Frage von Timmothy3010, 27

Frage zu Luzidem Träumen und Klarträumen?

Alsooo, ich weis ja nicht wie viele Leute sich mit dem Thema auskennen aber ich habe einfach das Gefühl jetzt darüber zu reden. Ich hab mich gestern Nacht zum ersten Mal richtig mit dem Thema "Luzides Träumen" beschäftigt. Dort habe ich als aller erstes von der "WILD" Technik gehört. Dann bin ich erst nach langer Zeit weil ich zuerst nicht einschlafen konnte, eingeschlafen. Ich hatte einen coolen Traum aber hab dann während dem Traum nicht wirklich an die RC's gedacht sondern nur kurz. Ich weis nicht ob mir bewusst wurde, dass ich in einem Traum stecke, zumindest bin ich kurz danach in die Schlafstarre gekommen. Ich hatte die Augen zu und konnte nicht wirklich irgendwas machen. Nach kurzer Zeit tauchte ich dann in einen Traum ein. Auch in dem habe ich vergessen einen RC zu machen (muss ich mir noch besser einprägen) aber ich konnte zu Beginn die Welt erschaffen. Während des Traumes habe ich schon meinen Körper gefühlt, ich glaube ich war kurz vorm Aufwachen. Der Traum dauerte nicht lang und ich wachte auf. War das jetzt die WILD Technik (falls es überhaupt eine Technik war) und warum ist es beim ersten Mal gegangen. War das ein Klartraum? Und irgendwie habe ich Angst vor der Schlafstarre und deren Halluzination, dass ich etwas abscheuliches sehe usw. Bitte um schnelle Rückmeldung

