Frage von schnuffel136, 33

Frage Zum Trienter Konzil und der Gegenreformation?

Ich muss in nächster Zeit einen Vortrag über das Trienter Konzil halten..Ich habe das Thema noch nicht ganz verstanden. Kann es mir jemand erklären? Ich muss vor allem wissen wieso das Konzil entstand und was danach in der Kirche verändert wurde

Antwort
von Eselspur, 11

"Auf die Reformation folgte allmählich die sog. "Gegenreformation": Die Katholische Kirche und die katholisch verbliebenen Staaten versuchten, die verlorenen Positionen zurückzugewinnen.
Dies geschah auf verschiedenen Ebenen.
1) DAS KONZIL VON TRIENT (1545-1563)
Die Katholische Kirche bemühte sich zunächst um eine innere Reform. Auf Anregung von Kaiser Karl V. kam es 1545 zur Einberufung eines Konzils. Als Ort dieses Konzils wählte man die Stadt Trient, die sie sich an der Grenze zwischen Italien und Deutschland befindet. 

Zu diesem Konzil wurden auch die Protestanten eingeladen, da man sich noch eine Einigung
zwischen Katholiken und Protestanten erhoffte. Doch die Vertreter der Protestanten erschienen
nur für kurze Zeit und stellten ausschließlich Forderungen in ihrem Sinn. So wurde das
Konzil von Trient zu einem innerkatholischen Reformkonzil.
a) Die Klärung der Katholischen Lehre
Das Konzil dauerte mit mehreren Unterbrechungen 18 Jahre lang. Es war das längste Konzil
in der Kirchengeschichte. Auf diesem Konzil kam es zur Klarstellung der katholischen
Standpunkte gegenüber dem Protestantismus und damit auch zu einer genaueren Festlegung
mehrerer katholischer Glaubenslehren (Dogmen).
b) Pastorale Maßnahmen
Das Konzil von Trient beschloss aber auch verschiedene pastorale (= seelsorgliche) Maß-
nahmen. So sollte die Gründung von Priesterseminaren die Ausbildung der Priester verbessern
und die Gründung von sog. "Kleinen Seminaren" den Priesternachwuchs fördern. Weiters
wurden die Bischöfe zu regelmäßigen Visitationen (= Kontrollbesuchen) in den Pfarreien
verpflichtet. Schließlich wurde die Verfassung eines neuen Katechismus (= Buch über die
Glaubenslehre), eines neuen Breviers (= Gebetsbuch der Priester) und eines neuen Missale (=
Messbuch) angeregt.
Durch diese und andere Maßnahmen kam es zu einer spürbaren Erneuerung der Kirche. Viele
eifrige Bischöfe bemühten sich mit ganzer Kraft, die Beschlüsse des Trientner Konzils zu
verwirklichen. Die bekanntesten dieser Reformbischöfe waren der hl. Karl Borromäus von
Mailand und der hl. Franz von Sales aus der französischen Schweiz. "

http://www.passionisten.de/downloads/kirchengeschichte_dddr_egger.pdf

Antwort
von Ruenbezahl, 10

Der Anlass zur Abhaltung des Konzils war die Notwendigkeit, auf die Reformation zu reagieren und die vielen Missstände in der Kirche abzuschaffen.

Daher wurden die üblen Auswüchse des Ablasswesens eingeschränkt. Den Bischöfen wurde die Ämterhäufung verboten. Viele hatten sich ja andere lukrative Posten beschafft und daher überhaupt nicht mehr um ihre Diözesen gekümmert. Außerdem wurde die Errichtung von Priesterseminaren zur Ausbildung der Priester beschlossen. Bis dahin hatten viele Priester gar keine Ahnung von der christlichen Lehre.

Das wäre so das Wichtigste.

Antwort
von Linuxaffiner, 6

In der Folge des Trienter Konzils wurde zum Beispiel in Spanien, Österreich, Italien konsequent die Gegenreformation durchgeführt. Der neu gegründete Orden der Jesuiten spielte eine nicht ganz unwichtige Rolle dabei.. Die Inquistion leistete dabei "ganze Arbeit". In der Zeit nach dem Konzil fielen dann auch die Vertreibung der Hugenotten aus Frankreich, die Pariser Bluthochzeit von 1572.

Gruß LA

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