Frage von MaxEW, 25

Fragebogenauswertung - Geschlecht bei Ergebnissen aufgelistet nicht in der Stichprobe - ist das auch richtig?

Heyho Leute,

ich habe meinen Fragebogen für meine Masterarbeit ausgewertet. Ich hielt es für besonders wichtig, Auswertungen zum Geschlecht/Alter/etc. (Allgemeine Angaben) in den Ergebnissen festzuhalten. In der Stichprobe habe ich quasi eher erklärt, wie viele Institutionen sich meinen Fragebogen angenommen haben und wie viele Probanden letztendlich dabei sind. Ist das auch richtig? Oder müssen solch allgemeine Angaben in das Kapitel der Stichprobe?

Antwort
von susicute, 9

Hallo Max,

Die Tatsache, dass du keine Antworten erhältst dürfte maßgeblich daran liegen, dass deine Frage recht unstrukturiert ist. Was meinst du denn mit "in der Stichprobe?" Eine Stichprobe ist doch einfach ein Teil der Grundgesamtheit. Du hast durch die Auswahl von Probanden eine Stichprobe erzeugt.

Nun sollte es in deiner Arbeit ein Kapitel zu Methodik geben. In diesem Kapitel erläuterst du welche Forschungsmethoden notwendig sind, um deine Fragestellung/ Problemstellung zu beantworten. Hier würdest du unter anderem erläutern wie deine Stichprobe zustande gekommen ist. Zum Aufbau der Kapitel zu Forschungsmethodik/ Forschungsdesign findest du massig Literatur, die du auch konsultieren solltest. Schließlich musst du dein Herangehen mit entsprechender Literatur belegen.

Im Hauptteil deiner Arbeit präsentierst du dann in Hinblick auf deine Forschungsfrage die Ergebnisse der Studie. Ab Alter/ Geschlecht etc. hier relevant sind, kommt auf die Forschungsfrage an. Wenn es in Hinblick auf diese Kriterien tatsächlich irgendwelche Erkenntnisse gibt, die für deine Arbeit relevant sind, dann gehst du natürlich darauf ein. Haben diese Dinge keine Relevanz, dann gehören sie hier auch nicht hin.

Bsp.: In einer Arbeit zu Familienfreundlichkeit in Unternehmen kann es durchaus relevant sein auf Alter und Geschlecht einzugehen, wenn ich z.B. argumentieren will, dass ein höherer Anteil von Frauen oder jüngeren Personen in der Führungsetage positive Auswirkungen auf diesen Aspekt hat.

Ob es bei deiner Arbeit Sinn macht, lässt sich ohne dein Thema oder deinen Forschungsansatz zu kennen daher kaum beantworten.

Ich empfehle dir dich noch mal mit der in deinem Fachbereich relevanten Literatur auseinander zu setzen. Denn ich habe das Gefühl, dass du hier noch sehr viele Unsicherheiten hast.

Viel Erfolg!

Lg Susan

Kommentar von MaxEW ,

Hallo Susan, 

nein ich habe keineswegs große Unsicherheiten. Es ist eigentlich eine rein formelle Frage: Ich habe eine Befragung durchgeführt und die Ergebnisse über das Alter oder das Geschlecht sind relevant und wurden daher ebenfalls in die Diskussion eingebracht! 
Nun habe ich daher aber in der Stichprobenbeschreibung, welche zum Kapitel der Methodik und Instrumentenbeschreibung gehört, keinerlei Angaben zum Geschlecht oder Alter gemacht. Dort steht drin, wie vorgegangen wurde, um die Probanden für die Erhebung zu begeistern, wie viele Institute angeschrieben wurden, wie viele Probanden zusammen kamen und wie hoch die Rücklaufquote ist!

Meine Frage dazu nun: Ist das in Ordnung - oder gehören solche Angaben (die am Kopf des Fragebogens stehen) IMMER in die Stichprobenbeschreibung und können deswegen trotzdem nachfolgend diskutiert werden?

Ich muss dazu sagen, dass ich in der Stichprobenbeschreibung darauf hingewiesen habe, dass solche Angaben im nachfolgenden Kapitel stehen, da sie zur Ergebnislage gehören.....

LG und danke nochmal für die Antwort
MaxEW

Kommentar von susicute ,

Hi,

nun ist dein Vorgehen schon etwas klarer.

Zu deinem konkreten Problem: Wenn diese Grunddaten nicht in Zusammenhang mit der Auswahl der Probanden stehen, dann musst du im Methodenteil auch nicht darauf eingehen. Schließlich waren dir diese Daten zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht bekannt.

Etwas anderes wäre es, wenn du deine Stichprobe entsprechend dieser Kriterien ausgewählt hättest. Z.B. 50% der Befragten sind weiblich oder ein bestimmter Prozentsatz hat ein bestimmtes Alter. In diesem Fall müsstet du deine Auswahl natürlich methodisch begründen. Nach deinen Informationen scheint des aber nicht der Fall zu sein. Sie sind Erkenntnisse, die du im Rahmen deiner Forschung erlangt hast, du kannst sie somit in den Hauptteil der Arbeit packen.

Lg Susan

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