Frage von DaVladl, 97

Fragen zu drogeninduzierte Psychose?

Hey,

ich weiß echt nicht mehr weiter und will euch jetzt Einiges fragen. Vor ca. 3 Monaten konsumierte ich einen Joint pur (ca 0,5g vielleicht auch weniger mehr sicher nicht; wusste nicht das er pur ist) also klassische Überdosierung Herzrasen, Übelkeit usw. aber nach 3 Stunden gings wieder und ich legte mich schlafen. Den Tag darauf war mir noch ziemlich schlecht und meine Beine fühlten sich ab dem Knie noch immer komisch an. Man muss dazu sagen ich habe da zum ersten Mal eine Wirkung gespührt bei einem Joint habe davor nur 1x gekifft gehabt ohne Wirkung. Ich habe daraufhin jeden erdenklichen Test gemacht (Magenspiegelung, Bluttests, Bleitest usw. alles negativ) nun schaue ich am Do zu einem Psychiater, der hoffentlich eine Diagnose stellt meine Symptome sind noch: Übelkeit (vor allem am Morgen), ab und zu komisches Gefühl im Kopf (aber sehr selten) Beine fühlen sich komisch an ab dem Knie (ständig) ab und zu Panikattacken und das Gefühl in der Schule vor allem das mir Atmen schwer fällt, mir schlecht wird und ich ständig auf die Uhr schaue. Ist das eine latente Psychose? Wenn ja wie lange dauert es bis sie wieder weg ist? Ich habe seitdem nicht mehr Cannabis konsumiert, wenig Alkohol und rauchen hab ich auch relativ wenig (max 2 Zigaretten am Tag bis jetzt beinahe keine mehr). Würde mich über Antworten freuen.

Antwort
von raphaelduque, 30

Guten Tag DaVladl,

dir scheints ja seit längerem gar nicht gut zu gehen. Klingt auf jeden Fall nach einer schwierigen Phase, die du da durch machst.

Nachdem du so viele Tests durchgeführt hast und keine körperliche Ursache gefunden wurde handelt es sich wohl um ein psychisches Problem. Kann es sein, dass du gerade große Belastungen durchleben musst? Wie äußern sich deine Panikattacken, bei welchen Gedanken tritt Atemlosigkeit auf? Was bedeutet es für dich, auf die Uhr zu schauen?

Ich halte die Hypothese, dass eine leichte Überdosierung vor 3 Monaten körperliche Nachwirkungen hat in deinem Fall für äußerst unwahrscheinlich. Wie ist denn deine Einstellung zu Cannabiskonsum oder zu Konsumation generell? Nachdem du auch schreibst weniger zu rauchen und zu trinken, habe ich das Gefühl bekommen du verurteilst dich für deinen Konsum. Nicht alle "Gifte" sind unmittelbar bedrohlich - unser Köper kann mit so einigem fertig werden. Das von dir beschriebene Konsumausmaß klingt nicht gesundheitlich bedenklich.

Was könnte denn dazu geführt haben, dass du dir in letzter Zeit so große Sorgen um deine Gesundheit machst? Solange du den Fokus auf dem Cannibiskonsum lässt kommen zusätzlich zu den Gesundheitssorgen noch Schuldgefühle dazu und es entsteht ein Teufelskreis, der komplett vom übrigen Geschehen und den tatsächlichen Ursachen ablenkt.

Vielleicht würde es dir helfen, wenn du versuchst dir das Missgeschick der Überdosierung von damals zu verzeihen. Sowas kann passieren und der Körper wird damit fertig.

Ich hoffe, dass meine Antwort für dich hilfreich war und es dir bald besser geht.

Mit freundlichen Grüßen

Raphael Duque, Online-Psychologe bei Instahelp

Kommentar von DaVladl ,

Nunja erstmal ich stand dem Thema Cannabis immer positiv geneigt über habe ich mir nicht aber die Nebenwirkungen zu Gemüte geführt. Dann hatte ich diesen Horrortrip mit Herzrasen Übelkeit (probierte da zum Ersten Mal Cannabis, keim anderer hatte irgendwas) nunja ob ich viel durchmache mein aller bester Freund ist anfang September gestorben, dass war sehr schlimm, ich glaube ich schaff die Schule nicht und Atemprobleme oder Panikattacken treten vor allem bei Stress in der Schule auf. 1 Woche nachdem ich Cannabis konsumierte, hatte ich eine schwere Operation am Auge (die gut ging konnte meinen Kopf bis zu dem Augenblick nie gerade halten durch die OP funktioniert es zum Ersten Mal in meinem Leben und ich werde von niemanden mehr gemobbt oder schikaniert) meine Mutter ist alleinerziehend und wir wohnen in einer sehr kleinen Wohnung meine Mutter hatte in den letzten Jahren schwere psychische Probleme (Suizidversuche ect..) Ich wohnte quasi mit 16 1 Jahr allein weil meine Mutter in Behandlung war. Ich hatte in der Zeit nur ab und zu meine Tante die vorbeikam sonst niemanden. Dennoch hab ich die Schule sehr gut geschafft das Jahr zumindest. Und nun habe ich in erster Linie Angst (Das ich nie mehr gesund werde, dass die Übelkeit nicht mehr weg geht, Gefühle wenn ich oft dran denke, dass alles surreal ist, dass ich nicht normal bin, dass sich das nie wieder mit meinen Beinen gibt) ich fühle mich einfach pausenlos einsam und verlassen unglücklich, wenn ich allein bin, wenn ich etwas mit Freunden unternehme kann ich teilweise abschalten und bin komplett normal und lustig drauf aber zb wenn ich mit jemanden in einem Restaurant bin seitdem hab ich manchmal Hyperaktive Phasen als würde ich nicht ruhig sitzen können weil mir sonst übel wird oder ich muss auf die Toilette den Ort wechseln. Ich verbringe auch die meiste Zeit mit Musik hören und muss mich dabei bewegen (joggen) wie als hätt ich nicht genug Auslastung (Das tat ich jedoch schon vor dem Konsum). Ihre Meinung hab ich Depression, eine Angststörung, eine Psychose, Hypochondrie. Das Worst Case Szenario für mich wäre so etwas wie eine Anstalt dort wo meine Mutter war weil es alles nur schlimmer gemacht hat bei ihr. Für eine Therapie bei einem Psychologen/Psychiater wäre ich bereit. Wenn ich gleichzeitig meine Schule auf die Reihe kriege.
Danke lg

