Frage von unauffaellig15, 40

Fragen zu Fahrlehrer/Fahrstunden?

Hallo Leute, ich bin's schon wieder.

Ich bin seit längerem in der Fahrschule (Österreich) und hab mir immer wieder die Frage gestellt ob er es so macht wie es von ihm erwartet wird. Ich lese immer wieder Fragen,...etc. zum Thema Fahrlehrer/Fahrschule und zum Teil bin ich verunsichert. Ich hatte in meiner ersten Stunde absolut keine Ahnung von irgendwas. Ich hab eben die 12 Pflichtstunden gemacht und er meinte er schaut dass ich sicherer beim Fahren werde. Gegen Ende der Pflichtstunden meinte er dass es gut wäre mit der Übungstafel zu fahren damit ich einige Kilometer zusammenbekomme und mehr Fahrpraxis habe. Die letzte Fahrstunde ist fast 2 Monate her, mit der Übungstafel zu fahren gestaltet sich als schwierig, wir haben nur ein Auto und mit meinem Vater ist es sehr anstrengend zu fahren.

-Wie sollte ein FL sein/sich verhalten? Ich meine damit, sollte er mal was sagen wenn man gut gefahren ist, bzw. was war gut, was war nicht gut?

-Wann sollte/kann ein FL mit einem Schüler in den Straßenverkehr?

-Sollte er in der Theorie am Auto selbst irgendwas zeigen, wie man z.B. einen Reifen wechselt oder sowas?

-Wie viele Schüler hat ein FL ungefähr?

-Stellt der Prüfer vor der praktischen Prüfung Fragen zum Auto oder sowas?

-Wie ist das mit den Sonderfahrten wenn ich bereits mit der L-Tafel fahre? Eine Fahrt hatte ich zuvor auf der Autobahn.

-Wird alles was am Schulfahrtennachweis steht, gemacht?

Danke schon mal

Antwort
von internetrambo, 36

Hallo, ich lebe zwar nicht in Österreich, aber ich versuche mal das meiste zu beantworten;

Er sollte dir sagen, wo du Probleme hast, z.B. beim Parken, aber man merkt das doch eig. selbst.

Ich war schon auf dem Straßenverkehr von Anfang an mit ihm(ich habe aber vorher mit meinem Vater geübt). Er wird ja sehen wie du mit dem Fahren klarkommst und je nachdem entscheiden.

Reifen wechseln nicht, aber z.B wie man tankt oder den Scheibenwischer benutzt etc.

Die Anzahl der Schüler hängt von der Fahrschule ab, je mehr Kunden, desto mehr Schüler.

Die Prüfer KÖNNEN vor der Prüfung fragen über dein Auto stellen. Meist sind das Fragen über die Lichternamen(Blinker, Fernlicht etc).

Mir kommt es vor, dass du etwas Angst vor der Prüfung hast? ;) einfach antreten wenn du dich bereit dazu fühlst. Aber mach die Fahrschule nicht alzu reich ;)

Kommentar von unauffaellig15 ,

Er ist mit mir in der 2. Stunde in den Straßenverkehr, das war was.... Ist aber trotzdem nicht so schlimm gewesen wie ich es mir ausgemalt hab, weil er eben nicht geschrien hat.

Angst noch nicht, es scheint mir, dass es noch dauern wird bis ich zur Prüfung kann, und da ist es noch weiter entfernt. Meine Eltern sind auch der Meinung.

Das Anfahren ist das Schlimmste. >.<

Antwort
von Retniw98, 31

Ich verstehe nicht ganz?

Du darfst in Österreich ohne Lappen, aber dafür mit Übungstafel mit deinem Vater an der Seite fahren??

Generell haben Eltern an der Seite eines Fahranfängers nichts zu suchen. Die machen alles nur noch schlimmer. Da gehören (geistig/psychisch) fähige Fahrlehrer hin und nicht irgendwelche Möchtegern Auto-Experten.

Wichtig ist, dass du dir ein Auto besorgst, dass dir gefällt und in dem DU dich wohlfühlst. Wenn Autofahren Spaß macht geht es gleich viel leichter.

Kommentar von unauffaellig15 ,

Ja, steht sonst auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/L-%C3%9Cbungsfahrt

Ich würde ja lieber mit dem FL fahren, aber ich muss ja auch mit unserem Auto später fahren können und so muss ich es halt jetzt üben. Ich kann nur das sagen was mir andere geraten haben "Ist so besser, dann wird der Schein nicht zu teuer und du bekommst trotzdem Praxis". Ich finde mit meinem FL ist es aber besser, er stresst mich mit den genauen Anweisungen weniger bzw. die Nervosität sinkt eher, oder vielleicht ist nur der Grund dass er auch Pedalen hat. Also Spaß macht mir das Fahren bisher nicht wirklich.

Kommentar von Retniw98 ,

"aber ich muss ja auch mit unserem Auto später fahren können"

Du musst gar nichts! Du fährst das Auto, dass DU gern fahren möchtest. Du bist kein Chauffeur.
Wenn du mit deinem Fahrlehrer fahren möchtest, dann fährst du auch mit dem.
Von deinen Eltern lernst du hinterm Steuer nichts.

Glaub mir, ich hab das auch alles durch.  

Kommentar von unauffaellig15 ,

Ich meine ja eigentlich damit dass später auch niemand eingreifen kann, da sind ja beim Beifahrer keine Pedalen, ich muss selbst richtig reagieren können, da kann keiner für mich bremsen wenn ich zu spät reagieren würde. Und das alles übe ich mit dem Auto das wir haben. Das ist dann das Auto, mit dem ich fahren muss wenn ich den Führerschein hab. Wir können kein zweites bei uns unterstellen.

