Frage von reconciliation1, 27

Frage zur Geschichtslehre?

Hat es schon jemals einen Krieg zwischen zwei Staaten gegeben, in dessen Verlauf bzw. während des Kriegsbeginns der eine Staat einen Großteil der Bevölkerung des anderen Staates in sein Staatsgebiet aufgenommen hat?

Antwort
von Dahika, 27

Weitgehend war das einmal der Fall, als Britannien von den Normannen erobert wurde. 1066 unter Wilhelm, den Eroberer. Die gesamte Oberschicht wurde ausgetauscht, englischer Adel durch normannischen Adel ersetzt. Allerdings war das ein Prozess, der über Jahrhunderte ging. Es dauerte seine Zeit, bis Normannen und Angelsachsen ein Volk waren.

DAs sieht man heute noch an der englischen Sprache, wo es für viele - fast jede? - Begrifflichkeiten immer zwei Worte gibt. Ein germanisches Wort und ein Wort französischen Ursprungs. Die franz. Vokabeln bezeichnen meist das Luxuriösere, und das germanische Wort das Einfache. House und Mansion z.B.  Da gibt es sehr viele Beispiele für.

Antwort
von maccvissel, 21

Da fällt mir für die Neuzeit nur der deutsch-französische Krieg 1870/71 ein, als Deutschland Elsaß-Lothringen annektiert und als "Reichsland" seinem Staatsgebiet einverleibt hat. Allerdings ist Elsaß-Lothringen hinsichtlich Fläche und Einwohnerzahl nicht so groß, daß man von einem Großteil der damaligen französischen Bevölkerung sprechen kann.

Mit Einschränkungen kann man Polen nennen, dessen Westteil (in den Grenzen von 1918) nach dem Feldzug gegen Polen 1939 in den Vasallenstaat "Generalgouvernement" umgewandelt und von einem deutschen Gouverneur geführt wurde. Allerdings war das GG nicht ins deutsche Staatsgebiet integriert, sondern eine Art Besatzungszone. Nach dem Kriegsausbruch gegen die UdSSR wurde der östliche Teil Polens dem GG zugeschlagen.


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