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Antwort
von nowka20, 7

Wir müssen daher draußen sein, außerhalb unseres Körpers, bei der ersten Art Träume, und wir müssen ebenso drinnen stecken in unseren Erlebnissen bei der zweiten Art. Das heißt, wir müssen tatsächlich außerhalb des physischen Leibes sein mit unseren seelischen Erlebnissen, wenn wir träumen. Insofern ist das, was sich ältere Seelenforscher gesagt haben, absolut unanfechtbar; es läßt sich gar nichts dagegen einwenden.
Aber etwas anderes muß gesagt werden. Irgendeine Erkenntnissicherheit über das Selbst kann mir der Traum nicht geben, er kann uns hinführen, wie man auf den Weg zu einer solchen Sicherheit kommt. Denn was wir innen sind, während der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wo wir außerhalb des Körpers sind: das, was uns der Traum da zeigt, das sind wir ja ganz gewiß nicht; denn das sind auf der einen Seite Bilder unseres körperlichen Inneren, noch dazu Sinnbilder dieses körperlichen Inneren, also das, was wiederum von unserem körperlichen Inneren genommen ist. Wir können doch nicht, wenn wir schlafend außerhalb unseres Körpers sind, sozusagen dasselbe sein, was wir im Inneren sind, im physischen Leibe sind. Es muß also etwas anderes vorliegen. Wir müssen da etwas sein außerhalb unseres Körpers, aber das macht sich nicht geltend. Dazu sind wir zunächst nicht fähig, das eigentliche Wesen des Seelischen im schlafenden Zustande zu erfassen. Das verbirgt sich und maskiert sich zunächst; es umhüllt sich mit Bildern der eigenen Körperlichkeit und zeigt sich in bezug auf sein Eigenleben in willkürlichen Zusammenstellungen des Erlebten. Daß wir außerhalb unseres Leibes sind, wenn wir träumen, das haben die älteren Seelenforscher gut geschlossen; aber daß uns der Traum etwas zeige über das außer unserem Körper befindliche Wesen, das haben sie zwar geglaubt, aber das ist nicht der Fall. Denn er zeigt uns gar nichts als das, was wir sonst erlebt haben im Leibe, und unseren eigenen Leib in Sinnbildern. Also, wenn wir außerhalb unseres Leibes etwas sind, so maskiert sich das im Traume, so trägt der Traum in bezug darauf eine Maske. Wollen wir hinter unser eigenes Wesen kommen, so müssen wir dem Traume, das heißt der Seele, diese Maske denn der Traum ist diese Maske — herunternehmen können. — Bis hierher leitet uns auf einen Weg eine intimere Anschauung vom Traume. Indem ältere Seelenforscher durchaus bemerkt haben, daß der Traum schließlich nichts anderes zeigt als das, was er selbst wiederum aus der Sinneswelt nimmt, kamen ihnen natürlich auch darüber die Zweifel. Und ebensowenig wie man Sicherheit zu haben glaubte durch eine gewöhnliche, rückwärtsgewendete Selbstbeobachtung, ebensowenig war man befriedigt von dem, was die Beobachtung der Traumwelt geben konnte.
Demgegenüber tritt nun das auf, was von mir immer genannt wird die anthroposophische Weltanschauung oder anthroposophische Forschungsart. Diese stellt sich zunächst auf den Standpunkt: Wenn uns der Traum zeigt, daß wir etwas außerhalb unseres Leibes sind, so erweist er sich ja für sich zu schwach, um sein eigenes Wesen zur Anschauung, zur Offenbarung zu bringen. Um sich zu offenbaren, bedient er sich der Erinnerungsfetzen des Lebens, der Sinnbilder der eigenen Körperlichkeit. Wir müssen daher das Seelenleben verstärken, erkraften, damit wir an das herankommen, was im Seelenleben maskiert im Traume vor uns steht. Das kann man. Man kann es dadurch, daß man, wie ich in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und in anderen Schriften ausgeführt habe, mit vollem Bewußtsein durch ein systematisch-exaktes sogenanntes «meditatives» Leben den Traum nachahmt, aber ihn nicht etwa dadurch nachahmt, daß man künstlich Träume erzeugt, sondern daß man dasjenige, was aus dem Unterbewußtsein unwillkürlich im Traume heraufsteigt, mit vollem Bewußtsein in der Seele erweckt. Dazu kommt man dadurch, daß man sich gewöhnt, ebenso zu verfahren, wie der Traum unwillkürlich verfährt so zu verfahren, daß man in innerer Meditation Dinge, die man gut kennt, sinnbildlich vorstellt. Der Traum gaukelt uns sinnbildlich unsere eigene Körperlichkeit vor. Man übt sich nun da uns weder unser eigenes Inneres noch die Natur Sinnbilder gibt streng systematisch, sinnbildlich vorzustellen. So werden Vorstellungen von uns willkürlich in ein Sinnbild gebracht, wie der Traum es uns unwillkürlich vorgaukelt. Durch innere Aktivität muß es erzeugt werden, das heißt aber, es muß der Traum verstärkt werden.
Wenn wir im äußeren Leben sind, geben wir uns passiv den äußeren Beobachtungen und Wahrnehmungen hin. Dann ist die innere Tätigkeit eine schattenhafte. Jeder empfindet eigentlich, wie schattenhaft das abstrakte Vorstellen ist, wie die Gedanken hingegeben sind an die Außenwelt und dann schattenhaft verlaufen. Jeder spricht von den schattenhaften Gedanken gegenüber der konkreten Wirklichkeit. Wenn man aber dazu aufsteigt, jetzt Sinnbildliches vorzustellen, so muß man diese Sinnbilder machen. Und wenn man nun ein vollbewußter Mensch ist und kein Narr, so weiß man, daß man sie selbst macht. Man ist dann durchaus kein Träumer, sondern ein gewöhnlich Wachender, ja noch mehr als ein gewöhnlich Wachender. Dem Träumer kommen die Sinnbilder unwillkürlich, dem Wachenden die Vorstellungsbilder durch äußere Anregung. Der Wachende, der selber sich rege macht, was die Träume geben, der Sinnbilder mit aller inneren Kraft sich vor die Seele hinstellt und in voller, bewußter Besonnenheit den Traum nachahmt, der erweckt sich sozusagen zu einer höheren Denk- und Vorstellungsaktivität und damit zu einer höheren Seelenaktivität überhaupt, als man sie im gewöhnlichen Bewußtsein hat. Das muß dann aber wirklich ganz systematisch durchgeführt werden.
(GA 213, Seite 18f : aus dem Vortrag vom 15. 11.1923 von Dr. R. Steiner)

Antwort
von Priol23, 15

Die Ergebnisse klingen vielversprechend. Du brauchst vor der Schlafparalyse keine Angst zu haben. 1. ist der Zustand vollkommen harmlos und läuft jede Nacht mehrere Male von allein ab, ohne dass du etwas davon mitbekommst.

2. kannst du die hypnagogen Bilder beeinflussen, indem du dich oder sie fragst, was sie bedeuten könnten und was sie dir wohl sagen wollen. Oder indem du bewusst an etwas Schönes denkst.

Antwort
von tuxo1998, 3

Ich würde nicht direkt sagen dass das WILD War sondern eher DILD. Also aus dem Schlaf heraus.

WILD ist nicht Anfänger freundlich, weil du geistig nicht einschlafen darfst beim Wild.

Ich bin aber ein WILD lieb haben, weil ich dadurch auf "Knopf druck" einen klar Traum bekomme  kann.

Falls du Fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen!!

LG

Antwort
von jofrkr, 9

Ich kenn mich leider nicht allzu gut aus aber wir könnten uns vielleicht untereinander austauschen (wenn du möchtest, schreib mor einfach:)) ansonsten kenn ich wild bisschen anders. Lg

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