Frage von dextaaar, 73

Frage zu Homophobie auf dem Bild?

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Antwort
von xXSnowWhiteXx, 73

Homophobie beschreibt ja nicht eine Angst im Sinne von "Jump scares" und sich erschrecken, sondern eine 'Abneigung' die durch Erziehung, Umwelt und Religion dem Kind beigebracht wird.

Homophobie ist genauso nutzlos wie Rassismus. Der Melatoninanteil in deiner Haut sagt genauso wenig über deinen Wert aus, wie Homosexualität über die Krankheiten etc. eines anderen.

Homophobie ist keine Meinung, sondern einfach nur pure Dummheit.

Kommentar von dextaaar ,

Kann man dan selbst etwas dafür, wenn man es so von Geburt an in den Kopf gesetzt bekommt?

Kommentar von Sirius66 ,

Aufklärung bringt da einiges, sicher. Das gilt aber für alle Phobien. Angst ist selten rational, aber immer real. Muss man auch mal akzeptieren. Sie kann echt sein. Dann ist es alles andere als Dummheit.

Für andere Phobien als die der Homophobie wird deutlich mehr Verständnis aufgebracht. Die Agoraphobie, die Aranchnophobie oder was auch immer ist nicht anderes und niemand regt sich darüber auf.

Gruß S.

Kommentar von SkyDown ,

Homophobie ist auch eine Meinung. und jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, ganz egal welche Gründe dahinter stehen.

Kommentar von Sirius66 ,

Eben nicht. Homophobie ist nicht immer freiwillig. Phobien sind das selten. Ihr müsst die Begrifflichkeiten klären. PHOBIE ist ein medizinisch anerkannter Begriff.

Sicherlich müsste man klären, ob da jemand eine Abneigung hat oder eine echte Phobie. Eine echte Phobie plagt den Betroffenen zum Teil selbst. Er will ggf gar nicht so sein.

Ihr unterscheidet das nicht.

Gruß S.

Kommentar von Sirius66 ,

PS: Kann natürlich auch eine REINE Meinung sein, ist dann aber keine echte Phobie. Und auch zu dieser Meinung hat man ein Recht, solange es eben keine diskriminierenden Handlungen nach sich zieht.

Gruß S.

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Aber man muss mal überlegen. Angst vor Homosexuellen. Allein wie dämlich das schon klingt. Es ist finde ich eine Sache, wenn man das nicht gerne sieht, aber eine andere wenn man laut dagegen wird. Ich könnte auch bei dem Gedanken an Rosenkohl reiern, aber ich stell mich doch nicht so an, wenn den andere mögen.

Kommentar von Sirius66 ,

Es gibt auch Angst vor Löchern, vor Bienen, vor Spinnen, vor Treppen, vor Wolle .... ist das beleidigend für die Löcher? Für die Spinnen?

Wer leidet darunter? Die Spinnen? Oder eher der Phobiker?

Es gibt Phobien ALLER Art - darüber lacht man. Niemand regt sich auf. Machen die denn Sinn? Angst vor LÖCHERN? Trotzdem gibt es das und niemand schert sich drum. Aber der Homo - der schreit auf ...

Und genau darum geht es. Wer den Rosenkohl/die Homosexualität für sich selbst ablehnt, aber andere Rosenkohl essen/homosexuell sein lässt, der tut nichts beleidigendes. Und der TE wird doch nicht laut. Er sagt einfach: Also ich mag Rosenkohl nicht.

Gruß S.

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Homophobie ist aber keine phobische Störung im klinisch-psychologischen oder medizinischen Sinne, sondern ist aus tiefenpsychologischer Sicht eine "unbewusste Angst vor der Infragestellung der eigenen Identität". Das ist großer Unterschied und kann mit den anderen Phobien die du aufgezählt hast, in keinster Weise verglichen werden.

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Diese "Meinung" kommt aber meistens von irgendwelchen religiösen Fanatikern und schlichtweg dummen Menschen.

Antwort
von badxbeetch, 69

weil homophobie beleidigend ist und meiner Meinung nach nichts in der modernen Zeit zu suchen hat.

Kommentar von dextaaar ,

Aber ich meine nicht, dass man jemanden dann sofort beleidigen muss. Ist es keine Meinung?

Kommentar von badxbeetch ,

solange du nicht beleidigend wirst ("igitt schwule/lesben") darfst du denken was du willst :)

Kommentar von dextaaar ,

Jaa genau das meine ich aber ok schau mal wenn man nur so sagt (nur als Beispiel) "ja ich find das net so toll", bekommt man sofort Dinge, wie "Boah was bist du dumm" undso an den Kopf geworfen, was nicht wirklich Korrekt ist, oder?

Kommentar von Sirius66 ,

Nein, ist es nicht. Man darf etwas nicht ok finden. Das entscheidet man selbst. Es ist auch nicht beleidigend.

Es ist wie mit der Frauenbewegung. Wer am lautesten nach Emanzipation schreit, ist es am wenigsten. Die wirkliche Emanze stellt sich gar nicht infrage. Sie spürt keine Benachteiligung, weil sie sie für sich nicht hinnimmt.

Gruß S.

Antwort
von Garlond, 6

Analysieren wir mal den Text,

also erstens gibt es in jeder Gruppe immer Menschen, die sich ihren Frust
nur durch beleidigen anderer Luft machen können. Also auch bei
Homophoben genauso wie bei Homos. Und „immer sofort“, ist mit
Sicherheit nicht richtig.

Ganz richtig ist auch nicht, dass „man“ nichts gegen „die Person“ hat. Auch da gibt es solche und solche, und die, die da Schwierigkeiten haben eine Eigenschaft von einer Person getrennt zu sehen, sind sicher der Auslöser für dumme Worte auf beiden Seiten.

Dann die Frage, ob man Homophobe nicht mit ihrer Meinung in Ruhe lassen kann? Klar kann man, woher sollte man wissen ob jemand homophob ist? Wenn derjenige natürlich überall seine undurchdachten Sprüche ablassen muss, dann muss er halt auch mit einem Widerspruch rechnen. Hier bei gute Frage muss man sich dann auch wundern, warum Homophobe Leute auf Fragen zum Thema Homosexualität antworten oder Kommentare abgeben. Wenn sie tatsächlich Homophob sind, sollten sie das Thema doch meiden.

Natürlich kann nicht jeder etwas dafür, dass er homophob ist, besonders, wenn er von klein auf in dieser Richtung indoktriniert wird. Aber man kann
lernen selbstständig zu denken und zu hinterfragen was einem da
eingetrichtert wird, besonders wenn man mit seinem Verhalten auf
Unverständnis stößt.

Homophobie ist übrigens keine Meinung, sondern das Resultat aus einer oder mehrerer Meinungen. Und oft sind es keine richtigen Meinungen, sondern ein Dogma, eine Meinung kann man nämlich ändern, wenn man vom Gegenteil überzeugt wird, bei Dogmata ist das nicht so einfach, da sie ja meist nicht besonders rational sind.



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