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Fragen zu H2-Atem-Test

gefragt von Vreli93Vreli93 am 12.02.2009 um 18:31 Uhr

Also...ich würde gerne so einen Test machen. Habe vorallem den Verdacht auf Fructose und Lactose. Wo kann ich diesen Test denn machen? Geht das in jedem Krankenhaus? Kann ich den Tag danach in die Schule gehen? Kann ich mehrere Sachen auf einmal austesten? Ist er zu 100% sicher? Und vorallem: Wie teuer ist er und wird das gezahlt von der Krankenkasse? Danke für Antworten :)


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DorisPaas
beantwortet von DorisPaas am 13. Februar 2009 07:55
3x
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Bei diesen Antworten kommt so allerhand durcheinander, deshalb will ich das alles etwas umfassender erklären:

Der H2-Atemtest (oder auch Wasserstoff-Atemtest kann durchgeführt werden, um Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten - also z.B. Unverträglichkeiten von Laktose (Milchzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) abzuklären. Hierbei wird bei einem Arzttermin im Krankenhaus oder bei gut ausgerüsteten niedergelassenen Ärzten, zu dem man nüchtern erscheinen muss, in ein Röhrchen geblasen. So wird ein Referenzwert (B ezugswert) ermittelt – es wird gemessen, wie hoch der Wasserstoffgehalt im Atem ist. Danach wird eine Lösung mit der Zuckerart getrunken, die abgeprüft werden soll, also entweder Milch- oder Fruchtzucker. Beides zusammen ergibt keinen Sinn (man weiß ja dann nicht, was die Messwerte beeinflusst hat). Danach wird im Abstand von jeweils ½ Stunde 4-6x der Wasserstoffgehalt im Atem gemessen und in eine Kurve eingetragen. Steigt der Wert an, so liegt eine Unverträglichkeit gegenüber dem getesteten Zucker vor. Zusätzlich können andere Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfälle in das Ergebnis mit einbezogen werden.

Man kann diesen Test – wie gesagt – für Milch- und für Fruchtzucker durchführen, muss aber einige Tage dazwischen verstreichen lassen, damit sich das Verdauungssystem beruhigen kann.

Hintergrund ist folgender: Wenn eine Unverträglichkeit vorliegt, dann wird der entsprechende Zucker im Dünndarm nicht verwertet und gelangt in den Dickdarm. Dort „fressen“ Darmbakterien den Zucker, wobei als Abfallprodukt unter anderem Wasserstoff entsteht, der über das Blut in die Lunge gelangt und dort abgeatmet wird. Eben dieser Anstieg wird gemessen. Liegt keine Unverträglichkeit vor, wird der Zucker im Dünndarm verarbeitet und gelangt erst gar nicht in den Dickdarm. Dort produzieren die Darmbakterien dann keinen Wasserstoff – die gemessenen Werte steigen nicht an.

Nun zum Bluttest: Dieser eignet sich nicht zum Nachweis einer Fruchzucker-Unverträglichkeit, sondern nur zum Nachweis einer Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit): Auch hier wird mit der Testlösung gearbeitet. Man muss nüchtern in der Arztpraxis erscheinen und bekommt ein wenig Blut aus der Fingerkuppe abgenommen. Damit wird der Blutzuckerwert als Referenz bestimmt. Dann trinkt man die Testlösung und bekommt in ¼ - oder ½ - stündigen Abständen mehrfach Blut abgenommen, womit der Blutzucker bestimmt wird. Steigt der Wert an, so liegt keine (!) Unverträglichkeit vor. Bleibt der Wert nahezu unverändert oder steigt nur mäßig an, so liegt eine Milchzucker-Unverträglichkeit vor.

Hintergrund: Liegt keine Unverträglichkeit vor, wird der Milchzucker mit einem Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine Bestandteile Traubenzucker und Schleimzucker aufgespalten. Traubenzucker geht sofort ins Blut und erhöht den Blutzuckerwert, der gemessen werden kann. Fehlt bei einer Laktose-Intoleranz das Laktase-Enzym im Darm (oder steht es nur unzureichend zur Verfügung), so wird der Milchzucker nicht oder nur unzureichend aufgespalten – es geht kein oder nur wenig Traubenzucker ins Blut über, und der Blutzuckerwert steigt gar nicht oder nur wenig an.

Der RAST-Test ist etwas ganz anderes und hat mit Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten garn nichts zu tun. Dieser Test prüft ab, ob Allergien vorliegen und testet die Immunglobuline (Antikörper) im Blut. Da Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten keinerlei Einfluss auf die Immunglobuline haben, nützt ein RAST-Test hier gar nichts.

Schaut hierzu gerne auf die FAQ-Seite meiner Website: http://www.dorispaas.de/index.php?page=faq

Kommentar von Simple_avatar4smallDaeel am 8. September 2009 10:40

Kannst du auch noch die Frage nach Ort (welche Art Arzt) und Kosten der Behandlung beantworten? Danke!


dasgibtstrafe
beantwortet von dasgibtstrafe am 12. Februar 2009 18:39
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ich kenne keinen H2 Atem Test, ich glaube du meist einen Allergietest auch RAST genannt und eine evtl. Lebensmittelallergie auszuschließen oder? http://www.ernaehrung.de/tipps/laktoseintoleranz/


Franticek
beantwortet von Franticek am 12. Februar 2009 18:42
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Das ist der Kurztest auf Lactoseunvertraeglichkeit. Das macht man beim Gastroenterologen. Wenn du da einen Verdacht hast, dann wuerde ich den aber den grossen Test machen lassen. Dazu musst du ein Glas pure Laktose trinken und es wird etwas Blut abgenommen ca 4-5 Mal im Abstand von einer halben Stunde. Es wird aber nicht immer gestochen sondern gleich eine kleine Kanuele gelegt, aus der das dann einfach geholt wird.
Nichts schlimmes, nur etwas langweilig, in der Zwischenzeit da herumzusitzen.


anonym
beantwortet von dianna am 12. Februar 2009 18:46
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hmm, nein..man braucht nicht ins Krankenhaus gehen, ebendso machen das Allerogologen und nein dieser Test ist nicht 100 prozent also vorsicht!!!-außerdem gibts da noch den Bluttest...

http://www.daab.de/wasistall.php

wieso hast du den verdacht?hast du eine begründung? les dir ersteinmal alles in ruhe durch;) denn es gibt ja noch neben der lactose,die milcheiweißallergie...


anonym
beantwortet von dianna am 12. Februar 2009 18:46
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anonym
beantwortet von dianna am 12. Februar 2009 18:47
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anonym
beantwortet von LaktoseMann am 20. August 2009 19:06
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Hallo, alle wichtigen Informationen sind auf der Homepage der eines Herstellers für die Messgeräte zu finden!

www.specialmed.de

Im Downloadbereich findet Ihr sowohl Informationen für das Fachpersonal, die noch etwas in die Tiefe gehen, als auch Informationen für Patienten.

Weiter bietet die Specialmed Seite auch zahlreiche Informationsblätter zu dem Thema und ist auch sehr hilfsbereit - habe dort schon mal angreufen ...

Gruß Hans


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