Frage zu meinen Geschichtshausaufgaben (DDR)?

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2 Antworten

Warum die Rentner nicht zurückkehrten, kann daran liegen, das es ihnen in der Bundesrepublik besser gefiel. Der Lebensstandard war ja dort viel höher in der DDR. Und wenn sie im Westen Verwandte besucht haben, konnten sie vielleicht für die erste Zeit bei ihnen wohnen.

Bei der Zujrückhaltung von Sicherheitskräften  wegen der Massenflucht ging es vor allem um das internationale Ansehen der DDR. Es sollte vermieden werden, das in den ausländischen Medien (für die DDR galt damals auch die BRD als Ausland) negativ über die DDR berichtet wird.

Die Stasi wollte einfach die Leute einschüchtern und davon abhalten, etwas gegen den Staat  zu unternehmen, zB. Flugblätter verteilen, Demonstrationen durchführen usw.).

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1.) Text: Die große Mehrzahl waren Rentner, die eine Reiseerlaubnis in
die BRD zum Besuch von Verwandten erhalten hatten, aber nicht in die DDR
zurückkehrten.

Diese entlasteten das Rentenssystem der DDR.
In der BRD wurden die Rentenanwartschaften 1:1 anerkannt und in Westäqvilent umgerechnet.
Aus einer Osterente von 320 Ostmark wurden so um 1200 € DM.

2.) Frage: Gegen die Massenflucht von Bürgern aus Staaten des Warschauer
Paktes wurde keine Gewalt angewandt, weder von einheimischen
Sicherheitskräften, noch von sowjetischen Truppen. Erkläre diese
Zurückhaltung.

Dem wäre bestimmt so romantisch gewesen, gewesen, keine Frage.
Weiter wie bis zur Mauer ging es nicht, dort lauerten Selbstschußanlagen, Minenfeld und Schießbefehl.
Soweit kamen die meisten Flüchtlinge nicht.
Wer verhafttet wurde kam auf den Transport gen Heimat und ging dort ins Gefängnis.

Wer immer auch flüchten wollte versuchte es nicht über die Mauer, sondern über Bulgarien, Jugoslawien, nicht über die DDR.

3.) Text: [...] Der Staatssicherheitsdienst (Stasi) überwachte die Post,
Telefongespräche; beobachtete und kontrollierte die Oppositionsgruppen
sehr genau. Es kam häufiger zu Zusammenstößen mit der Stasi [...] Dabei
wurden sogar friedliche Bürger verhaftet.

Frage: was wollte die Stasi mit seinen brutalen Vernehmungsmethoden erreichen?

Diese sind eher ein Märchen.
Es gibt keine Belege für Folter.

Als die mich verhafteten, Mitte der 1970er Jahre, verliefen die Verhöre über 10 bis 12 Stunden, so etwa 1 Woche, danach war Ruhe.
Ich wußte nicht einmal was die überhaupt von mir wollten.
Das habe ich 1992 erfahren, mit Einsicht in meine Stasiakte.

Die Verhältnisse im Gefängnis waren sicher "gewöhnungsbedürftig", keine Frage.

Richtiger ist eher, dass die Gefangenen untereinander nicht gerade zimperlich waren, die Stasi selbst war dagegen eher ein Trachtenverein.

Die Begründung die Du suchst, aber vermutlich nicht verlangt wird ist:

Mit der Schlußakte von Helsinki 1971 anerkannte die DDR, dass sie tatsächlich politisch Gefangene hatte.

Die BRD und DDR vereinbarten einen Gefangenenaustausch (Gefangene gegen Devisen), auch Gefangenenfreikauf genannt.

Warum sollte die Stasi jemanden foltern der sagt "ich will in den Westen?"

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