Frage von Callicarpa89, 55

Fragen zu Altersdiabetes?

Halloechen zusammen~

Bei meinem Großvater (82 Jahre alt) wurden Blutwerte am Rande zur Diabetes festgestellt. Sein Arzt (dem ich nicht ganz traue) meinte man muesse das nur beobachten und sich sonst keine Gedanken machen. Daraufhin hab ich mich mal ein bisschen ueber das Thema informiert und unter anderem erfahren, dass Altersdiabetes ein ueberholter Begriff ist. Zur Vorbeugung wird eine Ernaehrungsumstellung mit viel Vollkorn etc., Bewegung und Gewichtsreduktion angeraten.

Jetzt zu meinen Fragen. Opa hat Verdauungsprobleme, die durch die Art der Ernaehrungsumstellung die angeraten waere noch verschlimmert werden wuerden. Er ist sein ganzes Leben schon sehr aktiv, kann nicht mal ne Stunde still sitzen ^^ Er faehrt Rad, bewirtschaftet seinen Garten, baut Gewaechshaeuser und kümmert sich um alle Arbeiten rund um's Haus. Ich wuerde ihn auch nicht als übergewichtig bezeichnen, vielleicht etwas pummelig um die Mitte rum, aber da er sich viel bewegt und meine Oma darauf achtet, dass er sich gesund ernaehrt wird das wohl in dem Alter einfach so bleiben.

Meine Frage ist nun, was man vielleicht noch tun kann. Und Opa möchte wissen ob er weiterhin Cola trinken kann, denn die hilft ihm bei seinem manchmal schwachen Kreislauf. Damit meine ich nicht 2l am Tag, vielleicht 2 Gläser gemischt mit Wasser.

Und fuer die, die sich jetzt Fragen, warum er diese Fragen nicht seinem Arzt stellt: Er ist alt, das macht ihm nichts mehr aus. In seiner Generation war's halt so, dass man Ärzte nicht belästigt, auch dann nicht wenn man schon halb tot in der Ecke liegt (was auch schon vorgekommen ist).

Darum will ich mich informieren um im Fall der Fälle Ratschläge geben zu können. Ich werde auch nochmal bei meinem Hausarzt nach Infomaterial etc. fragen, aber vielleicht kann hier ja jemand seine Erfahrungswerte einbringen.

Danke schonmal im Vorraus :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Cassiopeija, 18

Ich bin selbst Typ 2 Diabetiker und das seit über 20 Jahren. Das nur vor weg. ;)

Typ 2 Diabetes ensteht durch einen Gendefekt. Durch diese genetische Disposition bildet sich mit der Zeit eine Insulinresistenz. Der Körper muss mehr Insulin produzieren um die Glucose im Blut in die Zellen zu transportieren  Insulinmoleküle sind der Schlüssel, der die Zelle zur Glucoseaufnahme aktiviert.

Dazu dockt ein Insulinmolekül an einen der vielen Rezeptoren der Zelle an und gibt quasi so das Signal. Bei einer Insulinresistenz sind die Rezeptoren nicht mehr so sensibel und es werden zwei oder mehr Insulinmoleküle benötigt, um die Zelle für die Glucose zu öffen.

Dummerweise entwickelt sich die Resistenz weiter und es wird mit der Zeit immer mehr Insulin benötigt. Darauf hin produzieren die Betazellen immer mehr Insulin, bis sie an das Ende ihrer Leistungsfähigkeit stossen.

Um sich nicht selbst zu zerstören fahren sie die Insulinproduktion runter, der Blutzucker steigt und man merkt zum ersten mal etwas vom Diabetes, obwohl dieser schon Jahre vorhanden war.

Das bedeutet aber noch nicht, das er früh ausbrechen muss. Ungesunde Ernährung, Übergewicht und zu wenig Bewegung können ihn frühzeitig auslösen.

Ernährt man sich dagegen gesund (und damit meine ich keine Vollkornprodukte), achtet auf sein Gewicht und bewegt sich viel, kann es sogar sein, das Typ 2 nie ausbricht.

Dieser Typ wurde fälschlicherweise Altersdiabetes genannt, weil er früher oft tatsächlich erst im Alter ausgebrochen ist. Das lag daran, weil man sich früher unbewusst gesünder ernährt hat.