Kommentar von raphaelduque ,

Da hast du ja schon extrem viel mitmachen müssen. Wenn einem das Leben so hart mitspielt ist es nicht verwunderlich, Ängste zu entwickeln. Ängste die so groß sein können, dass einem davon die Luft wegbleibt, man nervös und zappelig wird oder einem davon übel wird. Ich finds sehr gut, dass du für dich schon ein paar Wege gefunden hast wie du abschalten kannst - Freunde, Musik, Sport. Versuchs doch auch mal mit Entspannungsübungen oder Meditation (kann man auch mal bei z.B. Youtube Anleitungen suchen). Psychotherapie wäre ebenfalls sehr empfehlenswert. Wenn du deinem Hausarzt schilderst, was du hier gerade erzählt hast (lass das mit dem Joint einfach weg) kann er dir eine Überweisung geben. Oder du suchst selbst im Internet nach einer/m Psycholog*in oder einer/m Therapeut*in in deiner Nähe. Natürlich können manche Therapieeinheiten schmerzvoll sein, aber im Großen und Ganzen wird sie dir wahrscheinlich eher helfen, die Schule auf die Reihe zu kriegen. Ich wünsch dir viel Erfolg!

Antwort
von Perrierle, 44

Das ist lediglich übertriebenes nachdenken. Du redest dir hier Dinge als schlimm ein welche völlig normal sind. Erinnert mich an die Szene in den Simpsons in der sie ein Medikament gegen eine neue Krankheit auf den markt bringen wollen und allen erzählen dass die Symptome der Krankheit aus : leichtem Durst, Schläfrigkeit am Abend und verlangen nach Nahrung bestehen.  

Antwort
von BigQually, 33

Wie krass man sich dinge einreden kann.. o.O

Will dir ja nicht zu nahe treten, aber wenn man auf alles achtet und alles bewertet, dann kann man jeden gesunden Menschen für krank erklären. Genau das machst du gerade.

Kommentar von LouPing ,

Hey DaVladl

Welcher Arzt hat das! nach nur 1 Joint angeordnet?: 

Ich habe daraufhin jeden erdenklichen Test gemacht (Magenspiegelung, Bluttests, Bleitest usw. alles negativ) nun schaue ich am Do zu einem Psychiater,

Man könnte annehmen, die zahlreichen Untersuchungen verschlimmern deinen "Zustand" unnötig. 

Du hattest offensichtlich einen Rausch. Kommst du damit nicht zurecht dann lasse in Zukunft die Finger von derartigen Substanzen. 

THC selber (chem. rein) kann unmöglich für deine Probleme verantwortlich sein, hier spielt dir offensichtlich die latente Panik vor einer "erwarteten Katastrophe" einen Streich. 

Die Ärtze sollten mit weiterer Diagnostik vorsichtig sein, ich fürchte so wird deine Panik an etwas zu leiden, unnötig gefüttert. 

Kommentar von DaVladl ,

Nunja die einen hat das Krankenhaus auf etwaige Streckmittel im Gras angeordnet aber es is ziemlich ausgeschlossen,dass es gestreckt war (niemand hatte etwas außer ich danach; negative Wirkungen) und dann hieß es ich soll mal mit einem Neurologen/Psychologen/Psychiater reden vlt weiß der ja was meinten sie

Antwort
von aXXLJ, 9

"Drogeninduzierte Psychose" klingt zunächst einmal sehr aufregend und verschafft dem Arzt/Psychologen/Psychiater, der eine solche Diagnose stellt, gute Kunden-Anbindung und beste Aussicht auf Honorar-Verdienst.

Konkrete ärztliche Hilfe beschränkt sich dabei aber leider oftmals nur auf "Finger weg von Drogen!", vielleicht auf ein paar  weitestgehend harmlose Pillen und Vermeidung von Sätzen wie "Das machen viele andere Kids ebenfalls durch, hat aber nichts mit zurückliegendem Drogenkonsum zu tun sondern mit aktuell stattfindender Pubertät.

Antwort
von putzfee1, 38

Warte bitte ab, was der Psychiater sagt. Hier kann niemand Ferndiagnosen stellen (auch wenn manche der Meinung sind, sie könnten das), und Vermutungen und Spekulationen helfen dir nicht weiter.

Antwort
von Geierdoodl, 26

Klingt jetzt schlimm aber du bist einfach eine Pussy..
Reiß dich zusammen das ist nur eine Kopfsache.

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