Frage von Homefronter11, 50

Fragen zum Einzelhandel?

MHD Kontrolle im Laden durchzuführen heißt : ?

abgelaufene MHD Ware wird trotzdem verkauft obwohl es gesundheitsschädlich für den Verbraucher ist . Wer haftet in diesen Fällen ?

Wie geht man mit MHD gefährdeter Ware um ?

Antwort
von newcomer, 43

MHD heisst bei korrekter Lagerung bzw Kühlung hält Ware bis zu angegebenen Datum aber sicher auch länger.

Diese Artikel können entweder durch eine Firma auf Verfall untersucht und zu normalen Preis verkauft werden oder vergünstigt auf Risiko des Kunden wenn sie diese trotzdem kaufen

Kommentar von Homefronter11 ,

Ok danke , kannst du auch die anderen bitte beantworten ?

Kommentar von newcomer ,

https://de.wikipedia.org/wiki/Mindesthaltbarkeitsdatum

Nach Ablauf

Der Verbraucher muss nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit damit rechnen, dass das Lebensmittel nicht mehr voll seiner Erwartung entspricht. Denkbar sind:

Veränderung des AromasVeränderung der KonsistenzAustrocknungBefall mit Bakterien mit oder ohne Giftbildung (z. B. Fleisch)Befall mit Schimmelpilzen (mit Giftbildung)Fäulnis

In den ersten Fällen kann der Verbraucher selbst entscheiden, ob er das wertverminderte Produkt noch verzehren möchte, während bei Fäulnis, Bakterien- oder Pilzbefall Gefahr für die Gesundheit bestehen kann.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt nur für eine noch original verschlossene Packung. Das Öffnen führt dazu, dass Sauerstoff, Feuchtigkeit oder Mikroorganismen Zugang zum Lebensmittel haben und damit seinen Verderb verursachen bzw. beschleunigen.

Rechtliches

Weder aus dem MHD noch aus dem Verbrauchsdatum leitet sich rechtlich ein Anspruch ab, wenn das Produkt bereits vor dem angegebenen Datum nicht mehr verzehrsfähig ist und der Hersteller die Seriosität seiner Angaben nachweisen kann. Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen weiter verkauft werden, sofern der Verkäufer sich davon überzeugt hat, dass die Ware einwandfrei ist. Entsprechend leitet sich daraus ab, dass kein Schadensersatzanspruch des Kunden besteht, wenn dieser ohne Absicht ein Produkt mit abgelaufenem MHD erwirbt, sofern das Produkt noch als einwandfrei betrachtet werden kann. Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen auch grundsätzlich noch verarbeitet werden, wobei sich der Verarbeiter möglicherweise einem höheren Risiko aussetzt, im Schadensfall belangt werden zu können.

In Österreich gilt: „Ist die Mindesthaltbarkeitsfrist bereits abgelaufen, ist dieser Umstand deutlich und allgemein verständlich kenntlich zu machen.“

Im Gegensatz zu Produkten mit MHD dürfen Produkte mit Verbrauchsdatum nicht mehr nach Ablauf desselben verkauft werden. Von einem Verzehr wird ebenso abgeraten, da insbesondere bei Lebensmitteln erhöhte gesundheitliche Risiken bestehen.

Kommt es bei einem Lebensmittel häufig dazu, dass vor Ablauf des MHD das Produkt nicht mehr verzehrsfähig ist, sollte die für die Lebensmittelüberwachung zuständige Behörde verständigt werden. In der Regel wird der Hersteller dann dazu angehalten, neue Haltbarkeitsuntersuchungen durchzuführen und das MHD zu überprüfen und ggf. zu korrigieren.

Da sich das MHD bzw. das Verbrauchsdatum auf eine bestimmte Temperatur beziehen, kann durch Aufbewahrung bei geringeren Temperaturen die Haltbarkeit teilweise deutlich verlängert werden. Alleine eine Reduktion der Kühlschranktemperatur von +7 °C auf +5 °C führt dazu, dass insbesondere Milchprodukte meist mehr als eine Woche über das MHD hinaus noch problemlos zu verzehren sind.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum für Lebensmittel ist in § 7 LMKV, das für Kosmetika in § 5 Kosmetik-Verordnung geregelt.

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