Dass das heut nicht mehr so ist, liegt zum grossen Teil auch an der Lebensmittelindustrie, falschen Fetten, zuviel Zucker, zuviele Produkte aus weissem Mehl und oft viel zu wenig Mineralien im frischen Gemüse (wie z.B. Magnesium, Zink, Chrom, Selen), weil die dauerbewirtschafteten Felder ausgelugte Böden produzieren und was nicht im Boden ist, kann auch nicht in der Pflanze sein.

Der echte Altersdiabetes hat einen anderen Grund. Im Alter lässt die Produktion mancher Stoffe, die der Körper selbst produziert, nach. Bei manch einem sind da auch die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse betroffen. Dann wird einfach nicht mehr aureichend Insulin produziert und ein milder, nicht auf einer Resistenz beruhender Diabetes Typ 2 entsteht.

Wenn er auf süsse Sachen und auf Produkte aus weissem Mehl verzichtet, wird er weniger Insulin brauchen. Ich würde zur regelmässigen Blutzuckerkontrolle raten - nüchtern und jeweils 2 Stunden nach dem Essen.

Er könnte es mit Zimtkapseln probieren, 1-2 vor der Mahlzeit. Damit würde er Chemie vermeiden. Reicht das nicht, wird er Metformin oder ein ähnliches Präperat nehmen müssen.

Unsere Leber schüttet am Tag ca. 250g Glucose aus, bei Diabetikern bis hin zum doppelten. Die Glucose die wir über die Nahrung in Form von Kohlehydraten aufnehem, geht durch den Dünndarm ins Blut. Metformin hindert die Leber zum grossen Teil an der Zuckerausschüttung und senkt die Glucoseaufnahme vom Darm ins Blut.

Zimtkapseln wiederum senken die Insulinresistenz. Das wirkt aber nur, wenn eben eine Resistenz vorhanden ist. Das scheint ja ungewiss zu sein.

Am einfachsten wäre vermutlich einmal am Tag eine Dosis Basalinsulin z.B. Lantus oder Toujeo) zu spritzen. Das deckt für 24 Stunden den Grundbedarf und er müsste vermutlich nichts weiter machen und könnte auf Chemis verzichten.

Aber Ferndiagnose ist nicht möglich. Ein Hausarzt ist auch meist kein guter Berater. Eine Überweisung zu einem Diabtologen wäre sinvoller. Wenn er noch eine Weile leben möchte, könnte ein falsch behandelter Diabetes auch noch Folgen haben. Du solltest ihm das klar machen, das es um seine Gesundheit geht. Also die Ärzte immer schön belästigen. ;)

Noch etwas zu dem Darmproblem - Vollkornprodukte äussern sich bei den meisten Menschen mit Blähungen und Durchfall, weil der Körper derartiges nicht (mehr) gewohnt ist. Er sollte mehr Roggenbrot und -brötchen essen und Weizen meiden.

Viel Gemüse, möglichst Bio, am besten selbst im Garten angebaut und seltener Fleisch, dafür mager. Ausserdem würde ich zu 2 Esslöffeln frischem Leinöl raten (bloss nicht das aus dem Supermarkt, das ist tot), um ein natürliches Omega 6 zu Omega 3 Verhältnis zu bekommen.

Falls Du eine Bezugsquelle brauchst, schreib mir einen Kommentar.

Kommentar von Lirin ,

Dem ist eigentlich kaum was hinzuzufügen!

Kommentar von Callicarpa89 ,

Oh man, Öl trinken hilft wirklich? xD Das macht er schon seit Jahren und ich finde das soooo eklig *schauder* Aber gut, wenn's hilft ^^

Kommentar von Wurzelstock ,

Nimm das nicht allzu ernst. Die Erklärungen sind zwar hevorragend, die Folgerungen aber reichlich überzogen. Zudem enden sie in einer Schleichwerbung. (Zimt ist Zimt und Leinöl ist Leinöl, und außer Sanofi-Aventis noch andere Insulinhersteller. Alle haben eine Hotline.)

Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle. Ein 82jähriger, der geistig fitt ist, weiß binnen vier Wochen, was er essen und trinken darf und was nicht.

Kommentar von Cassiopeija ,

@Wurzelstock

Mit der Behauptung, die Folgerungen seien reichlich überzogen gibts Du hier eine undefinierbare Antwort. Was ist denn reichlich überzogen?

Aber es passt zu dem Rest Deines Kommentares. Schleichwerbung? Wo ist denn da bitte Schleichwerbung?

Habe ich ein Marke für Zimtkapseln oder Leinöl genannt? Nein.

