Frage von zaehoa01, 41

Frage zum Kurzschluss und Leerlauf bei einem Schaltbild?

Im oberen Schaltbild habe ich einen Leerlauf. Ich versteh dabei nicht warum die Klemmenspannung nur den Widerstand R1 definiert und nicht R2 und R3.

Beim unteren Schaltbild habe ich die Klemmen zu einem Kurzschluss verbunden. Dass dabei der Widerstand R1 wegfaellt, da sich der Strom den Weg des geringsten Widerstands sucht ist mir klar. Der Kurzschlussstrom wird hier durch die Stromteilerregel berechnet, da R2 und R3 parallel zueinander liegen. Warum aber ist I2 gleich der Kurzschlussstrom? Meine Idee: Weil der Kurzschlussstrom den Strom bezueglich der Klemmen meint. Dann ist aber meine Frage, warum der Strom der durch den Widerstand R3 fliesst nicht zum Kurzschlussstrom dazugehoert.

Vielen Dank im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PeterKremsner, 19

Du hast hier eine Stromquelle und du musst im Prinzip nur die Kirchhoffschen Regeln durchdenken.

Mach mal bei dem Leerlauf eine Masche am Ausgang, dann steht da:

U_R1-Ua = 0 => U_R1 = Ua somit ist die Klemmenspannung nur durch den Spannungsabfall an R1 gegeben.

Beim Kurzschluss ist Ik ja gleich der Strom der durch R2 fließt weil da kein weiterer Knoten ist.

Es stimmt aber natürlich nicht, dass die anderen Widerstände die Schaltung nicht beeinflussen. Im Leerlauf hängt der Strom durch R1 ja von den Widerständen R2 und R3 ab und somit hängt auch die Ausgangspannung davon ab.

Beim Kurzschluss hängt der Strom durch R2 ja auch von R3 ab und somit hängt der Kurzschlussstrom damit auch von R3 ab und nicht nur von R2. (In der Stromteilerregel kommt ja auch R3 vor)

Kommentar von zaehoa01 ,

Zuerstmal danke ich dir vielmals fuer die Antwort bei der spaeten Uhrzeit ^^

Dass Prinzip mit der Masche hat mir klar gemacht, dass U1 = Uab ist, aber nicht warum es so ist. Vielleicht koenntest du das etwas ausfuehren.

Beim Kurzschluss ist es dank deiner Erklaerung mit der Knotenregel deutlich geworden, warum I2=Ik ist. Dafuer vielen Dank!

Kommentar von PeterKremsner ,

Wenn du die Maschenregel anwendest siehst du zunächst mal Ua = U_R1.

U_R1 = R1*I1

I1 = I2 (Knotenregel wie vorher)

jetzt hast du einen Stromteiler, der Strom fließt zum einen über R3 und R1 und R2 in Serie.

Also:

I1/Iq = [(R1+R2)\\R3]/(R1+R2) daraus folgt also:

I1 = Iq*[(R1+R2)\\R3]/(R1+R2)

\\ bedeutet dass diese Widerstände parallel zueinander liegen.

Wie du bei dieser Formel sehen kannst hängt I1 zunächst mal vom Quellenstrom ab, es gehen aber auch die Werte aller Widerstände in die Gleichung ein.

Weil also I1 somit von allen Widerständen abhängt ist auch U_R1 und damit Ua von allen Widerständen abhängig.

Kommentar von zaehoa01 ,

Vielen Dank! Schnell und gut erklaert^^

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