Frage von MadeleineYvonne, 49

Frage zu Inkasso Unternehmen?

Hallo zusammen,

ich habe mal eine allgemeine Frage zum Inkasso Unternehmen....

Irgendjemand hat ein Schreiben von so einem Unternehmen bekommen mit folgenden Kosten drauf:

  • Warenlieferung: 4,99 €
  • Verzugszinsen: 0,13 €
  • Gläubigerkosten, Gläubigerauslagen: 0,00 €
  • Inkassokoaten laut gem. §§ 280 , 286 BGB : 58,50 €
  • Geb. für Ratenzahlung/Vergleich: 0,00 €
  • Auslagenpauschale gem. §§ 280 , 286 BGB : 11,70 €
  • verauslagte Kosten: 0,00 €
  • abzgl. geleisteter Zahlungen: 0,00 € ________________________________ Zahlungsrückstand: 75,32 €

Jetzt zu meiner Fragen: Muss der jenige die Kosten komplett an das Inkasso Unternehmen zahlen? Laut Internet "nein". Was nur zu zahlen wäre, ist der Warenwert und Verzugszinsen an den Mandanten "Snapfish". Stimmt das oder nicht?Darüberhinaus heisst es in dem Schreiben im Kleingedruckten auch: Bitte beachten Sie:"Ein Gerichtsverfahren ist teuer. Ein rechtskräftiger Schuldtitel kann 30 Jahre gegen Sie zur Zwangsvollstreckung, Lohnpfändung und Abgabe der Vermögensauskunft verwendet werden. Eine möglich Eintragung ins Schuldnerregister Ihres Amtsgerichts kann für Ihre Kreditwürdigkeit verhängnisvoll sein."

Vielen Dank für eure Antworten

Madeleine

Antwort
von franneck1989, 34

Was nur zu zahlen wäre, ist der Warenwert und Verzugszinsen an den Mandanten "Snapfish". Stimmt das oder nicht?

Das stimmt, wenn es sich um ein großes, geschäftserfahrenes Unternehmen handelt (trifft zu) und/oder das Unternehmen bisher keine eigenen Bemühungen zum Forderungseinzug angestellt hat.

Urteile mit dieser Rechtsauffassung gibt es zu Hauf, ist inzwischen relativ gefestigt.

"Ein Gerichtsverfahren ist teuer. Ein rechtskräftiger Schuldtitel kann
30 Jahre gegen Sie zur Zwangsvollstreckung, Lohnpfändung und Abgabe der
Vermögensauskunft verwendet werden. Eine möglich Eintragung ins
Schuldnerregister Ihres Amtsgerichts kann für Ihre Kreditwürdigkeit
verhängnisvoll sein."

Typische Inkasso-Einschüchterungen. Ist zwar in der Sache richtig, aber wird in der Praxis kaum relevant, wenn man keinen Unsinn fabriziert.

Kommentar von MadeleineYvonne ,

Hallo Franneck1989, muss ich denn die Inkasso Gebühren bezahlen? Hab den Warenwert und die Verzugszinsen an Snapfish schon überwiesen .... Madeleine

Kommentar von franneck1989 ,

Nein, musst du nicht. Inkassogebühren sind zwar nicht verboten aber bei solchen Fällen wie deinem nicht durchsetzbar. Wenn du ganz sicher gehen willst solltest du nochmal klarstellen ob das die erste Mahnung in der Sache war.

Antwort
von EXInkassoMA, 24

Geh vor wie von frannek empfohlen und rechne trotzdem mental mit weiteren Briefen. 

Die Inkassogebühren sind nicht ansatzweise durchsetzungsfaehig 

Antwort
von nextreme, 36

Die Frage ist, noch ein Jahr mit denen rumstreiten, mit immer mal Post mit immer größer werdenden Zahlen und noch drastischerer Wortwahl im Text oder falls Rechtschutz ohne Selbstbeteiligung vorhanden zum Anwalt gehen und ihm das überlassen.

Kommentar von franneck1989 ,

Die Frage ist, noch ein Jahr mit denen rumstreiten, mit immer mal Post
mit immer größer werdenden Zahlen und noch drastischerer Wortwahl im
Text

Das ist kein wirkliches Problem. Die Briefe heftet man nach einmaligem Widerspruch einfach ab

falls Rechtschutz ohne Selbstbeteiligung vorhanden zum Anwalt gehen und ihm das überlassen. 

Sehe in so einer Situation keinen Grund einen Anwalt zu konsultieren.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Die hohen kosten stehen nur auf dem papier. Ein anwalt ist nicht nötig 

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