Frage von Nicksen1337, 67

Frage zur Krankenversicherung im Falle der Selbständigkeit?

Hallo Liebe Community,

Ich stehe vor einem Problem ich möchte mich gerne Selbstständig (kleiner Gewerbeschein) machen jedoch machen mir die Krankenkassen etwas Bauchschmerzen.

Ich bin 21 Jahre Alt und habe keinen Nebenberuf oder Sonstiges und ich habe mich auch schon etwas schlau gemacht und gehe von einem Einkommen in den ersten Monaten von 500€ aus Maximal ( Online-Shop ). Aber die % mancher Krankenkassen sind so hoch das ich 450€ alleine nur dafür zahlen müsste. Momentan bin ich bei der AOK.

Nun meine Frage : Wie halte ich diese Kosten etwas Tiefer damit ich überhaupt noch Gewinn habe sprich so das ich noch Leben kann ? Würdet ihr zu einer GKV oder doch eher einer PKV raten ? und welche Erfahrung habt ihr gemacht ? oder wie sieht es mit der Familienversicherung aus greift die vielleicht hier ein ?

Viele Grüße und einen schönen Tag.

Antwort
von kevin1905, 43


Wie halte ich diese Kosten etwas Tiefer damit ich überhaupt noch Gewinn habe sprich so das ich noch Leben kann ?

Als Gründer kannst du beantragen die Kosten aus 50% der Bezugsgröße zu berechnen. Dann wärst du beitragsmäßig bei knapp 260,- € im Monat. Weniger ist als hauptberuflich Selbständige Person nicht machbar.


Würdet ihr zu einer GKV oder doch eher einer PKV raten ?

Mit dem Einkommen nimmt dich keine PKV. Ohne deinen Gesundheitszustand zu kennen mag ich da auch nicht viel mehr zu sagen. Auch als Makler würde ich dich nicht in eine PKV geben und dann 5 Jahre dafür haften wollen, dass du vernünftig Gewinn machst.


oder wie sieht es mit der Familienversicherung aus greift die vielleicht hier ein ?

Dann darfst du nicht mehr als 415,- € im Monat an Gewinn machen und die Selbständigkeit muss klar nebenberuflichen Charakter haben.

Gründer wollen gut beraten sein!

Kommentar von Underfrange ,

Danke Kevin. ich hatte eben schon den Bleistift gespitzt....  :-) spare ich mir jetzt.

Antwort
von Augsburgblick, 45

Du musst deiner Krankenkasse deine Situation klarmachen und auf dem Mindestbeitrag bestehen. Der liegt aktuell so incl. Pflegeversicherung bei 170 Euro. Darum wirst du nicht herumkommen.

Geh in jedem Fall als freiwillig versicherter in die gesetzliche Krankenkasse, auf gar keinen Fall in eine private. das würdest du später bitter bereuen.

Und aufpassen, die Krankenkasse ist die erste die ihr Geld einfordert, da hast du wenn du nicht zahlst auch sehr schnell eine Kontopfändung am Hals. Krankenversicherung ist für kleine Gewerbetreibende die noch nicht viel verdienen so ziemlich das grösste Problem, das hast du schon mal gut erkannt.

Mit 500 Euro Gewinn wirst du nicht überleben können, rede da auch mal mit dem Arbeitsamt ob die dir Hilfen anbieten können.


Kommentar von Nicksen1337 ,

Naja 170 Euro hört sich schon mal besser an als 400€ und macht natürlich einen größeren Unterschied. Vielen dank dafür erstmal 

Sprich ich habe so gesehen ein Recht nur diese 170€ zu zahlen weil ich einfach in diesem Jahr nicht mehr verdienen würde oder wieso genau? und Angenommen in diesem ersten jahr gibt es 2 Monate wo ich vielleicht mehr als 500 Euro mache aber die restlichen wieder bei 500 Euro wie wirkt sich das da dran drauf aus ?

Kommentar von derkletterer ,

Leider stimmen die 170 Euro nur nicht. Unter 237,48 kommst du als freiwillig gesetzlich Versicherter nicht. Hierzu mußt du einen Härtefallantrag stellen. Der Betrag kann sich noch minimal nach oben verändern, wenn du Krankengeldanspruch haben möchtest oder keine Kinder hast.

Übrigens, es gibt keinen "kleine Gewerbeschein". Was du meinst ist sicher die Kleinunternehmerregelung, aber hier geht es ausschließlich um die Umsatzsteuerausweisung. Du hast ein ganz normales Gewerbe, bei dem die KK von einem Mindestgewinn von monatlich 2.178,75 Euro ausgeht. Dieser Wert ist vorgegeben und bei allen gesezliche Kassen gleich. Mit Härtefallantrag wird diese Gewinnannahme auf 1.452,50 gesenkt. Solang du weniger als das als Gewinn erziehlst und kein Vermögen besitzt, zahlst du die oben genannten ~240 Euro. Falls du in einer Beziehung bist, mußt du für den Härtefallantrag auch das Einkommen und Vermögen deines Partners offenlegen. Wenn er "zuviel" hat, bekommst du den Härtefall nicht durch.





Antwort
von flareb, 34

Wie bist du denn aktuell versichert? Schüler? Azubi?

Antwort
von Feuerherz2007, 42

Bei dem geringen Umsatz in jedem Falle nur die gesetzliche KV wählen, warum privat? Man kann durch die höhere Selbstbeteiliung den monatlichen Beitragssatz senken, bspw. 300, 600, 1200 oder 3000 Euro pro Jahr, oder über einen Tarif, der in etwas den gesetzliche Leistungen plus Zusatzversicherung entsprechen.

Kommentar von flareb ,

Selbstbeteiligung in der GKV?

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Nein, in der Privaten, da kann man einen Selbstbehalt pro Jahr wählen.

Antwort
von brido, 33

Du brauchst  die nächsten 3 Jahre nichts zu tun. Sehr häufig verdient man nichts, und Du kannst angestellt bleiben bis es echt rennt. Du kannst  das neben der Arbeit machen. Aber mach Dir nicht zu viele Hoffnungen. 

Kommentar von sassenach4u ,

Und wer zahlt die Krankenkasse?

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