Meine Oma würde mir die Fahrstunden zahlen, weil sie findet dass es mit dem FL besser wäre. Ich will ihr damit aber nicht das "Geld aus der Tasche ziehen". Ich komme ja auch nicht immer zum üben. Meine Eltern haben da aber sozusagen wenig Einsicht, weil es teuer werden wird. Ich fahre noch etwas unsicher und das Anfahren bereitet mir Schwierigkeiten. Ich komme nicht los, der Motor säuft ab, hinter mir kommen Autos, nach 2 Versuchen gehts. Das macht mich etwas nervös. Dann denke ich mir wieder "Bin ich vielleicht ungeeignet?". Meine Eltern sind da wieder der Meinung, es ist einfach das Anfahren. Ansonsten könnte ich schon wieder mit dem FL im Auto sitzen.

Kommentar von Retniw98 ,

Die Qual der Wahl ... zum Glück hat man die in Deutschland nicht.

Der Fahrlehrer ist wichtig, um dir neue Situationen zu erklären. Autobahn, Landstraße bei Nacht, etc. ... zum üben selber kannst du ja dann mit deinem Vater fahren, solange du dich mit ihm als Beifahrer wohlfühlst.
Meine beiden Nörgler und Besserwisser sind mir damals mit meinem 18. vom Beifahrersitz geflogen. Dann hat Autofahren auch auf einmal Spaß gemacht.

Jeder fährt anders, und ich bin natürlich immer der beste Fahrer😉.
Du musst deinen eigenen Stil finden, und alles andere ausblenden. Auch die Trottel an der Ampel hinter dir.

Ich kenn ja euer Auto nicht, aber ich würde in Zukunft nur auf meine Automatik verzichten, wenn es ein Wagen mit ordentlich Drehmoment ist. Nichts ist schlimmer, als ein untermotorisierter Kombi. Leider müssen sich viele Fahranfänger mit sowas rumärgern. Mir ging es Anfangs auch nicht anders.

PS: Such dir mal eine abgelegene Steigung (je steiler desto besser). Lass den Wagen kurz rückwärts rollen und fange ihn NUR mit der Kupplung ab (zum stehen bringen, bzw. später auch mal aus dem Stand anfahren). So hat mir mein Fahrlehrer damals ein Gefühl für die Kupplung verpasst.  

Kommentar von unauffaellig15 ,

Ich hasse es ja richtig dass er neben sitzt. Wie ich bereits gesagt hab, mit meinem FL bin ich lieber gefahren.

Das schlimmste war als hinter mir 2x gehupt wurde. Ich musste da halt vor nem Kreisverkehr abbremsen, versuchte 2,3x anzufahren, ohne Erfolg. Ich wurde richtig nervös weil hinter mir die Autos waren. Nachdem eben gehupt wurde war ich sowieso am Ende und hab geheult. Mein Vater hat mit mir den Platz getauscht und wir sind nachhause. Wahrscheinlich denken die dann "Was macht die mit der scheiß Tafel im Verkehr wenn die nicht mal anfahren kann???"

Da reicht es schon wenn das Auto nach hinten rollt weil die Straße nicht komplett eben ist. Da brauche ich ein paar Versuche und mein Vater muss an die Handbremse weil ich sonst noch weniger wegkomme. Wir hätten bei uns im Ort eine Steigung, leider ist die nicht wirklich abgelegen, da musste ich es trotzdem mit meinem Vater versuchen. Ich kam nicht weg, er nur so "Brems! Geh doch von der Kupplung runter! Ich kann nicht die Handbremse anziehen!" Gott sei dank war keiner hinter mir. Da haben wir dann halt gestritten und sind wieder nachhause.

Kommentar von Retniw98 ,

Ok, nicht, dass mein Tipp noch zu einem Unfall führt. 🤔 Der ist nur dazu, um ein Gefühl für die Kupplung zu bekommen, nicht zum Anfahren.
Ich habe das früher mit meinem Fahrlehrer an einer abgelegenen Stelle gemacht, vorher in den Rückspiegel geschaut ... höchstens 1-2 Meter rollen lassen und mit der Kupplung abfangen (Schleifpunkt suchen + halten). Hatte damit nie Probleme, nur Anfahren sollte man so nicht. Ich habe in der Fahrschule das Anfahren ohne Handbremse gelernt (auch am Berg!). Kupplung und Bremse treten, Schleifpunkt suchen und halten, von der Bremse gehen. Bei gut motorisierten Wagen rollst du jetzt bereits an. Bei schlechter ausgestatteten Autos musst du noch gefühlvoll aufs Gas, ehe du langsam einkuppeln kannst... so hab ich das beigebracht bekommen.

Übrigens, wenn du in Deutschland beim Anfahren auch nur 1cm nach hinten rollst bist du bereits durchgefallen ... und dies kommt beim Anfahren mit der Handbremse schon mal vor.

Ich glaube aber nicht, dass dein Problem hier durch reines Üben zu lösen ist. Deine psychischen Hemmungen löst das nämlich nicht.
Dein Vater scheint mir ungeeignet zum Üben, wenn er dich regelmäßig zum heulen bringt. Sprich in der nächsten Fahrstunde deinen Fahrlehrer einmal darauf an, dass du  weniger mit dem Auto an sich, als mit der Belastung durch andere Verkehrsteilnehmer und deinen Vater klar kommst.

Fress das nicht so in dich hinein, Auto fahren ist etwas tolles, wenn man es von Anfang an richtig angeht.

Du packst das.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten