Fragen seit meinem Suizidversuch?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das "was wäre wenn"?

Arbeite deinen Suizidversuch auf. Ob es bei deinem behandelten Psychiater in der Klinik oder ambulant oder mithilfe eines Traumaterpeuthen ist. Diese und andere Fragen die sich dir aufdrängen müssen besprochen werden.

Aber hier mal die knallharte Realität: wäre dein Suizidversuch erfolgreich gewesen, wärst du jetzt tod. Genauso wie ich. Wäre mein Suizidversuch ebenfalls erfolgreich gewesen wäre ich jetzt auch tod. Was danach kommt steht immernoch zur Debatte. Es hätte sein können das wir beide im Himmel bei einem vergebenden und gutherzigen Gott gelandet wären. Ebenso hätten wir für unsere unchristliche Tat für den Rest unseres da seins in der Hölle schmohren können. Eventuell, und das ist am wahrscheinlichsten, käme danach gar nichts mehr. Wir wären tod und unseren sterblichen Überreste wären unter der Erde gelandet. Unser bewusstsein würde ausgelöscht werden.

Und alles was noch von uns bleibt sind die Erinnerungen bei Verwandten und Freunden.

An deiner Stelle würde ich mich gar nicht all zu sehr mit den Dingen der Vergangenheit oder Dingen aus der Zukunft beschäftigen sondern eher mal im hier und jetzt leben. Du hast nur ein Leben, und das ist für viele schon viel zu kurz. Du solltest es mit wichtigen Dingen füllen.

Arbeite deinen Suizidversuch in der Therapie auf. Erzähle was dich plagt, aber lass dein Leben nicht zu sehr von diesem Ereigniss bestimmen.

Für den Tod und alles was danach kommt ist immernoch Zeit, wenn du eines Tages eines natürlichen Todes stirbst.

Lg, Anduri87

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Einen weiteren Suizidversuch solltest du auf keinen Fall wagen. Es könnte sein das du dann wie angedroht zwangseingewiesen wirst. Außerdem glaube ich das es viele Menschen gibt denen du wichtig bist, aber das dir dies vielleicht nicht bewusst ist. Ganz egal warum du versucht hast Suizid zu begehen,du test dies nicht erneut versuchen. Es gibt viele Organisationen die dir helfen können und auch möchten. Jede Situation kann man mit hilfe anderer bewältigen,also bitte versuche nicht dein Leben zu beenden, dazu ist es viel zu wertvoll. Das du dir viele Fragen stellst ist völlig verständlich. Und du darfst die Fragen natürlich in deiner Behandlung erwähnen. Wenn du etwas verheimlichst kann dir nicht geholfen werden. Außerdem sind die Menschen dort auch da um sich mit dir zusammen mit deinen Fragen auseinanderzusetzen jnd dir zuzuhören und dir zu helfen Habe nur Mut deine Fragen auszusprechen, dich wird niemand deshalb verurteilen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

So, der Reihe nach 👍
Was wäre wenn Punkte eine Definition hätten?
Das wär voll toll ;)
Ein zweiter Versuch bringt Dich mit großer Gewissheit auf die geschlossene und mglw auch Deiner "Entmündigung".
Was sollte mit Dir passieren? Die Polizei soll Leben schützen - ergo - Zwangseinweisung (wenn Du nicht zustimmst)
Was beim Entschwinden von einer offenen, psych. Einrichtung konkret passiert, weiß ich leider nicht - Sorry.
Zwangseinweisungen gehen nicht mal eben so, das muss der Psychologe vorsichtig abschätzen.
Es wird immer versucht, den Menschen zu helfen. Unter Umständen würde man Dich zur Eigensicherung "wegsperren".
Darf ich fragen, warum Du Dich dem Freitod zuwenden möchtest?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Anneb85
23.08.2016, 19:23

Ich bin letztes Jahr recht lange in einer Psychiatrie gewesen und hab mich auch gut aufgehoben gefühlt. Wir haben aber, glaube ich, sehr viel aufdecken gearbeitet und ich hab intensiv in all meine Schrecken geschaut. Was neu war waren die Gefühle dazu, mit denen ich n7cht zurechtkommen.  Es geht um gewaltwrfahrungen und Vernachlässigung en, mit denen ich aufgewachsen bin. In der Klinik sind mir das erste mal Menschen begegnet, die einen echten kontakt zu mir gefunden haben und ich konnte vertrauen zu Ihnen entwickeln. Leider hat die zeit nicht gereicht, alles wieder zu verschließen und zu verarbeiten. Und leider hat sich die Klinik mittlerweile gegen mich entschieden. Ich bin nicht in deren Einzugsgebiet und ich glaube, sie glauben, dass meine Fortschritte zu klein waren. Dabei hat sich so viel in mir bewegt. Auf jeden Fall darf ich nicht mehr auf die Station zurück. Ein großer Bruch für mich. Hier bei uns finden ich keinen anschluss. Und dann triggern mein Eheleben immens, ohne dass ich verstanden werde und ich hab einen sehr anstrengenden Alltag durch unsere kleinen Kinder. Wenn ich die augen schließe sehe ich entweder die bilder oder mich im suizid. Ich fühle mich sehr hoffnungslos, möchte eigentlich Hilfe finden, finde aber keinen Kontakt mehr. Und die, zu denen ich ihn hatte, lehnen mich jetzt ab. Vielleicht ist es das System, immer bin ich entweder für meinen gegenüber zu schwer oder irgendwie unpassend. Auch meine ambulante therapeutin hat sich von mir verabschiedet. Ich habe zwar eine neue, aber noch keine Beziehung zu ihr. Ich hab den Eindruck, es einfach nicht noch mal zu schaffen. Seit meinem suizidversuch, der ausgelöst war durch einen Streit mit meinem Mann, der mich einfach nicht hört, fühle ich mich verurteilt und bin viel auf ablehnung gestoßen. Ich hab mir wohl selbst alle Wege verbaut. Ist es jetzt gut, das so öffentlich zu schreiben?

0
Kommentar von Wiesel1978
23.08.2016, 19:46

Ich bewundere Deine Offenheit und Ehrlichkeit. Ich muss aus medizinischen Gründen auch zu speziell geschulten Ärzten. Die Nähe liegenden sind unter 15km entfernt, ich nehme aber gern die halbe Stunde Fährt auf mich, da ich den Menschen vertraue (und da kann sich jeder Arzt was drauf einbilden).
Warum wirst Du denn abgelehnt. Nur wenn man seine Fehler erkennt kann man an ihnen arbeiten und gerade bei psychischen Probleme, finde ich ne Ablehnung unter aller Sau :(
Warum geht Dein Mann nicht auf Dich ein, sondern verhält sich eher kontraproduktiv?
Solltest Du den Schritt wählen gehen zu wollen - was wird aus Deinen Kindern? Ist es der einzige Weg, wenn Du die Kinder und ihr Lachen einfach zurücklässt?
P.S. Wenn ich was falsches schreibe, verzeih mir bitte. Habe in meiner Ausbildung nie Social Work gehabt 😉

0

Du grübelst bestimmt sehr viel. Man kann so nicht sagen, ob das normal ist. Aber ich denke du solltest es mal deiner Therapeutin oder deinem Therapeut erzählen und vielleicht finden diese darauf eine gute Antwort. Wünsche dir nur das beste

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?