Frage von Kittysworld, 41

Frage zu Intervallen (Kurzbezeichnungen)?

Mal wieder ein Problem in der Musiktheorie, was auch sonst. ^^

Ich bin gerade dabei mir die Vierklänge anzugucken, das tut aber nichts zur Sache. Aufjedenfall schreibt unser Lehrer immer die Intervalle, also die Abstände zwischen den einzelnen Tönen nebendran. Er schreibt diese aber nicht aus sondern bezeichnet diese einfach als beispielsweise: b2, 6, b3 und so weiter. Er meinte wir sollen uns das auch angewöhnen. Mich verwirrt das irgendwie, an sich ist es leichter sich das so zu merken, aber ich kenne diese Kurbezeichnungen nicht und finde dazu auch im Internet nichts. Ich habe das so verstanden:

Prime = 1 Kleine Sekunde = b2 Große Sekunde = 2 Kleine Terz = b3 Große Terz = 3 Quarte = 4 Tritonus = ? Quinte = 5 Kleine Sexte = b6 Große Sexte = 6 Kleine Septime = b7 Große Septime = 7 Oktave = 8

Nun steht auf meinen Lehrunterlagen aber neben einem Vierklang bei der großen Septime vor der 7 noch ein Dreieck. Ich möchte jetzt eigentlich nichts in Bezug auf die VIerklänge hören, das war nur Nebeninformation, sondern lediglich die Intervallbezeichnungen :D Vielleicht kann mir ja jemand sagen, ob das so richtig ist bzw. was das Dreieck vor der großen sieben soll. Danke :)

Antwort
von Jazzguitar, 26

Jo hey,

das Dreieck (∆) vor der 7 steht für eine große Septime. An sich etwas irreführend, da b7 darauf hindeutet, dass 7 als gr. Septime gedeutet werden kann. Das aber wiederum wäre z.B. bei der Akkordbezeichnung "G7" wieder irreführend, da das eindeutig ein Dominantseptakkord bezeichnet - also ein Durakkord mit kleiner Septime. Also: b7=kl.Septime ∆7=gr.Septime. Wenn du über Tonleitern, Skalen bzw. Intervalle sprichst, kannst du das ∆ vor der 7 eigentlich weglassen. Nur bei Akkordbezeichnungen ist das ∆ notwendig - dafür dann das b7 für eine kl.Septime nicht mehr. Auf Leadsheets findet man anstatt des Dreiecks oft auch die Bezeichnung "maj" --> Cmaj7 = C∆7

Der Tritonus wäre als #4 zu bezeichnen, bzw. als verminderte Quinte in Form von b5. Soweit eigentlich ganz logisch oder? Ich bin sicher du hast das Prinzip verstanden - übrigens cool, dass euer Lehrer das mit euch macht.

Kommentar von Hooks ,

Ich hatte Musik im Abi - aber sowas noch nie gehört. Wo braucht oder benutzt man sowas?

Kommentar von Jazzguitar ,

"Wo braucht oder benutzt man sowas?"

Ich kenne diese Vorangehensweise vorallem aus dem Jazz um eine Skala zu beschreiben. Die Durtonleiter kann als 1 2 3 4 5 6 7 gefasst werden, während 1 2 b3 4 5 b6 b7 die Molltonleiter wäre. Oder eben 1 b2 3 4 5 b6 b7 für die fünfte Stufe Harmonisch-Moll, mir bekannt als phrygian dominant. Aber auch für Akkordbezeichnungen wie A7b9 oder einen Fmaj7#11 ist dieses Musikvokabular brauchbar, häufig Intervallbezeichnungen über der Oktave. In dem Fall: b9 = b2, #11 = #4

Kommentar von Kittysworld ,

Vielen dank! Naja ich mache das jetzt nicht auf einer normalen Schule sondern bin in einem Vorbereitungskurs für ein Musikcollege. :)

Antwort
von PurpurSound, 6

Das ganze hat mit der skalentheorie zu tun und damit auch mit der schreibung von akkordsymbolen. Allerdings ist die schreibung deines lehrers etwas konfus, denn

- mich würde interessieren wie er mit seinem ansatz verminderte und übermässige intervalle bezeichnen will.

- er definiert grosse (2, 3, 6, 7) und reine  (1, 4, 5, 8) intervallformen als "standards", die dann durch vorgeschaltete "b" verkleinert und (vermutlich) "#" vergrössert werden. Bei der 7 bricht er diesen ansatz durch das dreieck für die g7. Dieses symbol stammt aus der septschreibung der akkordsymbole. Und dort gilt: die k7 ist "standard-7", ihr symbol die "7". Die v7 wäre dann b7, die g7 eben das dreieck.

Entweder ich bezeichne intervalle konsequent nach der skalentheorie oder ich verwende gleich die klassische schreibung (r1, k2, g2 ...), was für das verständnis der akkordaufbauten ebenso ausreichend wäre...

Antwort
von 02210, 17

Das steht für maj7, also große 7.

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