Frage von BadmeetsEvil13, 20

Frage zur 18 Elektronenregel bei Komplexen?

Hallo :)

Und zwar steht in meinem Buch, dass der Grund wieso es genau 18 sind wegen 2 mal 3 hoch 2 und das ergibt ja 18. Nur ist nicht erklärt was mit diesen Zahlen gemeint ist....

Weiß jemand wovon ich rede, ich bitte um Hilfe!!

Danke schonmal für die Antworten :)

BadmeetsEvil13

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 14

Sehr vereinfacht ausgedrückt:
Übergangsmetalle benutzen auch ihre "d-Unterschale" für ihre Bindungen. Für eine volle Schale benötigen sie neben den üblichen 8 Elektronen aus den Hauptgruppen noch 10 weitere Elektronen um jene Schale zu füllen.

Kommentar von BadmeetsEvil13 ,

Und inwiefern hängt das mit der Formel oben zusammen? Können Sie das vielleicht erklären? :/

Kommentar von musicmaker201 ,

Du kannst mich ruhig duzen. Das ist hier eigentlich so üblich :)

Die Formel 2n² gibt die maximale Anzahl an Elektronen an, die auf eine die Schale n passen.
Die Erklärung über die Formel finde ich ehr ungünstig, da es nach dieser Erklärung für 4d-Übergangsmetalle eine 32-Elektronenregel geben müsste, was es aber nicht wirklich gibt.

Sie es einfach wie eine Art erweiterte Oktettregel. Die Übergangsmetalle haben nun nicht mehr nur 8 Plätze für Elektronen, sondern haben auch noch 10 zusätzliche Plätze durch ihre d-Schale bzw. genauer d-Orbitale. 

Kommentar von BadmeetsEvil13 ,

Achso, vielen Dank ich hatte nicht realisiert, dass das diese Formel ist, die kenne ich natürlich!
Nochmal vielen Dank für die Hilfe! :)

Antwort
von OlliBjoern, 6

Ich mache mir das so klar:

Oktettregel (für die leichten Elemente): s + p Orbitale, von s gibt es (pro Schale) 1 Orbital, von p gibt es 3 Orbitale. Das macht 4 Orbitale * 2 Elektronen (max. 2 Elektronen in dasselbe Orbital füllen) = 8 Elektronen, dann ist in der Außenschale alles besetzt.

18-Elektronenregel (Übergangsmetalle): s + p + d Orbitale, von den d-Orbitalen gibt es 5, das macht also 1 + 3 + 5 = 9, und 9 * 2 = 18 Elektronen, dann ist das Übergangsmetall sozusagen gesättigt.

Im Grunde sind die beiden Regeln dasselbe, lediglich bezieht sich die 18-er-Regel auf die Elemente, die zusätzliche d-Orbitale haben, und das sind die Übergangsmetalle.

Beide Regeln haben auch Ausnahmen. Aber in den Fällen von Cr(CO)6 oder Fe(CO)5 und ähnlichen Verbindungen funktioniert sie schon.

Kommentar von BadmeetsEvil13 ,

Danke! Sehr ausführlich erklärt :)

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