Fragen an Christen und Religionswissenschaftler: Kann man eine, im Mittelalter vom Papst als häretisch verdammte, Glaubensgruppe wieder durch Rekonziliation ?

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3 Antworten

Rekonziliation bezeichnet im Kirchenrecht (CiC 1357) die Wiederaufnahme von Katholiken (und nicht von Organisationen), die durch ihren Kirchenaustritt exkommuniziert
worden sind. Eine Exkommunikation gilt nur solange jemand lebt, also
ist eine Rekonziliation von Verstorbenen nicht möglich.

Was du ansprichst ist – nehme ich an – eine Rehabilitierung und Neugründung. So etwas ist grundsätzlich möglich.

Wesentlich einfacher ist aber die Gründung einer neuen Organisation, die ausdrücklich positiver Elemente von an sich häretisch verurteilten Gruppierungen in einem neuen Zusammenhang würdigt.



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Rehabilitierung ist grundsätzlich möglich. Denke aber daran, wie lange es bei Galilei gedauert hat. So 300 Jahre würd ich also schon rechnen. Die RKK ist nämlich grundsätzlich sehr träge, wenn es darum geht eigene Fehler einzugestehen und auf so etwas würde es ja hinauslaufen.

Einer Neugründung steht aber nichts im Wege. Du brauchst nur einen entsprechenden Verein eintragen zu lassen.

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Die Rekonziliation ist oft möglich und wird vielfach gesucht.

Wenn man nachweisen kann, dass es um Missverständnisse, unterschiedliche sprachliche Ausdrucksweisen und verschiedene philosophische Inhalte geht, kann man das im Gespräch klären.

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Kommentar von FuerstVerres
16.06.2016, 21:58

Viele Vorwürfe gegen diese Bewegung kamen ja von den Feinden und eine Menge davon hat sich als falsch erwiesen im Nachhinein.

Natürlich gab es Dinge, die ich schon sagte, die man eben ändern müsste um wieder treu der Lehre der Kirche zu sein,

Das würde aber wahrscheinlich in eine Art Neugründung einer Bewegung münden wahrscheinlich, oder?

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