Frage von Empath90, 45

Fragen zu Kindergeld und Studium?

Mal angenommen Person A wohnt bei ihren Eltern und diese beziehen für sie Kindergeld. Sie ist 23 Jahre alt. Damit die Familie Kindergeld erhält muss sich Person A um einen Studiumplatz bemühen und Bewerbungen schreiben. Sie bewarb sich für einen Studiumplatz in Potsdam, da sie davon ausging, dass ihr Partner nach Berlin ziehen würde. Nun ist es jedoch so, dass dieser eine feste Stelle in Hamburg angenommen hat, da das Angebot zu gut war um abgelehnt zu werden.

Person A sieht durch die emotionale Belastung, welche die Distanz zu ihrem Partner mit sich bringt, ihr erfolgreiches Studium gefährdet. Jetzt möchte Person A in Hamburg studieren. Zudem hat sie sich umentschieden und möchte nun doch in eine andere Richtung studieren. Das Problem jedoch ist, dass sie kürzlich für Potsdam eine Zusage erhalten hat.

1) Muss sie diese Zusage nun annehmen und sich immatrikulieren, damit die Familie weiterhin das Kindergeld erhält?

2) Falls sie sich nun nicht immatrikulieren würde und sich stattdessen zum 1. Dezember in Hamburg bewirbt, würde die Familie dann wieder Kindergeld erhalten, falls es bis dahin gestrichen wäre?

3) Wenn Person A sich jetzt immatrikuliert, damit weiterhin Kindergeld gezahlt wird, dürfte sie sich dann wieder exmatrikulieren und sich stattdessen für das Studium am 1. Dezember bewerben?

4) Müssten die Eltern von Person A eine Rückzahlung leisten, wenn sie sich nicht immatrikuliert oder wieder exmatrikuliert? Das Kindergeld ist bis Ende 2016 bewilligt worden. Die Bewerbungsphase begann ab 1. Juni.

Also nochmal kurzgefasst: Person A möchte nicht mehr das studieren, für das sie sich vor ein paar Monaten bewarb. Sie möchte in Hamburg studieren und es wäre natürlich toll, wenn es einen Weg gäbe das Kindergeld noch weiterhin zu beziehen.

Wir bedanken uns schon mal herzlich für eure Zeit und euer Fachwissen! MfG

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von TechnologKing68, 27

1. Du musst sie nicht prinzipiell annehmen, aber du brauchst eine Immatrikulation als Nachweis für's Kindergeld, sonst kriegst du keines.

2. Zunächst stellt sich hier die Frage, ob man dieses Studium überhaupt im Winter beginnen kann, manche Studien können nur im Herbst begonnen werden. Aber ja, wenn das Studium wieder aufgenommen würde, gäbe es auch wieder Kindergeld.

3. Wahrscheinlich, doch wieder stellen sich die Probleme von Frage 2 und ausserdem stellt sich die Frage, ob du angenommen wirst.

4. Weiss ich nicht.

Klar sein muss aber so oder so, dass das Kindergeld nicht mehr an die Familie gezahlt wird, wenn die Person ausgezogen ist, sondern an die ausgezogene Person, nur so nebenbei.

Dann lässt sich halt noch festhalten, dass es keinen wichtigen Grund, für den Uni-Wechsel gibt. Gäbe es einen wichtigen Grund, würde es kein Risiko sein, aber der Staat interessiert sich nicht für deine Beziehungsprobleme.

Wie oft man sich in Deutschland unentschieden kann, weiss ich nicht.

Antwort
von sassenach4u, 7

Gegenfrage? Wie wird die Person denn das Studium finanzieren? Durch die Eltern oder durch BAföG? Weil dann ist eine Exmatrikulation und eine neue Immatrikulation ggf. hinderlich.

Und in HH fängt das Semester nicht im Dezember an, was soll das für ein Studium sein, wo das so wäre?

Antwort
von shannaragm, 14

Das einfachste wäre wohl immatrikulieren und dann versuchen nach Hamburg zu wechseln.

Antwort
von rasperling1, 10

Um Kindergeld beziehen zu können, muss die Person immatrikuliert sein und bleiben. Wenn Sie sich nicht immatrikuliert oder wenn sie sich wieder abmeldet, gibt es kein Kindergeld.

Allerdings wird nicht geprüft, ob sie auch tatsächlich zur Uni geht, die Kurse besucht usw.  

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community