Und ausser Sanofi-Aventis gibt es noch andere Insulinhersteller? Ach was. Von was sprach ich denn? Von 24-Stunden Langzeit Insulin. Dann nenn mir mal ein anderes ausser Toujeo oder Lantus.

Levemir (Novo Nordisk, wenn DU schon Hersteller nennen musst) ist kein 24 Stunden Insulin, es wirkt ungefähr 12 Stunden und dann haben wir Langzeit Insuline auch schon durch.

Wenn Du noch andere Hersteller von 24-Stunden Basalinsulinen kennst, dann mal her damit. Wird sich schwierig gestalten, nicht wahr?

Kommentar von Cassiopeija ,

@Callicarpa89

Naja, Öl trinken ist nicht der richtige Ausdruck. 1-2 Esslöffel frisches Leinöl am Tag reichen. Bei Diabetes würde ich 2 nehmen.

Ein gesundes Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 (n-6:n-3) liegt bei max. 3:1. Optimal wäre 2:1 - also 2 Teile Omega 6 zu einem Teil Omega 3.

Das Problem in der werstlichen Welt ist, das wir, je nach Gebiet, bei 16:1 bis 20:1 liegen. So z.B. hat unsere "gesunde" Margerine ein Verhältnis von 20:1.

Frisches Leinöl hat mit den höchsten Anteil an Omega 3 Fettsäuren, weshalb es bestens dazu geeignet ist, das Verhältnis zu verbessern bzw. auszugleichen.

Frisches Leinöl wurde kaltgepresst und danach auch nicht mehr zur Haltbarkeitsmachung erhitzt. Omega 3 Fettsäure ist äusserst Licht- und Sauerstoffempfindlich, hält 2-3 Monate und wird in dunklen Glasflaschen im Kühlschrank gelagert.

Wenn Du interessiert bist, gibts hier z.B. Information oder Du suchst selbst. Es gibt mittlerweile umfangreiche Forschungen zu Omega 3.

http://www.budwig-stiftung.de/service/omega-3omega-6.html

Kommentar von Wurzelstock ,

Nein, ich bin nicht interessiert, denn ich bin schon so lange aus dem Beruf, wie Du Diabetes hast. Vielmehr gebe ich mich geschlagen. Das Wissen, das Du hast, hatte ich auch nicht in meinen besten Zeiten; nicht einmal über die Omegasäuren im Leinöl.

Eine umfassende Diätberatung kam bei mir ohnehin nie vor. Allenfalls mal eine Stützung der Compliance, wozu nicht ich meinem Kunden viel erzählen musste, sondern der Kunden mir. Ansonsten höchstens Erläuterungen über die Arzneimittel, die sie einnehmen mussten.

Die Insulinpräparate, die Du nennst, gab es damals nicht (unter diesen Namen),  und die Hoechst AG gibt es nicht mehr, sodass ich über die derzeitigen Präparate und ihre Hersteller auch nicht mehr informiert bin.

So lasse ich also deine berechtigten Anwürfe so demütig über mich ergehen, wie der nichtkooperative Diabetiker die Beschimpfungen hinter seinem Rücken: Selber schuld! Man sollte andere nie für dümmer halten, als man selbst ist, sonst gibts vom Klügeren was auf die Löffel.

Kommentar von Cassiopeija ,

@Wurzelstock

Entschuldigung und Demut ist nicht notwendig, ich habe mich nur verteidigt, mehr nicht. ;)

Vielleicht tröstet es Dich ja, das ich mit 36 bei der Diagnose Typ 2 Diabetes auch nichts davon wusste und alles was ich von meinem Hausarzt dazu bekam, waren Tabletten, die ich zum essen bekam und ein Heft über Ernährung, verbunden mit der Aussage, dass das alles nicht so wild ist und ich mich eigentlich nur vollwertkostmässig ernähren müsste.

Das wars. Schulung? Nein. Und selbst heute ist das noch so, das Ernährungsberater oft von alledem nichts wissen und nur schlechte Ratschläge geben, die eben auf den Empfehlungen der DGE basieren und bestenfalls für einen gesunden Menschen geeignet sind - oder besser eher erträglich, denn gesund ist was anderes.

Mein ganzes Wissen habe ich mir autodidaktisch selbst erarbeitet, zum grössten Teil über Forschungsberichte und Studien. Damals hatte ich gerade mal BTX, Internet gabs noch nicht und was der Arzt gesagt hat, musste richtig sein. Heute weiss ich es besser, hat natürlich einige Spätfolgen nicht verhindert.

