frage Unfall Geschwindigkeit festellen?

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11 Antworten

Grundsätzlich würde ich sagen, gilt hier die Unschuldvermutung. Solange dir nicht eine Geschwindigkeitsübertretung nachgewiesen werden kann, hast du auch keine gemacht :-)

In deinem Fall könnte man wohl höchstens aufgrund Berechnungen aus der Deformation der beteiligten Autos Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit beim Zusammenprall anstellen. Aber auch das ist 'fadenscheinig', denn wenn du oder der andere auch nur schon ein klein wenig gebremst haben, sagt das daher nichts über die ursprüngliche Geschwindigkeit vor dem Unfall aus....

Fazit: Klar hat man direkt danach einen Schockzustand. Aber bleib dir und deinem Glauben an dich treu und bleib bei deiner Darstellung, dass du ordnungsgemäss mit 30 km/h unterwegs warst! Denn: Der andere versucht - wohl auch aus seinem eigenen Schockzustand und seiner eigenen Panik heraus - zuerst einmal dir die Schuld unterzujubeln. Das muss dich jetzt einfach mal kalt lassen! Bleib jetzt also eifnach mal cool...

Das einzige, was der Polizeirichter dir anzuhängen versuchen könnte ist z.B. eine gewisse Unachtsamkeit (hier darf man dich also nicht am Handy erwischen etc.), sprich im allerschlimmsten Fall eine Teilschuld, weil du den - klar vom anderen verschuldeten - Unfall nicht verhindern konntest. Das habe ich selber mal erlebt. Deswegen wirst du aber deinen Schein nicht gleich verlieren :-)

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... Bestimmt, denn jeder Gutachter sieht doch die Schäden und somit ein Tastendruck und das Ergebnis liegt vor. So jedenfalls hier bei uns.

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Das wird dann der Sachverständige klären. Der kann anhand von Aufprallwinkel, Schäden und Bremsspuren recht genau ausrechnen wie schnell du warst. Das dein Unfallgegner erst einmal sagt "Sie waren zu schnell, sonst hätte ich ja locker noch bremsen können" ist eine Standardfloskel die man eben im ersten Moment so sagt um die Schuld von einem abzuweisen, die habe ich schon oft gehört.

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Ich denke nicht, sonst hättest Du am Unfallort schon ein Knöllchen oder eine Anzeige bekommen !

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Solange du nicht selbst sagst das du zu schnell warst wird da kaum ne Untersuchung mit eindeutigem Ergebnis stattfinden
Jedoch anhand des Schadens sieht man aber schon ob der unFall mit 30 oder 70 Kmh stattfand

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Kommentar von ronnyarmin
04.11.2016, 11:54

Es kommt nicht auf die Aufprallgeschwindigkeit an, sondern darauf, wie schnell man vor Einleitung des Bremsvorgangs war. Und das lässt sich nicht anhand der Beschädigungen feststellen.

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Kommentar von Dave0000
04.11.2016, 12:07

Je nach Situation kann man feststellen das garnicht gebremst wurde
Aber ja hast schon recht mit dem was du sagst

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Du BIST NICHT zu schnell gefahren. Das war's! Die Versicherung leitet da keine kriminalistischen Untersuchungen ein.

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Du wirst Deinen Führerschein auch nicht verlieren, wenn du zu schnell warst.

Wenn da keine Bremsspuren waren, deutet das evtl. darauf hin, dass Du noch nicht mal 20 gefahren bist. Unter 20km/h kommt es nicht zu Bremsspuren.

Wenn der Unfallverursacher in Dich rein fuhr, weil er Dich nicht sehen konnte - dann kann er ja nur ganz ganz langsam gefahren sein, wenn er korrekt runter gebremst hat.

Wie groß ist denn der Schaden bei Dir?

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Ein Gutachter könnte aus den Schäden mit einigem Aufwand die Aufprallgeschwindigkeit herleiten - ohne Zeugen wird es dann allerdings schwierig zu schätzen, wie schnell Du vor Einleitung der Bremsung unterwegs warst.

Es gab vor langer Zeit mal Urteile, dass bei Vorfahrtverletzungen Geschwindigkeitsüberschreitungen nur dann eine Rolle für die Schuldfrage spielen, wenn sie über 50% liegen - man muss eben auch davon ausgehen, dass ein Vorfahrtsberechtigter etwas schneller ankommen kann als erlaubt.

Kurz und gut: Nachweis der Geschwindigkeitsübertretung ist aufwendig bis fast unmöglich - und führt selbst bei ziemlich kräftigen Übertretungen auch nur zu einer Teilschuld.

Wenn Du die Autos nicht grade zum unidentifizierbaren Knäuel gefahren hast, sieht das also nicht so schlecht für Dich aus.

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Ein Sachverständiger kann das heraus finden.

Aber grundsätzlich ist erst mal derjenige der Verursacher, der dir deine Vorfahrt genommen hat. Wenn er dich beim Einfahren in die Kreuzung noch nicht gesehen hat (bei gerader Strecke), muss ja die Geschwindigkeit erheblich zu hoch gewesen sein. Dann lässt sich das aber auch über das Schadenausmaß schnell feststellen.

Das ist auch oft eine Schutzbehauptung von Leuten, die die Vorfahrtsregeln missachtet haben vor einem Unfall.

Ich würde abwarten und Tee trinken!

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Man kann die Gechwindigkeit nicht zurückrechnen aufgrund der Unfallschäden, das geht so gar nicht.

Grob kann man schon (als Schverständiger) einschätzen, wenn jemand z.B. 60 statt 30 fuhr und dem z.B. seitlich komplett reingerauscht ist, aufgrund der Deformation. Jedoch genau geht das nicht und sollte ein Fahrzeug dabei noch irgend wo hin geschleudert sein nach dem ASufprall, geht das so gut wie gar nicht.

Bremsspuren gibt es bei ABS - Systemen auch nicht, da die das Blockieren verhindern.

Darum kann man Dir nicht nachweisen, ob und wieviel Du schneller gewesen sein könntest - und man muß es Dir nachweisen, nicht Du, dass Du es nicht warst.

Also mach Dir keinen Kopf.

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Selbst wenn, scheiss egal, er hat die vorfahrt missachtet

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