Frage zum Mietrecht / Erasmusstudentin wird ungerecht behandelt?

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2 Antworten

Hauptmieter M macht einen unbefristeten Vertrag mit Untermieterin C. Teil des Vertrages ist eine schriftliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. 

Die Kündigung muss laut BGB schriftlich erfolgen. Für Mieter beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate, für Vermieter je nach Wohndauer bis zu 9 Monaten.

C kauft, weil es bis dato so üblich war, die Möbel des Vormieters T ( Ausstattung des Zimmers, welches C nun bewohnen wird) für 650,00€ ab.

Nur weil etwas üblich ist, muss man nix vom Vormieter abkaufen.

Hauptmieter M gibt C das Versprechen, dass er sie dabei unterstützen wird, bei Vertragsende einen ähnlichen Preis für die Möbel zu bekommen. Vertraglich festgehalten wird lediglich der Kauf der Möbel.

Da kann man sich die Hilfe wohl abschminken.

Hauptmieter M schreibt C nun vor 2 Wochen an, er habe einen Nachmieter gefunden und der ziehe am 15. des Monats ein 

Der Nachmieter kann dann einziehen, an dem Tag wann sein Mietvertrag beginnt, bzw. nach dem Tag an dem der Mietvertrag des Vormieters endet oder der Vormieter es gestattet früher einzuziehen

und würde die Möbel für 250,00€ abkaufen, womit C nicht einverstanden ist, da sie ein anderes Versprechen bekam. Nun weigert sich M eine höhere Summe mit seinem Freund, der, so wie es bis her üblich war, kein Erasmusstudent ist, auszuhandeln.Was kann C tun? 

Ausziehen und die Möbel mitnehmen und versuchen anderweitig zu verkaufen.

Dass sie nun nicht die Wohnung verlassen muss, haben wir M bereits deutlich gemacht. Dieser setzt C nun damit unter Druck, dass sie entweder die Möbel selbst verkaufen kann ( zweifellos Wertlos ( sie kaufte die Möbel um im Köln überhaupt unter zu kommen )), ihm die Möbel für 250,00€ abtreten kann, oder noch 3 Monate in der Wohnung mit ihm leben könne.

Mit ihm leben muss man nicht, man kann jederzeit ausziehen, aber  Miete muss bis zum Ende der Kündigungsfrist voll bezahlt werden.

Gibt es eine Möglichkeit die Kündigungsfrist zu verkürzen bzw den Vertrag aufzulösen ohne auf die lächerliche Zahlung von ihm/ bzw. seinem Kumpel, dem Nachmieter, einzugehen bzw. ihn dazu zu bewegen mehr Geld für die Möbel zahlen zu müssen, so wie es von ihr auch verlangt wurde?

Man kann nur schauen was das geringer Übel ist, entweder günstig verkaufen und keine Miete mehr zahlen müssen oder nicht verkaufen und noch Miete bis zum Ende der Kündigungsfrist zahlen.

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Du hast eine Nebelkerze gezündet. Ein Nachmieter kann nur dann mieten, wenn es entweder eine ordentliche oder fristlose Kündigung bzw. eine einvernehmliche Vertragsauflösung mit dem Vormieter gab. Davon kann ich nichts finden. Der 15. des Monats ist vorbei, geht's jetzt um August? oder ist der "Nachmieter" gar ein Nachmieter des Hauptmieters? Ich bitte um klare Sicht.

Die ganze Möbelkaufgeschichte ist bei der Mietvertragsangelegenheit unbeachtlich.

Der Hauptmieter lässt die Küche vermüllen? Dann möge die Erasmusstudentin weniger Miete nach Erklärung eines Mietmangels bezahlen. Dazu muss im Mietvertrag die Nutzung der Küche explizit für den Untermieter vereinbart sein.

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Kommentar von dragonfire52062
18.07.2016, 22:14

Was bedeutet nebelkerze? Im Vertrag ist die Küche mit inbegriffen, die explizite Nutzung nicht. 

Es geht nicht um einen nachmieter des Hauptmieters, sondern der Erasmusstudentin.


Des Weiteren wird ihr nun die Nutzung aller Gegenstände wie Kühlschrank und Herd verboten

Steht ihr nicht 50% des Wohnraums zu, wenn sie dafür Miete zahlt ? Was kann man jetzt machen? Kann sie Räumung o.ä verlangen ? Prinzipiell sind 2 räume für sie nicht mehr nutzbar ( Wohnzimmer + Küche )

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