Frage von top111111, 33

Frage zur steuerlichen Absetzbarkeit von Baudenkmälern - was ist zu empfehlen?

Hallo,

ich plane ein Baudenkmal zu erwerben. Kaufpreis beträgt ca. 65000 €. Es sind umfangreiche Erhaltungsaufwendungen durchzuführen, Fassade erneuern, Dach reparieren , Wohnraum tapezieren, Betrag insgesamt ca. 60000... Das Haus wird hinterher teilweise vermietet. Jetzt lese ich, dass innerhalb von 3 Jahren die magische 15 % Grenze des Kaufpreises abzüglich Bodenwert nicht überschritten werden darf. Ziehe ich jetzt den Bodenrichtpreis ab, bleibt ein Wert von ca. 30000 €. Heißt das jetzt, dass ich max. 4500 € (15% von 30000) innerhalb der ersten 3 Jahre für die o. g. Aufwendungen reinfließen darf, damit die Kosten nicht als nachträgliche Herstellungskosten gelten und somit über 40 Jahre à 2,5 % abgeschrieben werden müssen?

Was ist zu empfehlen?

Antwort
von Schnoofy, 22

Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten von Baudenkmalen
werden nach Einkommensteuergesetz §§ 7i, 10f und 11b
steuerlich begünstigt, soweit diese denkmalspezifische
Erhaltungsleistungen beinhalten.


Bescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt erteilt nur das
Landesdenkmalamt nach ordnungsgemäßer Ausführung der
genehmigten Maßnahmen. Für die vorzeitige Bescheinigung für
das Finanzamt muss vor Baubeginn eine Kopie des Bauantrages
oder des denkmalrechtlichen Antrages an das Landesdenkmalamt
gerichtet werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten sind die
Rechnungen geordnet mit Zahlungsnachweis beim Landesdenkmalamt
unter Verwendung der erforderlichen Formulare einzureichen.
Nach Prüfung der Unterlagen erteilt das Landesdenkmalamt eine
Bescheinigung über alle förderungswürdigen Leistungen zum
Erhalt des Denkmals.


Ob es auch bereits beim Erwerb eines Baudenkmal Steuervergünstigungen gibt kann Dir vermutlich das zuständige Landesdenkmalamt sagen

Kommentar von top111111 ,

Hallo,

zunächst einmal vielen Dank für die Informationen. Sehe ich es also richtig, dass die 15% Regel innerhalb der ersten 3 Jahre nach Erwerb hier nicht greift und dementsprechend die AfA auf eine Dauer von 10 Jahren anzusetzen ist? Natürlich unter der Prämisse, dass die Bescheinigungen vor Baubeginn von der unteren Denkmalschutzbehöre eingeholt werden.

Vielen Dank!

Kommentar von Schnoofy ,

Mit solchen Details bin ich leider überfordert, tut mir leid.

Antwort
von hilflos99, 8

die Aufwendungen wegen Denkmalschutz werden nicht mit 2,5% abgeschrieben sondern mit ca. 10% (abhängig ob vermietet oder eigen genutzt). Der Rest wird mit 2,5% abgeschrieben, Grundstück gar nicht

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