Wen Du etwas von dem für Dich benutzen kannst, dann freut es mich.

Kommentar von Wurzelstock ,

Vermutlich werde ich es wohl eher so halten wie der Großvater von Callicapra, falls mich der Diabetes eines Tages erwischt; denn es ist ein Unterschied, ob man vom Diabetes mit 36 oder mit 86 erwischt wird.

Beruflich bin ich zum Glück nicht mehr genötigt, das kontroverse Tam-Tam der Forschungsberichte zu verfolgen, die genauso kontrovers stets dem einen in seiner Praktizierung was brachten und dem anderen nicht.

Ansonsten kämpfe ich weiterhin mit dem Laster, mich so unbeliebt wie möglich zu machen, wenn ich glaube, etwas zu wissen. Das ist schlimmer als ein bisschen Zucker im Alter. ;-)

Kommentar von Cassiopeija ,

Solange man noch zugeben kann, das man sich geirrt hat, ist doch alles in Ordnung.

Das ist oft ein Problem, das man bis zum Abwinken auf falschen Theorien und Ansichten beharrt. Kann ich von Dir nicht behaupten. ;)

Kommentar von Wurzelstock ,

Du bist dir deines Wissens mit Recht sicher. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Arzneimittelversorger und Diätberater. Einer kann die Perspektive des anderen nicht ersetzen. Wer das entdeckt hat, dem ist es auch möglich, mal rückwärts zu ruderen.

Kommentar von Cassiopeija ,

Ich bin Diabetiker und Autodidakt, gerade weil mich weder der eine noch der andere wirklich beraten konnte und entweder mit konventionellen Sichtweisen daher kam (Ernährungs- und Diabetesberaterin) oder sofort in die pharmakologische Kiste griff und mit der chemischen Keule zu schlagen wollte (Arzt/Diabetologe).

Aber eigentlich müsste ich denen dankbar sein, denn nur so bin dazu gekommen, mir nach und nach alles über Studien und Untersuchungen anzulesen.

Nicht falsch verstehen, es gibt sicher einige gute Medikamente und ich nehme auch ein paar wenige, aber es geht oft auch anders. Allerdings solltest Du mein Wissen nicht überbewerten, es reicht nur so weit, wie es mich bzw. Diabetes und dessen Ursachen und mögliche Vermeidung betrifft.

Expertenantwort
von Lirin, Community-Experte für Diabetes, 10

Hallo!

Zu dem Arzt, bei älteren Menschen wird Diabetes oft nicht mehr so stark behandelt. Ein wenig Diät reicht meist, wenn es sich um einen beginnenden Typ 2 handelt! Tabletten verursachen meist verdauungsprobleme und Blähungen, weil viele die Verdauung verzögern um der Bauchspeicheldrüse mehr Zeit zu geben das benötigte Insulin zu erzeugen.

Die viele Bewegung ist sehr gut, denn sie senkt den Blutzucker. Wenn dein Opa mit Diät ein wenig abnimmt, könnten sich die Blutzuckerwerte wieder normalisieren, denn der Körper braucht viel mehr Insulin für die selbe Mahlzeit, wenn er übergewichtig ist!

Wenn deinem Opa das Cola ein wenig hilft, dann würde ich es beibehalten. Ihr könntet höchstens noch ungesüßtes Cola (Zero) versuchen. Hilft das auch, dann wäre es besser!

Sonst sollte er auf seinen Zuckerkonsum achten, eventuell mit Süßstoff süßen. Viel Salat, Gemüse und ein wenig Obst (Fruchtzucker), kleinere Portionen Fleisch und mäßig Beilagen (Brot, Brötchen, Reis, Nudeln, Kartoffeln) sind zu empfehlen. Tut ihm das Vollkorn nicht gut, dann würde ich es ganz weglassen.

Wichtig wäre noch nicht zu große Mahlzeiten auf ein Mal zu essen. 5 kleine Mahlzeiten wären besser, die drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. So muss die Bauchspeicheldrüse nicht so viel Insulin auf einmal erzeugen und wird ein wenig entlastet!

Vergesst nicht, dass ein beginnender Diabetes regelmäßig überwacht werden muss, denn die Bauchspeicheldrüse ist schon ein wenig überlastet und das wird kaum besser!

Wenn ihr mehr wollt, dann würde ich zu einem Diabetologen raten. Er kennt sich damit besser aus und könnte auch eine Ernährungsberatung verschreiben. Ob das auch ein Hausarzt kann weiß ich leider nicht.

