Frage von sternennacht11, 56

Hat mein Hund Verlustängste?

Hallo, vor fast 6 Monate habe ich einen jetzt 2 Jahre alten Jack Russel aus dem Tierheim zu mir geholt, oder er ist zu mir gekommen :)  Seit so 3 Wochen verlässt er mich keine Sekunde, will sagen, er liegt immer fest bei mir, wie jetzt auch,sein Kopf auf meinem Schoß. Wenn ich mal sage, jetzt nicht, fängt er sofort an zu zittern und streichel und kuschle ich mit ihm,hört er auf. Er frisst normal, spielt usw alles, aber will eben immer bei mir ganz nah sein, immer!!! Ist das normal oder stimmt was nicht mit ihm? Danke für tolle Antworten sage ich jetzt schon. :)

Antwort
von brandon, 37

So wie ich das sehe hat der Hund große Verlustängste. Dafür möchte man ihn auch bedauern. Was wäre man für ein Mensch der mit so einem armen, kleinen Kerl kein Mitleid hätte? Das dumme dabei ist das durch Mitleid der Hund sich in seinem denken und fühlen bestärkt fühlt.

Ich hätte meinen Hund am Anfang auch am liebsten rund um die Uhr getröstet.

Es tut mir immer noch im Herzen leid das mein Hund solche Ängste hat aber ich bemitleide ihn nicht weil es einfach nichts bringt.

Auch wenn es Dir schwer fällt solltest Du ihn manchmal einfach nicht beachten, tu so als würdest Du das zittern nicht bemerken. Du mußt ihn nicht von Dir stoßen, einfach nur gelassener mit ihm umgehen.

Sehr wahrscheinlich spürt er das Du Dich sorgst und das wiederum löst bei ihm Sorgen aus. Geh so oft es Dir möglich ist mit ihm raus und lass ihn rumspringen und toben wenn das möglich ist. Spiel mit ihm und wenn er sich mit anderen Hunden versteht dann lass ihn Hundebekanntschaft machen. Das ist der erste Weg sein Selbstbewusstsein zu steigern. Du könntest auch in einen Hundeverein gehen und dort etwas mit ihm machen woran er und Du Spass habt.

Ich wünsche Dir noch viel Freude an Deinem Vierbeiner.

LG

Antwort
von Weisefrau, 56

Hallo, das Zittern haben leider viele Jack Russel. Ich befürchte dein Hund fängt an dich zu kontrollieren. Das liegt an seiner Vergangenheit, er will sicher sein das du ihn nicht verlässt. Der Hund braucht Führung und Positive Erlebnisse die sein Selbstbewusstsein stärken. Außerdem sollten ganz klare Regeln für den Hund gelten. In ein paar Monaten kann es sonst umschlagen und der Hund übernimmt die Kontrolle. Ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung.

Antwort
von elisa2015, 15

Hallo,

ich hatte mal dasselbe problem mit einem Hund. Nach einiger Zeit hat sich herausgestellt das er taub war. Taube Hunde laufen ihren Besitzern ständig hinterher. Mein jetziger Hund ist im Alter ertaubt und hat das ständig hinterher laufen erst seitdem. Zuvor als er normal gehört hat, tat er das nicht. Verlustängste plagen ihn ganz sicher nicht. Reagiert dein Hund auf seinen Namen oder Türklingel? wenn nicht, liegt wahrscheinlich dieses Problem vor.

Antwort
von Abuterfas, 51

Es ist immer schwer, ohne den Hund oder Halter zu kennen, etwas zu sagen.

Fakt scheint aber zu sein, das der Hund folgendes für sich entdeckt und gelernt hat: Zitter ich, bekomm ich Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten, also mache ich das demnächst immer so. Du hast den Hund dahingehend bestärkt.

Warum er das am Anfang gemacht hat bzw. was der Auslöser war, lässt sich von hier nicht sagen. Vielleicht hat er Trennungsangst. Erörter, ob sich etwas bei Euch verändert hat bzw. hinterfrage seine Vorgeschichte.

