zu erhalten ist hingegen sehr unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich). da braucht man sich nichts vormachen.

5) außerhalb der akademischen forschung sind die berufschancen in beiden fällen nicht so schlecht. man muss halt flexibel sein, d.h. möglicherweise hat der job dann nicht mehr so viel mit dem im studium erlernten wissen zu tun.

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