Ich denke nicht, dass ihr euch im Moment viele Sorgen machen müsst und wünsche deinem Opa allzeit gute Blutzuckerwerte!

Gruß Lirin

Kommentar von Cassiopeija ,

Bei Übergewicht braucht der Körper mehr Insulin, das ist richtig, aber nicht für dieselbe Mahlzeit. Ich weiss, das wird oft behauptet, selbst von Ernährungsberatern und Diabetologen, aber es stimmt nicht.

Der Körper baut Fettzellen täglich um. Je mehr Fettzellen da sind, desto mehr muss er umbauen. Und nun rate mal, was er für diesen Umbau braucht? ;)

Genau, Insulin. Das erweckt natürlich den Eindruck, er würde mehr für das Essen brauchen ist aber nicht so. Das Problem ist eher, da der Umbau der Fettzellen Vorrang hat und dauernd statt findet, das dann für die Nahrung zu wenig Insulin da ist.

Deswegen brauchen Übergewichtige und Fettleibige auch mehr Insulin, wenn sie Diabetes haben.

Dann noch etwas zu Zero- und Lightprodukten. Fast alle enthalten Aspartam als Süssstoff und der ist giftig. Die drei Grundsubstanzen von Aspartam sind die beiden Aminosäuren Phenylalanin (50 Prozent) und Asparaginsäure (40 Prozent) sowie der Alkohol Methanol.

Solange man nicht an der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU) ist das erstmal nicht gefährlich. So wird Aspartam auch immer untersucht und die Giftigkeit bestritten. Das sieht aber ein wenig anders aus, wenn man weiss, das Aspartam im Körper erst einmal wirder in seine Bestandteile zerfält.

Methanol wird übrigens vom Körper durchaus abgebaut, nämlich zu Formaldehyd (Formalin, chemisch Methanal) und Ameisensäure (chemisch Methansäure). Ein Gläschen Formaldehyd gefällig? :)

https://www.zeitenschrift.com/news/aspartam-suesses-gift#.V--m_KKRWCg

Dieser Artikel ist zwar von einer Zeitschrift, medizinisch und chemisch aber korrekt.

Hier eine Pharmazeutische Zeitschrift, die sich mit dem Krebsrisiko von Aspartam beschäftigt. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=278

Natürlich gibt es entgegengesetzte Untersuchungen, aber wenn man die Methoden von Monsanto kennt, wundert das nicht wirklich. Vor allem, wenn dann raus kommt, wie diese Ergebnisse zustande kommen.

Ich würde jedenfalls lieber gezuckerte Cola und davon etwas weniger trinken, als mir Aspartam anzutun. ;)

Kommentar von Lirin ,

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen.

Als ich Diabetes bekam, war ich richtig dürr, weil ich noch 10 Kilo verloren habe. Ich hab immer recht wenig Insulin gebraucht und mein Gewicht ganz gut gehalten.

Erst als mein Rheuma, ziemlich agressiv, ausbrach hab ich stark zugenommen, weil ich hohe Dosen an Cortison und auch Cortisson Stoßterapien bekommen habe, um die Krankheit unter Kontrolle zu bekommen. Durch das Übergewicht habe ich sowohl das Basalinsulin, als auch das Essensinsulin stetig anheben müssen.

Ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich herausgefunden habe, wie ich auch mit Cortison abnehmen kann. Ich hab zwar langsam aber stetig abgenommen. Seither brauche ich auch laufend immer weniger Insulin. Es gibt Zeiten, da kann ich mehrere Kilo abnehmen und muss nichts verändern und dann, ganz plötzlich, nehme ich nur 1 Kilo ab und ich muss das Insulin anpassen.

Das ist wie eine Schwelle, die überschritten wird und dann reagiert der Körper wieder auf jedes Kilo.

Antwort
von Artus01, 25

wurden Blutwerte am Rande zur Diabetes festgestellt.

Wie hoch war der Wert denn? HbA1c?

Du schreibst daß durch eine Ernährungsumstellung seine Verdauungsprobleme zunehmen. Das passiert bei mehr Vollkornprodukten ganz sicher nicht, eher das Gegenteil.

Das mit der Cola sollte er allerdings lassen oder entsprechend umstellen, Cola Zero schmeckt genauso wie normale Cola und schadet ihm nicht.