Gruß

Kommentar von sternennacht11 ,

Danke! naja, er war früher viel alleine,fast immer, nie Gassi gehen usw und dann das tierheim, da ging es ihm sehr schlecht. Wenn er bei mir ist,ich mit ihm spiele,raus gehe,ihn streichel, mit ihm rede, ist alles oki :)

Kommentar von Abuterfas ,

Sofern keine körperlichen Ursachen vorhanden sind, solltest Du anfangen das "alleine bleiben" zu üben. SOLLTE es sich um Trennungsangst handeln ist das extremer Stress für den Hund. Und Du wirst es kaum schaffen 24/7 da zu sein.

Kommentar von sternennacht11 ,

Naja ich gehe auch arbeiten und es ist kein Thema wenn er so 4,5 std am Tag alleine ist. Schläft dann, aber er frisst nichts und trinkt nichts,wenn ich nicht da bin.

Kommentar von Abuterfas ,

Woher weißt Du was der Hund macht, wenn Du nicht da bist? Schläft oder döst er noch, wenn Du nach Hause kommst? Wenn ja, kann das ein Anzeichen von Erschöpfung sein, weil er angestrengt nach Dir gesucht hat, gestresst auf und ab geht und auf Dich wartet etc. Sofern Du eine Webcam hast, baue sie mal auf und schaue Dir das an.

Antwort
von MiraAnui, 18

Nein normal ist das nicht. Das zittern hast du ihm wahrscheinlich irgendwann unbewusst angewöhnt...

Auch das ständige nach laufen ist für einen Hund nicht gut. Er hat Stress. Und sollte unbedingt lernen ruhe zu finden.

Antwort
von AllesC, 46

Haha das ist ganz normal :D Er hat eine besondere Verbindung zu dir aufgebaut und möchte sie am liebsten durchgängig bei behalten. Das ist also ganz normal :D Keine Sorge!

Hast du noch weitere Fragen? Wenn ja, immer her damit :D

Lg

Kommentar von sternennacht11 ,

Ja ber mein Herz bleibt fast stehen. Er zittert dann echt total und guckt voll traurig. Sage ich jetzt nicht, fängt er an. Und er liegt nur bei mir, wie jetzt,Kopf auf meinem Schoss. Stehe ich auf, läuft er mit.Da stimmt doch was nicht.

Kommentar von AllesC ,

Nein, meine Mutter besitzt auch einen Jack Russel und sie nennt ihn "ihren Schatten" da er immer hinterher gelaufen kommt. Das ist ganz normal. Wenn du dir mit dem zittern nicht ganz sicher bist, suche einen Tierarzt auf. Vielleicht ist es ja etwas, was ich sehr bezweifle :)

Viel Glück!

Lg

Kommentar von Jerne79 ,

Nö, normal ist das nicht.

Ein Hund sollte in Lauf seines Lebens lernen, daß er auch mal eine Weile ohne seine Bezugsperson klarkommen muß, diese aber wiederkommt. Wenn der Hund anfängt zu zittern, läuft etwas falsch. Extreme Verlustangst kann man stückchenweise eindämmen. Hier sieht es aber ehrlich gesagt nach unfreiwillig antrainiertem Verhalten aus. Und wenn der Hund deiner Mutter ihr auf Schritt und Tritt folgt: Auch diesem Hund sollte ein Bleib-Kommando geläufig sein. Das ist unter Umständen nämlich nicht Verlustangst, sondern Kontrolle. Beides ist nicht so der Brüller.

Kommentar von AllesC ,

So war das nicht gemeint :) Da hast du etwas falsch verstanden.

Gemeint war damit, dass er ihr folgt, nun ja, aber nicht auf Schritt und Tritt. Hört er Beispiels eine Katze, knistern oder sonstige Geräusche, kommt er sehr gut alleine klar :) Und der Hund meiner Mutter zittert auch nicht und beherrscht ein "Bleib!" Kommando. Also alles super :)

Lg

Antwort
von Bitterkraut, 37

Zittern ist eigentlich ein Anzeichen für Schmerzen und das könnte auch ein Grund sein, warum er deine Nähe sucht.

Stell ihn einem TA vor, bevor du weiterrätselst. Wenn da alles ok ist, kann man weiterdenken.

Kommentar von sternennacht11 ,

TA sagt wäre alles gut.

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