Frage von AlexanderBaus, 57

Frage zur Klausur am letzten Schultag vor Noteneintragung?

Frage zur Klausur am letzten Schultag vor Noteneintragung

Hallo liebe Forenmitglieder!

Im untenstehendem Fallbeispiel geht es um die Rechtslage in NRW.

Folgendes Problem stellt sich mir: Dürfte man als Lehrer eine Klausur am letzten möglichen Tag schreiben lassen (Samstag), wenn am darauffolgenden Montag Morgen die Zeugnisnote (Abschlusszeugnis) eingetragen sein muss? Unterricht findet in dem Fall in diesem Fach nicht mehr statt, auch der betroffene Lehrer ist nicht im Hause, sprich man kann sich weder zur Note äußern, noch in die Klausur einsehen, um ggf. Fehler in der Korrektur ausfindig zu machen.

Gibt es ein Anrecht auf eine 2. Klausur/Nachprüfung/sonstige Möglichkeit seine Leistung zu verbessern, wenn nur eine Klausur vorgesehen war (fraglich ob nur eine Klausur in dem Fach überhaupt rechtens wäre)?

Desweiteren ist dem Schüler seine sonstige Leistung nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass die Endnote sich nur auf die Klausur bezieht. Hat er ein Recht auf Einsicht in Aufzeichnungen zur sonstigen Leistung (gibt es überhaupt eine Pflicht sonstige Leistungen nachweislich aufzuzeichnen)? Ist allein durch die Tatsache, dass es keine Aufzeichnung gibt die Note anfechtbar und wenn ja, was hätte das zur Folge für das Zeugnis?

Zu guter Letzt nehmen wir an, dass die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler angespannt ist. Durch Kommentare, wie "Ihnen wird schon das Lachen vergehen" und "ich hoffe für Sie, dass Sie jetzt nicht zur Verkürzungsprüfung antreten (in Hinsicht darauf, dass man einmal etwas Falsches gesagt hat)" und durch zynische Kommentare auf das Schriftbild bezogen, ist davon auszugehen, dass der Lehrer (zumindest in der Benotung des Bereichs der sonstigen Leistung, wenn diese überhaupt nachweislich bewertet wurde) nicht objektiv bewertet. Dies wäre ziemlich schwer nachzuweisen, wenn ja, wie ist das möglich?

Könnte man mit einer Aufforderung zur Stellungnahme, Aufklärung und Korrektur, bereits jetzt vor der Zeugnisausgabe (im Zeugnis wird auf die Möglichkeit des Widerspruchs hingewiesen) mit Frist bis zur Zeugnisausgabe drängen? Sollte man gleich darauf hinweisen, dass man auch von Rechtsmitteln gebrauch macht, wenn es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommt?

Auch Lösungsansätze aus anderen Bundesländern bzw. der allgemeinen Schulordnung können hier gerne genannte werden. Vorzugsweise mit Link und oder Angabe des zutreffenden Gesetzestext (Paragraph, Absatz).

Vielen Dank und ich freue mich auf eure Meinung. Gruß Alex

Antwort
von Messerset, 53

Eine Klausur kann grundsätzlich immer geschrieben werden, so lange die Zeugniskonferenz noch nicht stattgefunden hat. Eine Einverständniserklärung mit der Bewertung ist niemals nötig. Es muss lediglich die richtige Lösung anhand der Korrektur erkennbar sein.

Wenn mit der Zeugnisausgabe eine Rechtsmittelbelehrung erfolgt, ist die Frist hierfür jur sehr kurz. 4 Wochen? Bin mir da nicht sicher. Ein Widerspruch sollte gründlich begründet sein, wenn er auch nur die leiseste Chance auf Erfolg haben soll.

Was der Lehrer vor oder nach der Klausur gesagt oder getan hat mag zwar unprofessionell sein, stellt aber keinen Grund für einen Widerspruch dar.

Man kann die Arbeit übrigens auch einfach gut schreiben.

Kommentar von AlexanderBaus ,

Da die Korrektur nicht vorliegt, kann man sich nicht auf irgendwas beziehen und kann keine richtige Lösung erkennbar sein. Die Note könnte völlig willkürlich festgelegt sein.

Antwort
von Messerset, 44

Es ist nicht notwenig, dass die Korrektur den Schülern vor der Zensurenkonferenz vorliegt. Wahrscheinlich geht es hier auch nur im den Eintragungsschluss und nicht die Konferenz. Auch dieser Termin ist lediglich zur internen Koordinierung notwendig und hat keinerlei juristische Bedeutung.

Wenn die Korrektur irgendwann vorliegt, und sich herausstellt, dass sie fehlerhaft ist, ist immernoch ein Widerspruch möglich. 

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