Das Problem dürfte wohl bei mehr Bewegung auftreten. Du schreibst der Opa wäre noch sehr agil. Es ist wahrscheinlich daß die Diabetes deswegen noch am Rande liegt. Bewegung und Sport halten eine Typ II Diabetes meist gut im Zaum. Wahrscheinlich wären seine Werte bei weniger Bewegung bereits im roten Bereich. Der Arzt hat somit nicht unrecht, die Entwicklung muß regelmäßig beobachtet werden, denn Diabetes bildet sich niemals zurück, sie verschlimmert sich nur noch. Dann wird zunächst die Einnahme von Tabletten notwendig, irgendwann dann vielleicht auch die Spritze. Das ist zwar lästig, bewahrt aber vor irreparablen Schäden.

Kommentar von Walum ,

Das mit der Cola sollte er allerdings lassen oder entsprechend umstellen, Cola Zero schmeckt genauso wie normale Cola und schadet ihm nicht.

Wenn er nicht genug Zucker bekommt, fällt er doch glatt um. Cola Zero ist ein ausgesprochen gefährlicher Tipp. Er trinkt doch nicht Cola, weil sie so toll schmeckt, sondern weil er dann unterzuckert ist.

Kommentar von Artus01 ,

Sag mal wie kommst Du dazu derartigen, gefährlichen Blödsinn zu schreiben!

Der Fragesteller schreibt mit keinem Wort von einer möglichen Unterzuckerung, sondern eher vom Gegenteil. Da ist täglich 2 Gläser Cola, auch wenn mit Wasser gemischt, absolut kontraproduktiv. Unterzuckern wird er, bei einer beginnenden Diabetes, sicher nicht, wenn er sich normal ernährt.

Kommentar von Walum ,
"Beginnende Diabetes"? 

- Weißt Du denn, wie lange und ausgeprägt die Symptome tatsächlich schon auftreten, wenn schon der Patient seinen Arzt nicht befragen will??

ob er weiterhin Cola trinken kann, denn die hilft ihm bei seinem manchmal schwachen Kreislauf.

"Kreislauf"? Nein, niedriger Zucker. Wenn er wieder über dem Maß liegt, fühlt er sich natürlich gleich viel besser. Soooo typisch!

Und natürlich ernährt sich Opa "etwas pummelig um die Mitte rum" NICHT normal, darauf achtet Oma schließlich vorbildlich ... Kennen wir auch schon! Diabetes-Angepasste Ernährung ist nicht so einfach.

Ziel der Ernährungs-Anpassung wird natürlich unter anderem sein, ihm den Griff zur Cola abzugewöhnen. Darin sind wir uns alle einig. Aber ihm das Zeug wegzunehmen, erfordert viel mehr Kenntnis des Patienten über seinen Zustand und das Verhalten seiner diabetischen Bz-Schwankungen.

Das hier ist der Bilderbuch-Standardfall.

Kommentar von Cassiopeija ,

Nein Artus, Vollkornprodukte sind zwar gesund, nur sind die meisten Menschen das nicht mehr gewohnt. Dann gibt es Blähungen und Durchfall. Das muss man sich nicht mit 82 Jahren noch antun. Gemüse hat genug Ballaststoffe, der Verzicht auf Produkte aus weissem (Weizen-) Mehl reicht völlig.

Und Ligt- oder Zeroprodukte enthalten Aspartam - das ist Gift für den Körper, dann lieber mit Zucker oder ganz auf Cola verzichten und dafür Kaffee (schwarz oder mit Milch) trinken, das ist auch ausreichend Koffein enthalten. Akternativ gibt es noch Fritz Cola, die ist mit Stevia gesüsst.

Stevia ist auch Zucker, aber bis zu 300 mal süsser, sodas es kaum verstoffwechselt werden muss und ganz nebenbei dient es auch noch der Zahngesundheit.

Kommentar von Artus01 ,

Bei einer beginnenden Altersdiabetes ist eine Unterzuckerung bei normaler Ernährung kaum möglich, auch wenn der alte Herr noch sehr agil ist. Daher ist es, wenn Kreislaufbeschwerden auftereten kaum möglich daß sie ihre Ursachen in einer Unterzuckerung haben. In dem Alter gibt es reichlich andere Ursachen dafür. Wegnehmen will ihm die Cola ja auch niemand, sie sollte bloß ausgetauscht werden.

