Fragen zu COPD?

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8 Antworten

Viele Raucher haben COPD im Anfangsstadium, ohne davon zu wissen. Man ist halt nicht mehr so leistungsfähig wie in jungen Jahren und betrachtet das als normale Begleiterscheinung des Alterungsprozesses. Verschlechterungen (Exazerbationen) treten hauptsächlich durch Erkältungskrankheiten auf, nach deren Ausheilung der ursprüngliche Gesundheitszustand nicht mehr vollständig hergestellt werdrn kann. Daher ist es bei COPD-Patienten wichtig, dass sie derlei Erkrankungen schon im Anfangsstadium möglichst wirkungsvoll bekämpfen (ggf. auch gleich mit Antibiotika).

Die Erkrankung kann sich über Jahre und Jahrzehnte hinziehen, man muss jedoch mit einer Verringerung der Lebenserwartung von 5 bis 7 Jahren rechnen. Regelmäßige Atemübungen, Kur- und Rehaaufenthalte mit an den Krankheitsverlauf angepassten Therapieangeboten können die Bilanz verbessern.

Der Tod tritt entweder durch Ersticken oder durch Herzversagen ein. COPD ist mittlerweile die dritthäufigste Todesursache in der westlichen Welt.

Ich hoffe, ich konnte Dir einige brauchbare Informationen liefern. Viel Erfolg bei der Präsentation!

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Die Diagnose erfolgt beim Lungenfacharzt durch Messung des Sauerstoffgehalts im Blut, und durch einen Lungenfunktionstest (Bodyplethysmographie). Der Patient muss in einer hermetisch abgeschlossenen Testkammer über ein Mundstück ein- und ausatmen, dabei werden die Volumensänderungen und Anteile von Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff etc. in der Atemluft über Sensoren erfasst, gemessen und aufgezeichnet.

Zusätzlich dazu werden auch Belastungstests durchgeführt, etwa, welche Strecke der Patient gehend zurücklegen kann, ohne Pause machen zu müssen.

Je nach Schwere der Erkrankung wird sie in die Stufen COPD I bis IV eingeteilt, wobei I die leichteste, IV die schwerste Form darstellt - von geringfügigen Atembeschwerden und kleinen Einschränkungen der Lebensqualität bis zu schweren und schwersten Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Fortsetzung folgt.

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Die Therapie erfolgt hauptsächlich mittels Inhalation von bronchienerweiternden und entzündungshemmenden Medikamenten. Dabei wird keine Gesundung angestrebt, sondern lediglich versucht, die Beschwetden durch die Erkrankung (Atemnot, Minderung der körperlichen Belastbarkeit) so gut wie möglich zu lindern. Ein typisches Kennzeichen der COPD ist leider auch, dass es im Krankheitsverlauf immer wieder zu stufenweisen Verschlechterungen (Exazerbationen) kommt, die nicht wieder kompensiert werden können und letztendlich bei fortgeschrittener Erkrankung den Patienten zwingen, Sauerstoff zu inhalieren - zuerst zeitweilig hauptsächlich beim Schlafen in der Nacht, später unter Umständen dauernd (über eine sogenannte Nasenbrille).

Langfristig belastet die ständige Atemnot auch das Herz, es kommt zu einer Herzschädigung in Form einer Herzinsuffizienz.

Fortsetzung folgt.

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COPD ist eine typische Rauchererkrankung. Sie greift die Lunge auf mehrere Arten an: 1. es kommt zu einer Verengung und Verhärtung der Bronchien. 2.Die Lungenbläschen (Alveolen), die für den Sauerstofftransport ins Blut und für den Abtransport des Kohlendioxids aus dem Blut verantwortlich sind, platzen auf und werden weniger - so ähnlich, wie wenn bei Seifenschaum die Bläschen platzen und sich mit den benachbarten Bläschen zu größeren Blasen vereinigen. Dadurch wird die Oberfläche der Bläschen weniger, und ea kann weniger Gas (Sauerstoff, Kohlendioxid) ins Blut bzw. aus dem Blut transportiert werden. Es bleibt außerdem immer mehr Kohlendioxid in der Lunge zurück, sodass auch immer weniger frusche Luft eingeatmet werden kann.

Fortsetzung folgt.

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es gibt auch Kinder - wenn das Alpha 1 Antitripsin fehlt können sehr junge Menschen bereits Lungenschäden davon tragen 

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Nachtrag: ob es auch Kinder gibt, die an COPD erkrankt sind, ist mir nicht bekannt.

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Zu 6.) COPD entsteht durch eine chronische Bronchitis. In 80 - 90 % aller Fälle wird eine COPD durch Zigarettenrauchen verursacht.

Zu 5.) COPD ist die vierthäufigste Todesursache in Industrieländern.

Die Lebenserwartung bei COPD verringert sich durchschnittlich um fünf bis sieben Jahre im Vergleich zu gesunden Gleichaltrigen.

Zu 3.) Langzeittherapie mit Sauerstoff, Inhalationen, Klopfmassagen, Atemgymnastik, mit dem Rauchen aufhören, Impfung gegen Influenza und Pneumokokken, eventuelle Gabe von Antibiotika, Kortikoiden und anderen Medikamenten

Zu 4.) Die meisten sterben an Herzinfarkt --> http://www.leichter-atmen.de/copd-news/exazerbationen-steigern-herzinfarktrisiko

Zu 2.) Unwahrscheinlich aber möglich, allerdings ist dann die Ursache meist nicht das Rauchen, sondern Luftverschmutzung, Viren, Bakterien

Zu 1.) Weiß ich nicht, sorry.

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Herb3462 hat das alles sehr gut erklärt.

COPD kommt nicht vom Rauchen!! das begünstigt lediglich die Krankheit- es ist eine Erbkrankheit-

Durch diese Krankheit werden alle Muskeln des Körpers überbelastet. Es gibt jetzt Geräte die die Atmung erleichtern

http://www.sanimed.de/medizin-technik/heimbeatmung/produkte/breas-vivo-40.html

Dieses Gerät wird meisten nachts beim Schlafen eingesetzt. Die Muskulatur des ganzen Körpers hat dadurch eine enorme Erholung. Selbst bis zur Darmmuskulatur geht das. Wer vorher nur mit Abführmitteln arbeiten musste, wird nach ca, 2 Monaten davon befreit. Es funtioniert alles wie normal wieder.

Das ist eine ganz tolle Sache.

Gruß Wolfgang


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