Frage von Jeuneetbelle, 75

Frage zum Thema Sozialhilfe abmelden?

Guten Abend, Ich habe eine Frage zum Thema Sozialhilfe.

Kurz zur Schilderung der Situation: Ich 20 Jahre alt mache mein Abitur und wohne mit meiner Mutter zusammen, diese bezieht Sozialhilfe scheinbar auch für mich.. um ehrlich zu sein habe ich mich damit noch nicht befasst und das will ich auch gar nicht ! Ich geh fleissig nebenbei Jobben und zahle mein Auto, Versicherung meinen Hund und eigentlich alles ausser Miete und ab und an Essen selbst. 80€ Taschengeld bekomme ich im Monat von meiner Mutter beigesteuert...

Ich möchte einfach nicht so abhängig sein ,ich bin auch nicht auf das Geld angewiesen da ich ein sehr fleißiger Mensch bin und mein Geld nicht vom Staat beziehen will.

Da ich auch gerne mehr Geld nebenbei verdienen würde und dies nicht darf solange ich da mit in der Sozialhilfe hänge und mir das auch ehrlich gesagt schon peinlich genug ist dass meine Mutter auf dieses Geld angewiesen ist, würde ich das gerne für mich abmelden, jedoch habe ich nun von anderen gehört das ich dann meiner Mutter dann das Geld zahlen müsste was sie sonst vom Sozialamt bekommen würde solang wir zusammen wohnen , ist das wahr ?? Und kann man das abmelden ?

Ich würde mich echt über hilfreiche Antworten freuen die mich aus dieser blöden Situation bringen und vielleicht kennt sich ja jemand mit dem Thema besser aus als ich?

Mit ganz freundlichen Grüßen & danke schonmal für jede Antwort

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Geld, 52

Du kannst jeder Zeit schriftlich freiwillig auf Leistungen verzichten !

Bedenken musst du aber das du dann nicht nur deinen Lebensunterhalt selber finanzieren musst,ohne deinem Kindergeld,denn das würde dann deiner Mutter auf ihren Bedarf angerechnet,weil du dann ja nach freiwilligem Verzicht in den Augen des Jobcenters nicht mehr darauf angewiesen bist.

Dann müsstest du auch deinen Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) direkt an deine Mutter zahlen,denn sie würde dann nur noch 50 % bekommen,also ihren Anteil,dazu käme dann auch noch dein Anteil für den normalen Haushaltsstrom.

Und zu guter letzt müsstest du deinen KK - Beitrag an die Krankenkasse selber zahlen,denn dieser wird auch vom Jobcenter für dich gezahlt.

Nun kannst du dir ausrechnen was du an Geld brauchst um das zahlen zu können und ob du das neben deinem Abitur überhaupt auf die Reihe bekommen würdest.

Im SGB - ll bist du zum Unterhalt nicht verpflichtet,mit Ausnahme des Kindergeldes,wenn du es entweder zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr brauchen würdest oder wenn du freiwillig auf Leistungen verzichtest.

Antwort
von SaVer79, 53

So lange du bei deiner Mutter wohnst, bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft! Wenn du also selber ausreichend Geld verdienst, dann musst du auch deinen Anteil an der Miete und am gesamten Lebensunterhalt selber finanzieren! Diese Summe bekommt deine Mutter dann nicht mehr

Kommentar von Jeuneetbelle ,

Genau das ist mir bewusst, jedoch hat mir jemand erzählt das ich dann auch für meine Mutter bezahlen muss.

Für mein Zeug und mein Zimmer etc. zu zahlen sehe ich ja ein, aber kein Unterhalt für meine Mutter. 

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