Zum Aspartam. Natürlich ist das nicht gerade gesund, aber wie schon Paracelsus sagte: "Die Dosierung macht das Gift." Ich habe mit keinem Wort gesagt daß nun der Zucker vollkommen ersetzt werden soll. Nicht umsonst sind spezielle Produkte für Diabetiker, die es früher zuhauf gab, heute verboten. Bei einigen Sachen die nun wirklich vom Zuckergehalt her unter aller Kanone für Diabetiker sind, ist sowas gefahrlos möglich.

Ach ja, die "Fritz Cola" gegen die ist diedamalige  Aldi Cola (River Cola) ein himmlischer Nektar. Sowas kann kein Mensch trinken, aber das mag jeder nach seinem Geschmack entscheiden.

Auch bei älteren Menschen läßt sich die Ernährung auf mehr Vollkornprodukte umstellen, aber ok, das muß man nicht tun.

Antwort
von Kunzinger, 26

Sowie eben Regelmechanismen wie Blutdruck, Wasserhaushalt usw. im Alter eben nicht mehr so gut funktionieren, kann das natürlich auch den Zuckerstoffwechsel betreffen.

Wenn die Zuckerwerte im erhöhten Normbereich waren, würde das trotzdem noch nicht zur Diagnose "Diabetes Mellitus" führen.

Die Frage ist, was man sich im Detail angeschaut hat...

- den Nüchternblutzucker ,

- den Langzeitblutzuckerspiegel Hba1c,

- bzw. das Insulin.

Viel ändern würde ich an seiner Lebensweise nicht, wenn er schon mal 82 Jahre alt geworden ist und im Allgemeinen gut beieinand ist. Jedoch wirkt sich "gesunde" Ernährung und viel Bewegung nur positiv aus und kann sicherlich auch gewissen Erkrankungen, wie dem Diabetes vorbeugen.

Du kannst ja, wenn Dir Bedenken beim Arzt bestehen, mal selbst ein Blutzuckermessgerät kaufen und selbst den "Nüchternbz." beim Großvater öfters nachmessen und protokollieren. Aber "nüchtern", das heißt in der Früh, bevor er den Kaffee mit Milch und Zucker trinkt.

Das Hauptproblem beim Diabetes ist, dass, wenn der BZ lange stark erhöht im Blut ist, dass dadurch Nerven zerstört werden.

Bis jetzt gilt ein stark ausgeprägter Diabetes, der nur durch Medikamente therapierbar ist bzw. durch Insulin, nicht als heilbar, sondern kann eben nur dadurch therapiert werden.

Das Cola wirkt eher kontraproduktiv, weil es eine große Menge Zucker enthält, wo die Bauchspeicheldrüse rasch Insulin einschießen muss, um den BZ abzubauen. Durch die flüssige Form lässt es den BZ schnell ansteigen.  Diabetiker verwenden es trotzdem, um einen zu niedrigen BZ wieder in den Toleranzbereich zu bringen. 

Haben nicht ältere Menschen die Angewohnheit immer Kaffee zu trinken? wäre ohne Zucker wahrscheinlich eine bessere Alternative, den Kreislauf wieder anzutreiben?


 


Kommentar von Wurzelstock ,

Sehr gut. Nur schießt beim Altersdiabetes kein Insulin ein, weil genug vorhanden ist - sogar eher zu viel. Wie Du völlig richtig schreibst, ist es eine kompliziertere Dysregulation. Deshalb nützt auch Insulin nichts.

Die Ärzte versuchen so lange wie möglich ohne orale Antidiabetika auszukommen, damit "die Brühe nicht dicker dicker wird als die Brocken".

Kommentar von Artus01 ,

Auch so ein Unfug.

Kommentar von Cassiopeija ,

@Wurzelstock

Wo hast Du denn den Blösinn her oder hast Du Dir das ganz allein ausgedacht? Völlig falsch. Informier Dich, bevor Du so etwas schreibst oder lass es besser ganz.

Kommentar von Wurzelstock ,

Komm von deinem hohen Roß herunter, Cassiopeija. Du weißt zwar viel, aber Du schießt mit Kanonen auf Spatzen. Ich habe als Apotheker 30 Jahre lang auch jede Menge Diabetiker aller Art versorgt.

Kommentar von Kunzinger ,

Altersdiabetes und DM Typ II sind dasselbe. Der angesprochene Insulinmangel tritt eigentlich vorwiegend beim DM Typ I auf.

Wir gehen grundsätzlich bei der häufigeren Form dem DM Typ II nicht von einem Mangel an Insulin aus, sondern der Zucker (die Kohehydrate) können vom Insulin NICHT in die Zelle transportiert werden. Der Transportmechanismus versagt.

