Frage zur Fahreignungsangelegenheit?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Wenn Du vom ersten Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis seinerzeit innerhalb der Fristen rechtzeitig durch Verzicht zurückgetreten bist, so beantrage bei der Führerscheinstelle zunächst einmal Akteneinsicht.

Dort siehst Du dann unter anderem, wann die Auflage der Fahreignungsprüfung ( Drogenscreenings ) dort erstmals aktenkundig wurde. Ab diesem Datum rechnest Du mindestens 10 Jahre weiter und weisst dann, wann Du frühestens eine Fahrerlaubnis ohne Auflagen beantragen kannst. ( Warte lieber 3 Monate länger )

Wenn Du vor der Tat noch nicht in Besitz einer ( jeglichen ) Fahrerlaubnis warst, seither mindestens 5 Jahre unbescholten bliebst und noch keinen Antrag auf Erteilung stelltest ( vom letzten Antrag bist Du ja durch Verzicht zurückgetreten ),

so können die seinerzeit erhobenen Zweifel an Deiner Fahreignung nach 10 Jahren nicht mehr gegen Dich verwendet werden. Achte nur peinlichst genau auf das o.g. Datum der erstmaligen Aktenkundigkeit der Fahreignungszweifel mit Auflage zum Abstinenznachweis. Nicht das Du zu früh einen Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis ( in Deinem Fall halt Zulassung zur Prüfung ) stellst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also erstmal Glückwunsch zur Berufswahl - das ist ein Job, den nicht jeder kann.

BTM-Delikte werden 10 Jahre lang gespeichert (falls keine Fahrerlaubnis entzogen wurde, sonst kommen 5 Jahre hinzu).

Ausschlaggebend ist das Datum der Rechtskraft des Urteils - es könnte also sein, dass die 10 Jahre noch nicht ganz vorbei sind.

Entscheidend ist auch, was Du vor 4 Jahren genau unterschrieben hast: War das ein Verzicht auf die Erteilung einer Fahrerlaubnis, der zu einer offiziellen Versagung führte (dann beginnt nicht nur die 10 jährige Tilgungsfrist von vorne, sondern es kommen noch 5 Jahre Anlaufhemmung hinzu) oder hast Du den Antrag zurück genommen (hat keine Auswirkungen auf die Tilgungsfrist)?

Mach einen Termin bei der Führerscheinstelle zur Einsicht in deine Handakte. Dann lässt sich auch sagen, ob Du zur Prüfung zugelassen wirst oder vorher mit einem äG oder schlimmsten Falls sogar eine MPU gefordert wird. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Frederic187
07.03.2016, 09:34

Danke für das Kompliment!

Es wurde nie die Fahrerlaubnis entzogen da ich nie eine hatte! (Auch keinen Roller etc.) Und ich habe damals den Antrag zurück genommen das weiss ich noch sehr genau! Die Begrifflichkeit spielt hier auch wieder eine große Rolle wie ich merke :) Also ich habe definitiv den Antrag zurück genommen.

Gibt es denn sowas wie "persönliches Ermessen" bei den Herrschaften wenn der Zeitraum 9 Jahre und 10 Monate zurück liegt oder gibt es da keinen Spielraum für eine persönliche Beurteilung?

Danke für die schnellen Antworten erstmal und einen guten Start in die Woche :)

1

Was möchtest Du wissen?