Frage von Bela37, 22

Fragen zum Pfändungsschutzkonto?

Hallo, habe mal einige Fragen zum Pfändungsschutzkonto.

Einfaches Beispiel. Ich habe eine Pfändung laufen, schulde dem Staat 5000 Euro. Ich verdiene monatlich 1500 Euro. Soviel ich weiß hat man ja einen Freibetrag von 1073 Euro. Sagen wir jetzt mal zur einfacheren Berechnung 1000. Was passiert mit dem Restguthaben von 500 Euro die mir jeden Monat übrig blieben? Werden die vom Konto abgebucht und an den Staat (unser Beispiel) überwiesen? Oder werden die Restguthaben angespart?

Frage 2. Man bekommt seinen Lohn zum 15. Eines Monats und hat vor Ende des Monats seinen Limit erreicht. Setzt der neue Monat zum 15. Des nächsten Monats ein oder erst zum 15., da dann der Geldeingang ist.

Frage 3. Haben den Limit erreicht aber haben noch was bestellt und die Überweisung Nachts in den Überweisungskasten geschmissen. Was macht die Bank nun? Wird das Geld überwiesen, obwohl der Limit erreicht ist? Oder wird die Überweisung erst dann durchgeführt, wenn neuer Monat ist? Oder fällt die Überweisung komplett weg?

Wäre dankbar für eure Antworten :)

Antwort
von DerHans, 8

Zu 3) wirst du dir abgewöhnen müssen etwas zu bestellen, wenn du genau weißt, dass du es nicht bezahlen kannst. Das wäre nämlich eindeutig Betrug.

Für die Bank zählt ein Monat vom 1. bis zum letzten. Dein Geld musst du dir selbst entsprechend einteilen.

Und selbstverständlich wird bei einer Pfändung alles, was über den Freibetrag hinaus geht an den Gläubiger abgeführt.

Der Gläubiger könnte auch direkt an der Quelle also bei deinem Arbeitgeber pfänden. Dann erhältst du nur den Freibetrag lt Tabelle ausgezahlt und der Arbeitgeber wird die Differenz an den Gläubiger zahlen.

Antwort
von Pondus, 7

Es ist korrekt, dass die Summe, die den Freibetrag übersteigt, dem Gläubiger überwiesen wird.

Es macht auf jeden Fall Sinn wenn Du versuchst eine Ratenzahlungsvereinbarung zu schließen, mit z. B. 300 Euro im Monat. Ich kenne nun nicht die Vorgeschichte und kann daher nicht sagen, ob man so eine Anfrage positiv beantwortet.

Aber Du solltest lernen, disziplinierter mit Deinem Einkommen umzugehen. Du hast keinen Dispo und kannst daher nur den Betrag ausgeben, der Dir auch zur Verfügung steht.

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