Naja gut, ich bin kein Arzt, und meine Mutter initialisiert als Ärztin vorwiegend nicht die Therapie, sondern überwacht sie überwiegend, weil das die Spezialisten einleiten. Aber, wenn der Langzeitblutzucker über den Normbereich fällt und mit einer Diät keine Besserung erreicht wird, werden gerne orale Antidiabetika eingesetzt.

Ohne Medikamente wäre es opimal, wenn man den Zucker im Griff hätte, nur die Realität sieht leider anders aus, sodass neben dem Diabetes noch andere Erkrankungen (Komorbiditäten) bestehen und die Diät meist bei Adipösen (Fettleibigen) nicht eingehalten wird.

Die Insulinpflichtigen sind dann entweder Typ I Diabetiker oder schwere Fälle von Typ II. Viele Typ II Diabetiker "fressen" trotzdem weiter und spritzen halt je nach Bedarf (Berechnung der Broteinheiten) das Insulin nach IE. (gibt ja verschiedenst wirksame Insuline)

Kommentar von Cassiopeija ,

Nicht ganz korrekt. Typ 2 Diabetes ist genetisch bedingt und auf Grund dieser genetischen Disposition kan sich eine Insulinreistenz entwickeln.

Echter Altersdiabetes hat nichts mit einer Insulinresistenz zu tun, sondern mit nachlassenden Körperfunktuionen, was unter anderem eben auch die insulinproduzierenden Betazellen betreffen kann.

Dann hat derjenige zu wenig Insulin, was den Diabeteseffekt verursacht.

Antwort
von Callicarpa89, 8

Erstmal Danke fuer die vielen Antworten und Informationen :D Wiegesagt, es ist noch nicht akut, die Werte liegen am Rande zum Beginn einer Diabetes. Er nimmt natuerlich auch viele andere Medikamente gegen Asthma, zu niedriger oder zu hoher Blutdruck, restless leg syndrom und bestimmt noch einiges mehr das mir grad nicht einfaellt. Die Wirkung der Cola wird er sich nur einbilden denke ich. Er meint, dass davon sein Blutdruck angekurbelt wird, was auch geringfuegig sein mag, aber in dem Alter überzeugt man ihn sowieso nichtmehr vom Gegenteil ^^ Er baut sein eigenes Gemüse an, seit 2 Jahren hat Oma ihm das taegliche Stueck Kuchen zum Kaffee verboten und helles Brot oder aehnliches isst er auch nicht. Vollkornprodukte fuehren bei ihm eher zu Verstopfung, die er sowieso schon hat, was wohl von dem Medikamentencocktail kommt den er jeden Tag nehmen muss. Ich werd mal weiterhin auf ihn achten und wenn sich was verschlimmern sollte wird das wohl bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zum Vorschein kommen. 

Nochmal Danke fuer die vielen hilfreichen Antworten :D

Antwort
von Walum, 13

Und Opa möchte wissen ob er weiterhin Cola trinken kann, denn die hilft ihm bei seinem manchmal schwachen Kreislauf.

Nein, das hilft ihm wohl eher, wenn er unterzuckert ist. Diabetiker müssen ziemlich aufpassen, dass sie mit der Ernährung den Blutzuckerpegel stabil halten.

Er kann natürlich auch weiterhin gelegentlich Cola trinken - aber Cola ist nicht besonders günstig und es wäre besser solche Zuckerbomben nur im Notfall zu zünden. Kommt immer so darauf an, wie lange er noch ohne größere Störungen leben will.

Mit 82 wird er sich wohl nicht noch besonders schnell in einen Supersportler verwandeln. Für Diabetiker gibt es Ernährungsberater. Die können bei der Umstellung auf eine angepasste Ernährung Tipps geben.

Kommentar von Cassiopeija ,

Ich hab schon viele Ernährungsberater erlebt, keiner hatte gute Vorschläge. Da scheinen die Empfehlungen der DGE die Bibel zu sein und lernresitent sind die meisten auch noch.

"Verzichten sie auf süsse Getränke, trinken sie lieber Light- oder Zeroprodukte". Und als Geschenk ein Kochbuch für Diabetiker der DGE, wo lustig mit Aspartam (das auch in den Zere- und Lightprodukten ist) gesüsst wird - also mit Gift, den es enthält Methanol, das im Körper unter anderem in Formaldehyd zerfällt.

Soviel zu "Ernährungsberatern".

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten