Frage von yaara, 32

Frage zur Herstellung von Kost für Imbissstand?

Hallo Leute,

ich hab mal ne Frage: Ein Kumpel und ich haben geplant einen Imbissstand zu organisieren, so an den Wochenenden etc., um etwas Geld nebenher zu verdienen. Meine Frage wäre: Wir brauchen ja einen Reisegewerbeschein, aber was bedeutet dieser Reisegewerbeschein genau ? Das wir ein Unternehmen gründen müssen ? Wenn ja, würden wir eine OHG gründen.

Aber die 2te, wichtigere Frge, wäre : Wir haben an asiatischer Küche gedacht (speziell vieler kleiner Snacks, die sich schnell zubereiten lassen), alerdings meine ich mich zu erinnern, mal irgendwo gelesen zu haben, dass man kein Essen in der hauseigenen Küche vorbereiten darf, um es dann gewerblich zu verkaufen, stimmt das ? Wir hatten nämlich daran gedacht, den Großteil des Essens bei mir daheim schon vorzubereiten und auf dem Imbisstand nur dann aufzuwärmen. Aber ist das erlaubt ? Und falls nicht, welche Alternativen gibt es ?

Ich bedanke mich schonma für eure Hilfe

Antwort
von DerHans, 20

Bist du schon mal in einer gewerblichen Küche gewesen?

So musst du dann deine häusliche Küche umrüsten. Sonst darfst du keineswegs frische Ware von einem Imbiss-Stand anbieten.

Da macht dir das Gesundheitsamt den Stand schneller wieder zu, als ihr ihn eröffnen konntet.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 3

Mal am Wochenende lohnt die Investition kaum. Denn selbst der Stand hat Vorschriften zu erfüllen. So darf kein Vogel über das Essen fliegen können und es muss der sogenannte Spuckschutz da sein.

Eine OHG ist für so eine Sache vermutlich auch zu teuer.

Ich würde Euch raten, dass Ihr bei den Leuten, die bei Euch im Bundesland für die Hygiene in dem Bereich zuständig sind einen Termin macht. Lasst Euch mal aufklären, was da so verlangt wird.

Es geht beispielsweise mit dem zusätzlichen Handwaschbecken los und geht mit der extra Toilette für den Koch weiter und endet irgendwo an dem Imbiss-Stand.

Eine andere Variante wäre ein entsprechendes Fahrzeug. Was wäre da an Vorschriften.

Wenn Ihr die Informationen bis zum Buletten-Abitur habt, dann überlegt welche Variante umsetzbar erscheint.

Dann könnt Ihr relativ schnell auch die notwendigen Investitionen ermitteln.

Damit wäre ein erster kleiner Teil eines Businessplanes geschafft. Lediglich ein kleiner Teil, aber ein sehr entscheidender. Denn das Investitionsvolumen wäre schon einmal deutlich.

Hierzu kommen dann immer noch einige tauschend Euro dazu, dass sollte klar sein. Aber man braucht dieses Geld ja über einen gewissen Zeitraum und nicht auf einen Schlag.

Meint Ihr also dieses so zu schaffen, dann könnt Ihr Euch an die Aufstellung eines ersten Businessplanes machen. Einfach nur auf Grundlage Eurer jetzigen Annahmen.

Das wäre einfach mal so eine Arbeitsgrundlage. Die wird dann mit genauerer Recherchen überarbeitet. Ich habe gerade die Tage zu einer anderen Frage mal wieder das Inhaltsverzeichnis für den Textteil den ich mit meinen Kunden verwende gepostet. Guckt Euch das Ding mal an.

Der Zahlenteil ist zwar genauso wichtig, aber das sprengt dann die Darstellungsmöglichkeiten hier. Dieser Zahlenteil soll dann Eure im Textteil getroffenen Entscheidungen in Geld ausdrücken. Die einmaligen und laufenden Ausgaben und die erwarteten Einnahmen dazu.

Die Überarbeitung dauert dann etwa sechs Wochen und zwar in Vollzeit, wenn Ihr Euch von einem Profi dabei unterstützen lasst. Da Ihr zu zweit seid, könnte die Zeit sich etwas verkürzen. Denke hier sei dann auch eine Zeit von vier Wochen möglich.

Die Zeitersparnis kann man aber auch aufteilen und in eine bessere Qualität des Planes investieren.

Mit dieser Arbeit habt Ihr dann eine gute Entscheidungsgrundlage in der Hand und könnt sagen ob Ihr Eure Idee in die Tat umsetzen wollt oder nicht.

Auch im Bereich Gastronomie schaffen es die wenigsten. Das liegt aber daran, dass die meisten GründerInnen der Auffassung sind sie brauchen keinen Plan. In der Folge werden die Risiken nicht gesehen und die Chancen viel zu positiv erkannt.

Viel Erfolg.

P.S. Wenn ich hier von Annahmen und Erwartungen spreche, dann klingt das nach 'was Ihr so denkt'. Das ist aber zu kurz gedacht. Es ist da schon notwendig mal selber eine Umfrage zu machen und sich Statistiken zu besorgen. Annahmen, Erwartungen, Umfrage und Statistiken werden dann zu möglichst genauen Zahlenansätzen für den Businessplan zusammen gestellt.

Antwort
von AwesomeIAm, 14

Kann dir nur die Frage bezüglich der eigenen Küche beantworten. Es ist soweit richtig, dass du keine Speisen gewerblich verkaufen darfst, die in deiner Küche privat zubereitet wurden. Es sei denn du holst dir dafür eine Genehmigung von Gesundheitsamt. Die zu bekommen ist aber mit einigen Auflagen verknüpft. Alternativ müsstest du dir eine Küche zu diesem Zweck anmieten und diese dann vom Gesundheitsamt abnehmen lassen.

Antwort
von geraffl11, 19

also mit der genehmigung kenn ich mich nicht aus, aber zum vorbereiten kann ich folgendes sagen- ich wohne in einem kleinen dorf und wir haben jedes jahr dorffest und kirchweih und dieses jahr sogar großes feuerwehrfest und da sieht es so aus, dass kuchen, krapfen, soßen, beilagen,... Auch von privatleuten zu Hause vorbereitet werden. Bei dem feuerwehrfest sah es so aus, dass es auf einem privatgeländer stattgefunden hat und die küche dort für das belegen von brötchen und so genutzt worden ist, kuchen war auch von anderen.

weiß nicht, ob es da unterschiede in den bundesländern gibt, aber ruf doch am besten mal im landratsamt an, die können dir sicher weiter helfen

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Da wird mit Tagesgenehmigungen gearbeitet. Ich würde erwarten, dass das zuständige Amt auch mit entsprechendem Personal die Küchen dafür besichtigt hat.

Antwort
von Gestiefelte, 21

Es gibt so viele Hygieneregeln zu beachten. Da bin ich froh, dass nicht jeder in seiner Küche einfach so irgendwas brutzeln darf.

Die genauen Auflagen kenne ich nicht, bin nicht selbständig.

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