Wer hat schon Erfahrung zu einem Solarfonds und kann mir einen Tipp geben. Wieviele Gutachten sollten es sein? Was ist bei diesen zu beachten? Wieviel Abschläge sollten berücksichtigt werden? Welche Kosten sind in welcher Höhe in Ordnung? Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung von Kriterien, was wichtig ist? Danke
Einen kompletten Bewertungskatalog kann ich hier zwar nicht aufführen, aber überleg Dir folgendes:
Passt die Beteiligungshöhe und -laufzeit zu Deinem vorhandenen Geld bzw. Rendite-/Risikoprofil?
WO steht die Anlage, wie ist da die durchschnittliche Sonneneinstrahldauer?
Hat der Initiator schon Erfahrung mit Solarfonds, Referenzen?
Kosten fallen u.a. an für: Fondsinitialisierung (wieviel Deines Geldes kommen überhaupt in der Solaranlage an?), Miete/Pacht für die Fläche, die bebaut werden soll, Aufstellung und Inbetriebnahme der Anlage, regelmässige Wartungskosten (per DFÜ werden die technischen Daten überwacht, trotzdem sind regelmässige Vor-Ort-Kontrollen notwendig), Versicherung, z.B. halten die Wechselrichter nur ca. 5-10 Jahre, d.h. bei einer Laufzeit von zwanzig Jahren müssen die mind. einmal ausgetauscht werden usw usf.
Das alles sollte in einem ordentlichen Beteiligungsprospekt stehen UND Dir vom ordentlichen Berater erklärt werden. Tut er das nicht (Eigenwerbung an) frag mich (Eigenwerbung aus).
Was soll da noch passieren - ausser - nach UNTEN? Soll es noch mehr Stütze vom Staat geben? WAS verändert sich dass Sie da draufhoppen?
hä? Froeschle123 hat doch recht konkret gefragt, warum diese verzweifelt nichtssagende Antwort?
Hallo Kalium, vielen Dank. Ich habe den Prospekt schon ganz durchgelesen und werde am Montag Fragen stellen. Aber weil ich nicht ganz unvorbereitet sein will und nachhaken kann, kannst du mir vielleicht noch etwas erklären? Für die Wechslerichter und das Nachführsystem sind Vollwartungsverträge mit 25 Jahren abgeschlossen. Aber wenn die Dinger kaputt gehen, müssen die doch bestimmt ersetzt werden. Oder ist ein Ersatz im Wartungsvertrag mit drin? Ich habe leider nirgends im Internet gefunden, was soe ein Nachführungssystem kostet, aber die Wartung kostet pro Jahr ca. 500. Dann werden die Erlöse nach dem IPC -Verbraucherindex erhöht und dafür 2,5% angesetzt. Ich finde das viel. Weist du ob in diesem Index auch die Miete drin ist? Habe ich nämlich auch nirgends gefunden. Spanien hat ja eine Immobilienblase und ob die Preise weiter so steigen? Und zuletzt: Die Anlagen werden zu einem Festpreis gebaut. Gibt es einen Richtwert, wie Teuer eine Anlage pro kwh Strom sein darf, damit ich überprüfen kann, ob die Anlage nicht zu teuer ist? Ich weiss, das sind konkrete Fragen, auf die ich leider nirgends eine Antwort gefunden habe. Natürlich werde ich auch den Berater fragen, aber ich habe ihn erst kennen gelernt und möchte nicht einfach nur glauben, was er mir erzählt, sondern mal überprüfen, ob er Ahnung hat. Ich wäre deshalb dankbar, wenn du mir da Auskunft geben kannst.
...danke fürs Kompliment :-)
Zum Thema: Vollwartung klingt so, als ob auch defekte Teile getauscht werden, dass würde ich mir aber schriftlich bestätigen lassen.
Den Index würde ich mir googlen, aber freue Dich dass die Erlöse sich erhöhen (nach der jetzt gültigen Rechtssprechung), denn in Deutschland bleiben sie gleich, Spanien geht da anders vor. Wichtig ist aber: Frag nach, ob die laufenden Kosten sich auch erhöhen bzw. lass Dir eine Berechnung mit Deiner Investitionssumme geben, da solltest Du die Zahlen genau sehen. Sind die Flächenmietverträge auch über 25 Jahre?
In Deutschland sollte die kWh auf keinen Fall über EUR 4500-5000 pro kWP (nicht pro kWh!) inkl. Vollservice kosten.
Wenn Dir irgendwas unkoscher vorkommt, lass die Finger davon.
Einzelne Dächer in Spanien sind kaum noch zu bekommen, die meisten sind vergeben oder in Hand von geschlossenen Fonds (was nicht das schlechteste sein muss). Ich vermittle momentan deutsche Dächer, gibt ein paar weniger Sonnenstunden, dafür kannst Du Dir Deine Module selbst angucken fahren, wenn Du willst...